Mutter verzweifelt

08. Juli 2017 10:42; Akt: 08.07.2017 11:12 Print

Mama flieht vor Schläger, jetzt ist Kindergeld weg

Sie hielt es nicht mehr aus: Eine Mutter floh in OÖ mit ihrem Baby vor dem gewalttätigen Freund -nun bekommt sie kein Kinderbetreuungsgeld mehr!

Symbolfoto (Bild: Fotolia)

Symbolfoto (Bild: Fotolia)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Mama tauchte in einer Nacht- und Nebelaktion mit ihrem Kind ab, um von ihrem prügelnden Partner wegzukommen. Sie ist in Oberösterreich bei einer Verwandten untergekommen und hat auch hier ihren Wohnsitz angemeldet.

Für die Ummeldung des Kindes hätte sie aber die Zustimmung des Obsorge-berechtigten Vaters benötigt, was dieser verweigert hat.

Die Mutter beantragte bei Gericht die Zustimmung zur gemeinsamen Hauptwohnsitzmeldung mit dem Kind. Bis zur Zustimmung seien jedoch drei Monate vergangen, und ab dem zweiten Monat habe die zuständige Gebietskrankenkasse die Zahlung des Kinderbetreuungsgeldes eingestellt.

Gesetz verlangt gemeinsamen Wohnsitz

Der Grund: Mutter und Kind lebten zwar gemeinsam, waren aber nicht wie vorgeschrieben an einem gemeinsamen Wohnsitz gemeldet.

Nicht nur hat die Frau kein Kinderbetreuungsgeld mehr bekommen, sondern die Gebietskrankenkasse hat sogar einen Teil des bereits ausbezahlten Kindergeldes zurückgefordert, worauf die arbeitslose Mutter auch noch mehr als 1.000 Euro hätte zurückzahlen müssen.

Die Vorgehensweise entspreche zwar dem Buchstaben des Gesetzes, so die jetzt einschreitende Arbeiterkammer OÖ. In derartigen Fällen brauche es aber dringend eine Ausnahmeregelung.

(Red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • baldauszuckender am 08.07.2017 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Klaro

    einer Österreicherin kann man ja das Geld streichen, dann ist mehr für Asylanten da.

  • Sab. am 08.07.2017 13:39 Report Diesen Beitrag melden

    Na bitte, das kann's ja echt nicht sein...

    Wie unmenschlich ist das denn? Kann man da bitte sein Hirn einschalten und danach handeln? Wenn Frauen aus diesem Grund mit ihren Kindern bei gewalttätigen Männern bleiben, wundert sich hinterher jeder, warum sie nicht gegangen sind und totschlagen lassen... Ist ja echt das Letzte....

  • Mina am 08.07.2017 14:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was ja klar

    Da sieht man wieder , die man uns (das Volk) unterdrücken will ! Gratulation für diese tolle Leistung . Unfassbar sowas !

Die neusten Leser-Kommentare

  • Wolfgang Rohrschacher am 08.07.2017 18:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Logik

    Wenn Frau und Kind vom Freund totgeschlagen sind hat man keine Kosten mehr. Die Logik der Bürokratie.

  • myopinion am 08.07.2017 15:36 Report Diesen Beitrag melden

    Unfassbar

    Na da hat die Gebietskrankenkasse wieder sehr menschlich gehandelt. Aber schön, dass alles gesetzeskonform war, nach Punkt u. Beistrich.... Die Frau hätte sich offenbar weiterhin schlagen lassen sollen, damit die Krankenkasse zufrieden ist oder wie?

  • fuhrinat am 08.07.2017 14:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kindergeld

    Ja ja die Bürokratie wo spricht da das Herz. Solche Fälle sind individuell zu bearbeiten

  • Mina am 08.07.2017 14:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was ja klar

    Da sieht man wieder , die man uns (das Volk) unterdrücken will ! Gratulation für diese tolle Leistung . Unfassbar sowas !

  • Sab. am 08.07.2017 13:39 Report Diesen Beitrag melden

    Na bitte, das kann's ja echt nicht sein...

    Wie unmenschlich ist das denn? Kann man da bitte sein Hirn einschalten und danach handeln? Wenn Frauen aus diesem Grund mit ihren Kindern bei gewalttätigen Männern bleiben, wundert sich hinterher jeder, warum sie nicht gegangen sind und totschlagen lassen... Ist ja echt das Letzte....

>