Niederösterreich

03. Juli 2018 21:54; Akt: 03.07.2018 21:03 Print

Wolf riss Schaf: Jetzt Abschuss gefordert

Nach einem Wolfsriss in Mauerbach fordert die Landwirtschaftskammer neue rechtliche Möglichkeiten – bis hin zum Abschuss.

Panikmache oder begründeter Alarm? Diskussionen um den Wolf (hier ein Wolfsrudel in Allentsteig). (Bild: WWF)

Panikmache oder begründeter Alarm? Diskussionen um den Wolf (hier ein Wolfsrudel in Allentsteig). (Bild: WWF)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Nach einem Wolfsriss in Mauerbach (Bezirk St. Pölten) nahe Wien hat der Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich (LK NÖ), Hermann Schultes, in einer Aussendung am Dienstag rechtliche Möglichkeiten bis hin zum Abschuss gefordert. Der Vorfall hatte sich Mitte Juni ereignet. Bei dem Tier, das ein Schaf angefallen hatte, handle es sich laut DNA-Analyse um einen Wolf.

Ein zweites Schaf dürfte am Schreck gestorben sein, ein drittes habe sich in der Panik vermutlich selber verletzt und musste eingeschläfert werden. "Wenn der Wolf bis Mauerbach gekommen ist, dann haben wir ihn in den Siedlungen", sagte Schultes. Für ihn sei der Schutz von Menschen, Weide- und Haustieren oberstes Gebot. Im Vordergrund müsse die Regulierung des Wolfsbestandes stehen.

"Wölfe müssen beschossen werden"

"Wölfe müssen beschossen werden, wir müssen sie so erziehen, damit sie scheu werden, nur wenn sie scheu sind, werden sie die Menschen und ihre Siedlungen meiden", meinte Schultes. Die NÖ Landwirtschaftskammer forderte von der EU, dass der Schutzstatus der Wölfe geändert wird und Österreich nationale Handlungsmöglichkeiten zugelassen werden.

Die Grüne Landessprecherin Helga Krismer hatte sich zuletzt klar für den Artenschutz ausgesprochen, verbunden mit Schutzmaßnahmen für Nutztierherden und Abgeltungen für geschädigte Bauern. Der WWF hatte ein fünf Punkte umfassendes Aktionsprogramm für ein möglichst konfliktfreies Miteinander von Wolf und Mensch präsentiert - u.a. mit Herdenschutzmaßnahmen sowie Monitoring. Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) war Mitte Juni für die Einrichtung eines "Österreichzentrums" zum Wolfsmanagement eingetreten.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

(red)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Stephanie am 03.07.2018 22:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es ist ein Wolf....

    na was soll der Wolf sonst machen? Spargel stechen?!?! ;)

    einklappen einklappen
  • Wolfus Jagius am 04.07.2018 01:18 Report Diesen Beitrag melden

    Wolf

    Weißt.. Da werden in Österreich und auch im Rest der Welt unzählige hochgezüchtete Nutztiere systematisch geschlachtet und jetzt tötet der nach Jahren wieder ansässige Wolf ein paar Tiere und schon muss er gejagt und vertrieben werden. Ab und zu fragt man sich echt, ob manche Dinge an perversität noch übertrieben werden können.

    einklappen einklappen
  • Waldläufer am 04.07.2018 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    Liebe naturfremden Städter,

    schlaft mal eine Nacht im Wald, in einem Wolfgebiet, dann reden wir weiter.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Lena am 02.08.2018 00:07 Report Diesen Beitrag melden

    Sollen sie verhungern?

    Das sind im Grunde genommen scheue Hunde ohne dosenfutter da sollte man entweder im Wald Reste vom Metzger verstecken immer an verschiedensten stellen oder die Schafe die alt oder krank oder nicht zu heilen sind in den Wald lassen Die Wölfe wurden endlich wieder angesiedelt und jetzt soll man sie wieder abschießen da seh ich keinen Sinn und für Menschen sind sie insofern keine Bedrohung da sie uns außer bei minus 40 Grad aus dem Weg gehen

  • Tori am 05.07.2018 08:57 Report Diesen Beitrag melden

    Stadt - Land

    Ich bin in den Alpen aufgewachsen (1250m Seehöhe) und lebe nun seit bald 30 Jahren in Wien und ja, der geborene Großstädter hat im allgemeinen ein recht verschobenes oder auch verklärtes Bild vom wahren Landleben, sowie der Landmensch von dem Großstadtleben auch. Kenne die absurdesten Geschichten von beiden Seiten. Meiner Meinung nach, sollte man das "Wolfsproblem" auch von denjenigen lösen lassen, die davon unmittelbar betroffen sind.

  • Mela ich am 04.07.2018 21:03 Report Diesen Beitrag melden

    Es wird immer propleme geben.

    Schon mal Wolfurin propiert, Quasi als Fremdrevier markieren. Habe ich mal gelesen. Sonst hilft wirklich nur noch ein Betäubung Schuss um ihn weiter weg zu bringen. Umbringen wäre ja auch keine Lösung.

  • Jack Daniels am 04.07.2018 18:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mal anders..

    der Mensch hat schon viele Andere getötet. Mensch zum Abschuss freigeben?

  • Waldläufer am 04.07.2018 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    Liebe naturfremden Städter,

    schlaft mal eine Nacht im Wald, in einem Wolfgebiet, dann reden wir weiter.