Umstrittenes Urteil

16. Mai 2018 20:49; Akt: 16.05.2018 21:15 Print

Vergewaltigungsprozess: Freisprüche rechtskräftig

Die zwei 19-jährigen Asylwerber, die wegen der Vergewaltigung einer 15-Jährige vor Gericht standen sind nun rechtskräftig freigesprochen worden.

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Die umstrittenen Urteile sind rechtskräftig. Die zwei 19-jährigen Asylwerber, denen die Vergewaltigung einer 15-Jährigen in Tulln vorgeworfen wurde, sind nicht schuldig.

Die Freisprüche hatten Ende März für viel Wirbel in sozialen Netzwerken und Unverständnis auf Seiten der Geschädigten gesorgt: "Das ist ein Wahnsinn fürs Mädchen", sagte ihr Anwalt Ewald Stadler damals.

Gericht hat entschieden
Die Nichtigkeitsbeschwerde der Staatsanwaltschaft wurde nun jedoch abgewiesen. Die Urteile sind damit rechtskräftig, die beiden Angeklagten freigesprochen. Auch eine Neuauflage des Verfahrens ist damit vom Tisch.

"Für einen neuen Prozess hätte ein Urteils- oder Verfahrensfehler vorliegen müssen. Dies ist aber nicht der Fall", erklärt Staatsanwalt Leopold Bien gegenüber dem "Kurier".

Grund für den Freispruch damals: die zahlreichen Widersprüche in der Aussage des Mädchens. Einer der Burschen, jener aus Afghanistan, wird nun aber dennoch abgeschoben. Sein Asylantrag wurde nämlich in der Zwischenzeit negativ entschieden. Auch den zweiten Asylwerber aus Somalia soll das gleiche Schicksal ereilen.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Anni am 16.05.2018 21:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leider

    Leider werden nie die Opfer geschützt sondern die Tätern

    einklappen einklappen
  • habi am 16.05.2018 21:26 Report Diesen Beitrag melden

    Beschämend

    Schade für das Mädl, das keine Gerechtigkeit erfahren durfte :-( Wenigstens werdens abgeschoben.

  • Fiedler_Stefan am 16.05.2018 21:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke an die Politik die solche Leute in unser Lan

    Eine Frechheit!!!!!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Dr. Mabuse am 17.05.2018 10:16 Report Diesen Beitrag melden

    Systemänderung

    Hier gehört das System reformiert. Laienrichter in so einer heiklen Sache haben hier nichts verloren. Von mir aus, wenn einer beim Bipa einen Nagellack fladert. Aber bei Vergewaltigung?

    • ehklar am 17.05.2018 12:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Dr. Mabuse

      Das System der Laienrichter hat seine Berechtigung! Es bestünde die Gefahr, dass Urteile erpresst werden. Von der Politik genauso wie von kriminellen Banden. Und die Schuld an diesem Fehlurteil vermute ich gar nicht bei den Laienrichtern! Das Ausmaß der Einflussnahme auf die Laienrichter durch die Berufsrichterb ist auch zu groß. Das geht weit über die Erklärung der Rechtssituation hinaus!

    einklappen einklappen
  • Investigation am 17.05.2018 08:48 Report Diesen Beitrag melden

    Die Rechtssprechung

    in Ö. ist für alle Bürger einschlägiger Fälle mehr als ein Schlag ins Gesicht und Verhöhnung sämtl. Opfer,auch der Schaden an Psyche od. finanz. Aufwände kosten den Steuerzahler ein Vermögen auf zeit.Hoffentlich werden diese Unwilligen bald abgeschoben bzw. der Dritte im Bunde ausgeforscht.Nicht nur,dass dieses Urteil widerspricht,diese Justiz macht ihre Aufgaben sehr schlecht und bringt Unruhe im Volk mit SM-ähnlichen Traktionen von vorgelogener Demokratie mit Weisung von Oben...

  • ehklar am 17.05.2018 08:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ich

    Das ist ein klassisches Fehlurteil, das in die österreichische Rechtsgeschichte eingeht! Da kann der Richter begründen wie er will! MIT ZUSTIMMUNG, GEGEN SPENDENAUFRUF für die Behandlungskosten des Mädchens: Veröffentlichung der GANZEN Rechtssache, vielleicht als Buch! Erlös ans Mädchen! Die vorliegende Begründung ist ein Witz!

    • H.M. am 17.05.2018 14:42 Report Diesen Beitrag melden

      Denken vor schreiben

      Woher nehmen Sie die Akteneinsicht, um sich zu einem derartigen Kommentar hinreißen zu lassen? Kennen Sie die Vorgeschichte und das Umfeld des Mädchens? Dem Mädchen sollte mit Sicherheit geholfen werden, aber in eine ganz andere Richtung, als Ihr oberflächliches Statement es darbringt.

    • ehklar am 19.05.2018 10:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @H.M.

      Die veröffentlichte Begründung lautet, dass die Tat "sicher nicht so wie vom Opfer geschildert" passiert sein kann. Also stützt sich die Begründung auf eine "fehlerhafte Aussage" des Opfers. Das trotz der Tatsache, dass die VERMUTLICHEN Täter auch verschiedene Versionen ausgesagt und teilweise auch nachweislich gelogen haben. Also Erinnerungsmängeln einer 15!jähriger nach einer traumatischen Tat. Und "das Umfeld" des Opfers ist eine Unterstellung, und auch nicht von Relevanz. Die objektiven Tatortspuren am Körper des Mädchens stützen die Annahme von nicht einvernehmlichen Sex. Noch Fragen?

    einklappen einklappen
  • Bebe am 17.05.2018 07:43 Report Diesen Beitrag melden

    zu den wurzeln

    Ja bitte zurück zu den Wurzeln in die Heimat. Und nicht mehr zurück.

  • katja am 17.05.2018 07:12 Report Diesen Beitrag melden

    ungerechtigkeit ist nicht namenlos!

    die sind sicher untergetaucht!