Attacke bei Wels

07. März 2018 18:49; Akt: 07.03.2018 18:49 Print

Bub (13) mit Ast schwer verletzt: "Sind schockiert"

von Michael Prieschl - Ein Bursch (13) wurde von einem Unbekannten mit einem Ast schwer verletzt. Der Vater des Buben sagt im Gespräch: "Wir sind schockiert".

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Die Fotos vom Krankenbett des Welser Spitals sind schockierend: Das Gesicht des 13-jährigen Muslim ist dick angeschwollen, sein Auge komplett zu. Eine tiefe Wunde zieht sich quer über das Gesicht.

Sein Vater Aslan Maksharipov ist noch immer schockiert. Im Gespräch mit "Heute" erzählt er, wie sein Sohn im beschaulichen Stadl-Paura (Wels-Land) so furchtbar zugerichtet wurde.

So kam es zu der Attacke

"Es ist am Dienstag gegen 16 Uhr passiert. Ich war mit meiner Frau beim Finanzamt, unsere Buben haben in der Nähe auf einem Spielplatz gespielt. Plötzlich ist ein Mann zu ihnen gekommen, hat zu Pöbeln begonnen, weil mein Sohn eine Tarnhose angehabt hat".

Fremdenfeindlichkeit als Auslöser?

Der Unbekannte dürfte dann geschimpft haben: "Bist du beim Bundesheer oder wie?". Der Vater weiter: "Als mein Sohn dann im Gespräch erwähnt hat, dass er aus Russland kommt, ist er plötzlich auf ihn losgegangen".

Die Burschen versuchten wegzulaufen, der Mann hielt den Älteren aber fest, schlug mit einem Ast brutal auf ihn ein. Der jüngere Bub Ismael (12) konnte seinen Bruder losreißen, dann rannten die beiden Burschen davon. Der Schläger flüchtete.

"Es ist ein Wahnsinn"

"Als ich mit meiner Frau nach Hause gekommen bin, fanden wir unseren Buben schwer verletzt". Sofort fuhr der Vater mit seinem Sohn ins Welser Spital, wo er stationär aufgenommen werden musste. "Er musste zum Glück nicht operiert werden", so Maksharipov. "Wir sind immer noch schockiert, es ist ein Wahnsinn".

Der Vater hofft jetzt, mit einem Facebook-Posting Hinweise auf den Täter zu bekommen.

Die Polizei beschreibt den Mann in einer Aussendung so: "Der Täter war etwa 20 bis 25 Jahre alt, ca. 180 cm bis 185 cm groß, schlankes Gesicht, normale Statur, bekleidet mit schwarzer Kapuzen-Jacke ohne Ärmel, kein Unterleibchen oder Pullover darunter, blaue Jeans-Hose. Er trug keinen Bart und war offensichtlich zu Fuß unterwegs."


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jawollus am 07.03.2018 19:54 Report Diesen Beitrag melden

    Details

    Zur Täterbeschreibung: Er hat ein schmales Gesicht, eine schwarze Kapuzenjacke ohne Ärmel, ist zwischen 180 und 185 gross usw usw usw? Aber Hautfarbe, Akzent etc hat er nicht? Erstaunlich, dass solche Details bei einer solch filigranen Täterbeschreibung fehlen...

  • Steffl F. am 07.03.2018 19:54 Report Diesen Beitrag melden

    Ast

    Gleich 2 grosse Nachrichten über dieses Kind. Wenn es Kinder von Österreicher trifft, die Täter arab. Männer waren, wird entweder gar nicht, oder Wochen danach berichtet.

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  • Jawollus am 07.03.2018 19:58 Report Diesen Beitrag melden

    Beschreibung

    Übrigens: Eine geniale Erwähnung in der Täterbeschreibung, dass der Täter zu Fuß unterwegs war! Das erinnert mich an jene geniale Täterbeschreibung von 2011 oder 2012, dass der damals gesuchte Täter an seiner "silbernen Pistole" zu erkennen sei.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Anonym am 09.03.2018 09:14 Report Diesen Beitrag melden

    Schlimm

    Finde es ekelhaft wie manche hier mit ihren Vorurteilen um sich werfen ohne dabei gewesen zu sein oder das Kind bzw. die Eltern zu kennen. Natürlich hört man sehr vieles von den Ausländern keine Frage, aber dazu muss man sagen schätzungsweise 60-70% sind Afghanen! Will keinen angreifen, jedoch ist es so. Von Tschetschenen hört man weit nicht so viel oder anderen Nationen. Ich selbst kenne sehr viele Tschetschenen, Bosner etc. und hab keine negativen Erfahrungen! Natürlich kann man nicht eine Nation in einen Topf werfen, aber es gibt auch solche und solche Österreicher.

  • Peter Parker am 08.03.2018 11:47 Report Diesen Beitrag melden

    Muslim

    Sagt man auch die Stichwunde des 67 jährigen Christen ...?

    • Anton Mayer am 08.03.2018 15:44 Report Diesen Beitrag melden

      seltsames Posting

      erstens steht alles darüber in etlichen anderen Beiträgen, und zweitens, woher weißt du, dass er Christ ist?

    • Anonym am 09.03.2018 09:05 Report Diesen Beitrag melden

      @Peter Parker

      Ihnen ist schon bewusst, dass Muslim der Name des Kindes ist?

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  • bigo100uk am 08.03.2018 11:36 Report Diesen Beitrag melden

    umgekehrt

    tja normalerweise ist es umgekehrt, da werden Österreicher von Tschetschenen verprügelt....was es alles gibt

  • Kfir am 08.03.2018 11:11 Report Diesen Beitrag melden

    Vielleicht

    stellt sich am Ende heraus, dass es doch ganz anders war? Vielleicht hat der Tschetschenen-Vater zu in seiner Heimat üblichen Erziehungsmaßnahmen gegriffen?

    • Anonym am 09.03.2018 09:06 Report Diesen Beitrag melden

      VORURTEILE

      Ich kenne sehr viele Tschetschenen und keiner von ihnen schlägt seine Kinder, also aufpassen mit solche Vorurteile aufgrund der Herkunft!

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  • Erwachsener am 08.03.2018 10:00 Report Diesen Beitrag melden

    Kann man glauben oder nicht.

    Ein Erwachsener braucht für so ein Kind keinen Stock. Da spielen zwei Kinder im Wald und einer kommt mit schweren Verletzungen heim. Wer wars? Ein Fremder. Und die Eltern waren zum Tatzeitpunkt beim Finanzamt. Haben sicher Steuernachzahlungen abgeliefert... LOL

    • Kfir am 08.03.2018 11:12 Report Diesen Beitrag melden

      Also,

      ich bin noch nicht von diesem G'schichterl überzeugt.

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