700 Euro ergaunert

21. Januar 2018 11:10; Akt: 21.01.2018 12:27 Print

Lebensretter war in Wirklichkeit ein Betrüger

Fast ein Jahr suchte Josef S. (80) nach seinem Lebensretter. Schließlich meldete sich ein Mann. Doch es stellte sich heraus, dass es sich um einen Betrüger handelte.

Im Mai 2016 hatte das Opfer seinen schweren Unfall. (Bild: FF Bad Ischl)

Im Mai 2016 hatte das Opfer seinen schweren Unfall. (Bild: FF Bad Ischl)

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Der Pensionist aus Ebensee wurde am 30. Mai 2016 bei einem Verkehrsunfall auf der Fahrt nach Bad Ischl (Bez. Gmunden) ohne Fremdverschulden schwer verletzt und im deformierten Pkw eingeklemmt.

Ein bislang unbekannter Verkehrsteilnehmer rettete ihn damals aus dem zu brennen beginnenden Pkw und übergab ihn den Rettungskräften. Nach seiner Genesung wollte sich der Pensionist bei dem unbekannten Lebensretter bedanken und startete einen Aufruf in der Lokalpresse und im Internet.

Doch erst am 19. Juli 2017 meldete sich ein 31-jähriger Mann aus Bad Ischl und stellte sich als jenen Helfer vor, der ihn aus dem Fahrzeug rettete. Der Pensionist lud aus Dankbarkeit für die vermeintlich erfolgte Lebensrettung ihn und seine Freundin zum Essen ein. Der 31-Jährige nahm auch die Geldbelohnung entgegen.

Doch es kam noch dreister: In den Folgewochen nützte der vermeintliche Lebensretter die Dankbarkeit des Pensionisten aus und borgte sich von ihm insgesamt 700 Euro, die er bis heute nicht zurückbezahlte.

Schließlich ging Josef S. zur Polizei. Und dann kam alles ans Licht: Der 31-Jährige hatte im Mai 2016 nur die Unfallstelle als bereits Feuerwehr, Rettung und die Polizei vor Ort waren passiert.

Der Mann wird wegen Verdacht des Betruges bei der Staatsanwaltschaft Wels angezeigt.


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(gs)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Konfusius am 23.01.2018 14:17 Report Diesen Beitrag melden

    Solcher Retter bedarf es nicht wirklich!

    Solcher Retter gibt es schon immer. Die Überraschung über derartige Fälle dürfte nicht allzu groß sein.

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  • Konfusius am 23.01.2018 14:17 Report Diesen Beitrag melden

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    Solcher Retter gibt es schon immer. Die Überraschung über derartige Fälle dürfte nicht allzu groß sein.