Weltweit kein Gegengift

17. September 2012 21:45; Akt: 18.09.2012 18:49 Print

Nach Schlangenbiss auf Intensiv-Station

Sein gefährliches Hobby könnte einem Oberösterreicher das Leben kosten: Johann S. (35) aus Schwanenstadt besitzt 30 hochgiftige Schlangen. Jetzt wurde er von einer gebissen. Das Drama: Nirgendwo auf der Welt ist ein heilendes Gegengift aufzutreiben!

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(Bild: BPD/Christian Kloibhofer)

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Ärzte aus Oberösterreich und Spezialisten aus München telefonieren derzeit in der ganzen Welt herum, fragen Kollegen um Rat: Denn bei der Schlange, die Sonntagabend einen Familienvater und Reptilienexperten attackierte, handelt es sich um eine seltene MacMahon-Viper.

Sie ist im afghanisch-pakistanischen Raum heimisch, bei europäischen Reptilienhaltern kaum zu finden – und extrem giftig! "Es gibt niemanden, der mit dieser Schlangenart Erfahrung hat. Es ist auch schwer, ein Gegengift aufzutreiben. Wir versuchen derzeit alles, derzeit ist aber kein Serum verfügbar", sagt der behandelnde Arzt, Primar Dr. Günther Sumann.

Primar Sumann gibt aber auch Entwarnung: "Wie es jetzt aussieht, wird der Patient überleben – auch wenn wir kein Gegengift auftreiben können".

Wie von "Heute" exklusiv berichtet, wurde der Oberösterreicher (35) daheim von seiner Viper gebissen - der Oberösterreicher besitzt seine Schlangen legal, hielt alle Sicherheitsbestimmungen sorgsam ein - liegt seither auf der Intensivstation.

Robert Loy