28. April 2010 00:24; Akt: 20.07.2010 09:00 Print

100 Millionen Euro Sparpotenzial!

OÖ Parteien ernennen Experten für Kommission, die Kostendämpfung im Gesundheitsbereich bringen soll. Landeshauptmann-Vize Josef Ackerl (SPÖ) spricht sich für den Ankauf neuer Herzkatheter-Geräte aus.

Fehler gesehen?

Die Pläne für eine Spitalsreform im Bundesland sind noch in der Anfangsphase, doch bereits jetzt
zeichnet sich eine hitzige Polit-Diskussion um die Zukunft der heimischen Gesundheitsversorgung ab.



Etwa 100 Millionen Euro sollen durch Strukturmaßnahmen hereingeholt werden. Spitalsschließungen hat
Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) aber bereits ausgeschlossen.

Ein wichtiger Diskussionspunkt wird
der vor der Wahl fixierte Ankauf neuer Herzkatheter-Geräte für die Krankenhäuser Ried, Steyr und Vöcklabruck
werden.

Nach der Wahl wurden seitens der Politik bereits Bedenken ob der Sinnhaftigkeit der zusätzlichen
Infarkthilfe angemeldet.

Ärztekammer arbeitet an Positionspapier

Sie würde Zusatzkosten von 20 Millionen Euro jährlich verursachen. LH-Stellvertreter
Josef Ackerl (SPÖ) hält nun jedoch an der Anschaffung fest:

Ich gehe davon aus, dass das Wahlversprechen auch
eingehalten wird. Unterdessen bereiten sich Spitalsbetreiber wie Ärzteschaft auf die kommenden Veränderungen
vor. Die Ärztekammer arbeitet derzeit fieberhaft an einem Thesenpapier, in dem vor allem die Grundversorgung
genau definiert wird.

Erste Reform-Ergebnisse sollen in der zweiten Jahreshälfte vorliegen.