Schwere Tierquälerei

28. September 2012 13:08; Akt: 10.10.2012 11:01 Print

100 Tiere ohne Wasser und Futter allein gelassen

Auf einem Hof in Terwang (Bezirk Braunau) spielte sich unfassbares Tierleid ab: Rund 100 Tiere lebten dort unter unvorstellbaren Bedingungen - im Kot stehend, ohne Futter oder Wasser.

 (Bild: Fotolia)

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Die Pfotenhilfe Lochen wurde auf den Hof einer 49-Jährigen aufmerksam und machte am Donnerstag mit dem Amtstierarzt die grausige Entdeckung: 60 Schafe, 24 Schweine, zwei angeleinte Schäferhunde und mehrere Esel, Perlhühner und Pfaue wurden lebend gefunden, jedoch: Die Schweine mussten in ihrem eigenen 50 Zentimeter hohen Kot stehen und die Schafe waren stark abgemagert. Auch die Esel waren auf engstem Raum zusammengepfercht.

Ein Schaf, ein Esel und eine Ziege waren bereits tot. Die Ziege war zuvor offensichtlich aus ihrem Gehege entkommen und von den angeketteten Hunden gerissen worden. Die Besitzerin, die laut APA selbst nicht auf dem Hof wohnt, wurde nun wegen Tierquälerei angezeigt.

Tiere in extrem schlechtem Zustand

"Anscheinend hatten die Tiere nicht einmal Futter und Wasser zur Verfügung und waren in extrem schlechtem Zustand", berichtet Johanna Stadler, Geschäftsführerin der Pfotenhilfe Lochen. "Laut Nachbarn gab es hier immer wieder verendete Tiere, doch lange wurde nichts unternommen. Außerdem bieten wir an, einige der verwahrlosten Tiere zu übernehmen und sie medizinisch zu versorgen."

Bereits vor einigen Wochen nahm die Pfotenhilfe Lochen mehrere unkastrierte Katzen auf, die in der Nachbarschaft herumstreunten und wahrscheinlich zu dem Hof gehörten. Sie wurden mittlerweile kastriert, geimpft und gechipt.

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