Sankt Pölten

13. März 2018 18:57; Akt: 13.03.2018 22:19 Print

Terrorprozess: Alle fünf Angeklagten wieder frei

Fortsetzung im Terrorprozess heute am Gericht St. Pölten: Ein 20-Jähriger wurde freigesprochen. Der Prozess gegen vier weitere Männer wurde vertagt.

Vier der Angeklagten am ersten Prozesstag in Sankt Pölten. (Bild: Daniel Schreiner)

Vier der Angeklagten am ersten Prozesstag in Sankt Pölten. (Bild: Daniel Schreiner)

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Terrorprozess am Dienstag in der Landeshauptstadt: Ein 20-Jähriger wurde freigesprochen. Er ist vor der Verhandlung als einziger der fünf Angeklagten in U-Haft gesessen. Weil Zeugen nicht erschienen waren, wurde der Prozess gegen vier junge Männer (19 bis 24) vertagt – alle sind aber nun auf freiem Fuß.

Laut Anklage hatten die arbeitslosen Burschen sich für den radikalen Islam und den Kampf für den IS in Syrien interessiert, Treffen fanden auch im Gebetsraum im Spital St. Pölten statt.

Beim Prozessstart im Februar waren wie berichtet zwei Angeklagte zu zwei Jahren teilbedingter Haft verurteilt worden.

Den Angeklagten im Alter von 19 bis 24 Jahren werden Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung sowie das Verbrechen der kriminellen Organisation angelastet. Die Männer sollen geplant haben, 2017 nach Syrien zu reisen und sich dem bewaffneten Jihad aufseiten des Islamischen Staates (IS) anzuschließen.

Propaganda für den IS

Weiters wurde den Beschuldigten vorgeworfen, Propaganda für den IS verbreitet zu haben. U.a. sollen sie derartiges Material über WhatsApp verschickt haben. Die Gruppe soll laut Anklage auch Kontakt mit IS-Sympathisanten in Wien gehabt haben. Die meisten Angeklagten hatten die Vorwürfe zum Prozessauftakt bestritten. Nach Angaben ihrer Rechtsanwälte habe es keine konkreten Pläne für eine Reise nach Syrien gegeben.

Dem Erstangeklagten, der seit seiner Festnahme vor rund einem Jahr in U-Haft sitzt, wurde zudem ein geplanter Raubüberfall auf ein Waffengeschäft in St. Pölten angelastet, um an Waffen für den Kampf in Syrien zu kommen. Der 20-Jährige soll versucht haben, den anonymen Zeugen zur gemeinsamen Ausführung des Coups zu überreden. Dazu hatte der Verteidiger erklärt, es habe sich um eine "dumme Äußerung im Zuge eines Gespräches" gehandelt.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mia am 13.03.2018 20:34 Report Diesen Beitrag melden

    Super

    jetzt können sie endlich das machen was sie eigentlich geplant hatten. Wir haben eine super Justiz. Nur mehr zum Ko....

  • hans mayerhofer am 13.03.2018 21:57 Report Diesen Beitrag melden

    das sollte doch zu verhindern sein!

    die zeugen kommen nicht? na warum? alle auf freifuß? na warten wir halt bis irgendwas passiert?

  • Redaktionsschluss am 13.03.2018 19:12 Report Diesen Beitrag melden

    Mama die Heute macht mich feritg!

    wieso muss ich der erste sein der das lesen muss.... grad hab ich mich so gefreut bevor ich die Heute aufschlug,,,,

Die neuesten Leser-Kommentare

  • seven am 14.03.2018 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    Kasperljustiz

    Die Justiz gehört sofort entmachtet und die Kirche sollte wieder Ihre Gesetze aus dem Mittelalter geltend machen.

  • Günther Prien am 14.03.2018 10:20 Report Diesen Beitrag melden

    Na genau !

    Alle Bartbuben raus den Gefängnissen...die werden schon nix anstellen, gell ?

  • Silvia K. am 14.03.2018 10:04 Report Diesen Beitrag melden

    Ich glaub's nicht! Ich glaube es einfach

    nicht! Ich komme mir vor, wie im falschen Film. Die planen Terroranschläge und dieser Richter lässt sie frei. Was bitte geht im Kopf dieses Richters vor? Es ist nicht nachvollziehbar.

  • August am 14.03.2018 09:43 Report Diesen Beitrag melden

    unfassbare justiz

    dem /der richterin die soein urteil fällt ist nur zu wünschen , das es auch einmal sie/ihn oder einen aus seiner/ihrer familie erwischt ,damit die ihre objektivität überdenken

  • kawaboy am 14.03.2018 09:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ist nichts neues

    war ja eh klar. oder?