Kritik an Regierung

08. Februar 2018 19:56; Akt: 08.02.2018 21:23 Print

Abmeldungswelle nach Gebühr für Kindergarten

In Oberösterreich kommt es nach der Wiedereinführung der Nachmittagsgebühr in Kindergärten durch die Regierung zu Massenabmeldungen.

OÖ: Eltern wütend über Nachmittagsbetreuungs-Gebühren. (Video: Glomex)

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Seit 1. Februar 2018 zahlen Familien mit einem Einkommen von 1.400 Euro mindestens 42 Euro, ab einem Einkommen von 3.700 Euro höchstens 110 Euro für die Nachmittagsbetreuung im Kindergarten. Einige gemeinden und Städte setzen eigene Modelle um, kosten soll die Betreuung aber überall etwas. Die im ÖVP-FPÖ-Arbeitsübereinkommen umgesetzte Gebühr sorgte von Anfang an für Kritik.

Umfrage
Darf der Kindergarten am Nachmittag etwas kosten?
69 %
30 %
1 %
Insgesamt 266 Teilnehmer

Nun beginnt eine wahre Abmeldungswelle in den Kindergärten. In Steyr wurden rund 50 Prozent der Kinder (170 von 320 Kindern) abgemeldet, in Wels rund ein Drittel. Von vielen Gemeinden stehen die Zahlen noch aus, Eltern sind aber insgesamt wenig begeistert. Auch deswegen, weil das Land die Gruppen- und Sonderförderungen gekürzt hat.

Kosten noch nicht abschätzbar

Sorgen bereitet den Gemeinden, dass es nun zu Jobverlusten kommen könne. Vorerst sollen befristete Dienstverhältnisse nicht verlängert werden. Zudem ist unklar, wie viel die neue Regelung überhaupt Geld einspart. Denn durch den Verwaltungsaufwand und die gekürzten Förderungen enstehen neue Kosten – im Fall von Steyr allein geht es um einen sechsstelligen Betrag, sagt Vizebürgermeisterin Ingrid Weixlberger (SPÖ). Insgesamt seien die Kosten noch nicht abschätzbar.


OÖ: Austrittswelle in Kindergärten. (Video: Glomex)

Die Welser Stadträtin Margarete Josseck-Herdt (FPÖ) beruft sich dagegen laut "ORF" auf eine "Bereinigung", es seien bisher viele Kinder angemeldet gewesen, bei denen ein Elternteil sowieso zu Hause sei. Eltern dürften sich nicht "zurücklehnen". Auch in Linz, wo es ein günstigeres Modell gibt, werden Abmeldungen von rund zehn Prozent der Kinder erwartet. Die SPÖ nannte die Gebühr eine "Kindergarten-Strafsteuer", die Grünen ebenfalls eine "Strafsteuer".

(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rebell am 08.02.2018 20:10 Report Diesen Beitrag melden

    Wer abmeldet braucht es nicht

    Wenn sich jemand 42 nicht leisten kann, dann sollte man vll überlegen ob man auf Zigaretten und Bier verzichten sollte.. Abgesehen davon wenn man die Kinder jetzt einfach ab meldet dann hatte man den Bedarf ja gar nichtnicht sondern hat einfach die Kinder gratis abgeschoben!!! Pfui Teufel solche Eltern!!!

    einklappen einklappen
  • franka am 08.02.2018 21:07 Report Diesen Beitrag melden

    was

    Hätten wir damals gemacht? Wir mussten für unsere Kinder 360 Euro zahlen. Heute gibt es ihn fast gratis. Und wirklich zahlende Eltern bzw berufstätige bekommen gar keinen

  • Ich74 am 08.02.2018 22:04 Report Diesen Beitrag melden

    Wers net braucht,solls halt net nutzen...

    Mussten auch bei unserer Großen noch 230 im Monat berappen...für die Kleine nicht mehr...dafür aber wiederum für'n Hort (wo sie max. 2 1/2Std. ist) 220...verstehe also die Aufregung nicht... diejenigen,die nur ein kleines Einkommen haben,bekommen (soweit ich weiß) Vergünstigungen...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kindergartentante am 09.02.2018 13:43 Report Diesen Beitrag melden

    Ich kenne kein Paar das 40 Std arbeitet

    Ich kenne keine einzige Frau mit Kindern die einen 40 Stunden Job hat und den Nachmittagskindergarten wirklich braucht. Abgesehen davon wenn beide Eltern je 40 Std. Arbeiten dann dürften 42,- eur / Monat kein Problem darstellen.

  • Strolchy52 am 09.02.2018 11:48 Report Diesen Beitrag melden

    keiner

    Diese Leute bekommen Kindergeld,Familienbeihilfe....davon können sie locker die Gebühren zahlen.Natürlich nur wenn man das Geld auch für die Kinder verwendet..so wie es vorgesehen ist.

  • Sandra am 09.02.2018 07:40 Report Diesen Beitrag melden

    Folgen einer rot-grünen Geburtenplanung

    Wer für den Lebensunterhalt seines Kindes nicht selbst aufkommen kann, sollte auch keines zur Welt bringen. Es kann nicht sein, dass der Staat jeden bis zur Pension durchfüttert. Die rot-grüne Regierung hat jahrelang sog. Gebärmaschinen (Frauen, die im Jahresrhythmus Kinder produzieren aber sich nicht um den Nachwuchs kümmern) und den Familienzuzug aus dem Ausland gefördert, statt österr. Familien unterstützt. Wen wunderts, dass kaum noch Österreicher auf die Welt kamen.

  • pferdchen150273 am 09.02.2018 07:24 Report Diesen Beitrag melden

    kiga

    kann die aufregung nicht verstehen. mußte für meine tochter über 300 euro monatlich bezahlen u das obwohl wir keine großverdiener waren. es kann nicht immer alles gratis sein denn zahlen müssen es die die brav hakeln gehen

  • Peter peace am 09.02.2018 07:20 Report Diesen Beitrag melden

    Wichtigkeit

    42-110 Euro. Massenabmeldungen deswegen. Da sieht man wie wichtig es war sein Kind von früh bis spät in den Kdg zu stecken wenn man nun nicht 40-110 dafür zahlen kann (will)