Fall schockt das Land

04. August 2018 11:43; Akt: 05.08.2018 11:59 Print

Unmündige Behinderte vergewaltigt und gefilmt

Ein 59-Jähriger aus Mödling ist verdächtig, als Lenker für Beeinträchtigte eine heute 15 Jahre alte behinderte Jugendliche mehrfach missbraucht zu haben.

(Symbolbild) (Bild: Helmut Graf)

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Dieser Fall schockt ganz Österreich: Ein 59-Jähriger aus dem Bezirk Mödling ist dringend verdächtig und größtenteils auch geständig, in den Jahren 2016 und 2017 im Industrieviertel als Lenker eines Mietwagens für den Transport von körperlich und geistig beeinträchtigten Menschen, ein damaliges unmündiges weibliches Opfer 20- bis 25-mal schwer sexuell missbraucht zu haben.

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Das Opfer ist geistig und körperlich schwer beeinträchtigt, kann nicht sprechen und benötigt einen Rollstuhl. Die sexuellen Übergriffe durch den 59-Jährigen erfolgten im Mietwagen und in der Wohnung seiner damaligen Lebensgefährtin im Bezirk Bruck an der Leitha.

Der Beschuldigte fertigte von den Übergriffen Lichtbilder sowie Videos an und übermittelte diese an die 54-jährige Besitzerin des Mietwagenunternehmens aus dem Bezirk Wiener Neustadt. Die Fälle sind so abscheulich, dass die Polizei bittet, die Praktiken nicht zu präzisieren.

Schreiben an alle Eltern

Bei den von der Staatsanwaltschaft Korneuburg angeordneten Hausdurchsuchungen in den Wohnräumlichkeiten des 59-Jährigen bzw. bei der 54-Jährigen wurden elektronische Datenträger mit Darstellungen der sexuellen Übergriffe des 59-Jährigen sichergestellt.

Bei der ersten Befragung durch Bedienstete der Polizeiinspektion Perchtoldsdorf gab die 54-Jährige vorerst an, dass sie als Mietwagenbesitzerin von unbekannten Tätern mit kinderpornografischem Inhalt auf einem USB-Stick erpresst worden sei und bereits 13.000 Euro an unbekannte Täter bezahlt habe.

Die 54-Jährige verfasste nach Auffliegen des Falls auch ein Schreiben an alle Eltern der transportierten Personen, dass der 59-Jährige nun nicht mehr als Fahrer tätig sei und sie alles unternehmen werde, damit solche Vorfälle nicht mehr passieren würden.

Zu Vergewaltigungen angestiftet

Im Zuge einer weiteren Befragung gab sie letztlich zu, den 59-jährigen Beschuldigten angestiftet zu haben, die schweren sexuellen Missbräuche am beeinträchtigten Mädchen durchzuführen. Im Anschluss der Übergriffe ließ sie sich vom 59-Jährigen die Fotos bzw. Videos übermitteln. Die Erpressung wurde von ihr erfunden.

Beide Beschuldigten wurden über Anordnung der Staatsanwaltschaft Korneuburg in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert. Die Ermittlungen der Beamten der Polizeiinspektion Perchtoldsdorf sind noch nicht abgeschlossen, weitere Einvernahmen von möglichen Opfern sind bereits anberaumt.

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(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dosi am 04.08.2018 11:59 Report Diesen Beitrag melden

    Verachtung pur

    Also, das ist wirklich das Letzte! Schutzbefohlene zu missbrauchen! Können sich nicht wehren und wie in diesem Fall, es auch niemanden erzählen. Ich hoffe, beide bekommen eine langjährige Haftstrafe! Die sind gestört!

    einklappen einklappen
  • Türü am 04.08.2018 12:04 Report Diesen Beitrag melden

    Wütend und sprachlos

    Pfui Teufel, wie widerwärtig sind die denn? Ein Kind ist schon so hilflos, ein behindertes Kind kann sich überhaupt nicht wehren! Nicht einmal mitteilen! Das Mädel tut mir schrecklich leid! Den Tätern wünsch ich jene Strafe, die in ihrer Phantasie die schlimmste wäre!

  • Bella am 04.08.2018 12:51 Report Diesen Beitrag melden

    Gerechtigkeit

    Sprachlos. Hoffentlich werden diese Täter gerecht bestraft und kommen lange hinter Gitter!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Gisela am 05.08.2018 21:45 Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Mir fehlen die Worte. Ab in die geschlossene Anstalt aber Beide und das lebenslang. Das arme Mädel tut mir unendlich leid. Auch behinderte Menschen haben Gefühle, oft viel mehr als unsereins. Ich hoffe sie kann das Erlebte wenigstens etwas verarbeiten, wünsche ihr auf jeden Fall alles Liebe und Gute.

  • Eduard am 04.08.2018 22:04 Report Diesen Beitrag melden

    Lebenslang

    Ich hoffe die wandern lebenslang in den Bau. Das kanns echt nicht sein.

  • Elfie am 04.08.2018 20:25 Report Diesen Beitrag melden

    Herkunft?

    Weiß man schon ob die Täter einen Autochtonenhintergrund haben?

    • Unglaublich am 05.08.2018 06:55 Report Diesen Beitrag melden

      Einfach

      Ah ja, das kann doch unmöglich der nette Nachbar von nebenan sein. Schon gar nicht die schwer arbeitende Nachbarin. ...

    • Maria am 05.08.2018 08:07 Report Diesen Beitrag melden

      Kleingeist

      Schön, dass diese Frage kommt, dass zeigt mir, welch kleingeistiger Mensch sie sind, was wäre der Unterschied für das Opfer, macht es die Tat dann besser und schlimmer?

    • Fritz am 05.08.2018 10:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Elfie

      ja, vielleicht heißt er auch Fritz. zuerst vor eigenen Tür kehren... ;-)

    einklappen einklappen
  • Ehklar am 04.08.2018 20:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ich

    Ich vermute fast, dass die Frau als Anstifterin mit diesen abscheulichen Verbrechen Geld verdient hat. Alles restlos aufklären, für viele Jahre ab in den Häfen!

  • Eve am 04.08.2018 19:22 Report Diesen Beitrag melden

    Unvorstellbar

    Wie kann man so etwas abartiges tun?Hoffe sie werden für sehr sehr lang weg gesperrt.