Wie im Actionfilm

13. September 2017 11:30; Akt: 13.09.2017 13:39 Print

Verfolgungsjagd: Bedingte Haftstrafe für 18-Jährigen

Eine wilde Verfolgungsjagd lieferte ein damals 17-Jähriger im März dieses Jahres der Linzer Polizei. Am Mittwoch stand der junge Mann vor Gericht.

Am Mittwoch musste sich der 18-Jährige vor Gericht verantworten. (Bild: Harald Dostal)

Am Mittwoch musste sich der 18-Jährige vor Gericht verantworten. (Bild: Harald Dostal)

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Szenen wie in einem Actionfilm spielten sich in der Nacht auf 11. März 2017 in der Linzer Industriezeile ab. Ein damals 17-Jähriger, der keinen Führerschein besaß, lieferte sich eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei.

Zwölf Streifenwagen verfolgten ihn, einige soll er während der Fahrt abgedrängt haben. Eine Straßensperre stoppte schließlich seine Amokfahrt, bei der der Raser zum Schluss nur mehr auf Felgen unterwegs war. Beobachter erinnerte der Fall an das Action-Spiel GTA (Grand Theft Auto).

Am Mittwoch musste sich der inzwischen 18-Jährige vor dem Landesgericht Linz wegen Urkundenunterdrückung, vorsätzlicher Gemeingefährdung und Widerstand gegen die Staatsgewalt verantworten.

Wegen dieser Delikte wurde der junge Mann zu vier Monaten bedingter Haft verurteilt. Das Urteil ist bereits rechtskräftig. Vorm Prozess wirkte der junge Mann wenig schuldeinsichtig: Er ging mit einem leichten Grinsen im Gesicht zum Gerichtssaal.

Die Vorgeschichte im Detail:
Der 18-Jährige soll sich im Jahr 2016 einen (nicht zugelassenen) Audi A4 gekauft haben, auf dem er schließlich kurz vor der Amokfahrt die Kennzeichen vom Auto seines Onkels montiert haben soll.

Nach dem Besuch eines Clubs fiel Linzer Polizisten auf, dass der Beschuldigte sein Fahrzeug auf der Industriezeile rasant beschleunigte und ruckartige Bewegungen machte.

Die Polizeibeamten wollten ihn deshalb kontrollieren und folgten dem 18-Jährigen mit Blaulicht und Lichthupe, was der Beschuldigte aber ignoriert haben soll.

Nach Anforderung von Verstärkung, soll der 18-Jährige beschleunigt haben. Er soll auf der stark frequentierten Industriezeile gerast sein, teilweise sogar auf der Fahrspur des Gegenverkehrs.

Durch abruptes Ausscheren nach rechts und links und ungebremstes Zufahren auf die Polizeifahrzeuge soll er zumindest sieben Polizeiwagen abgedrängt, oder zum Ausweichen oder Anhalten gezwungen haben.

Hier ist die Route der Verfolgungsjagd:

(rs)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Markus Humpf am 13.09.2017 13:12 Report Diesen Beitrag melden

    Frechheit

    4 Monate Bewährung dafür dass er Fußgänger, Radfahrer, andere Autofahrer u die Polizei gefährdet? Da passt auch was nicht...

  • Friedrich Kendrat am 13.09.2017 13:35 Report Diesen Beitrag melden

    nauja...

    wird sich an nix erinnern könne, psychischer Ausnahmezustand, seelische Spannungen, Trauma....man kennt das Gewäsch ja bereits...

  • katja am 13.09.2017 14:13 Report Diesen Beitrag melden

    urteil mit herz!

    eine wirklich putzige strafe- 4 monate bedingt!

Die neusten Leser-Kommentare

  • opachello am 13.09.2017 18:58 Report Diesen Beitrag melden

    Justiz=Skandal

    Bekommt man den Mag.jur. jetzt schon ohne Allgemeinbildung? Oder hat's der Papa gerichtet? Dürfen in Österreich auch Strohtristen studieren?

  • Inko Gnito am 13.09.2017 16:08 Report Diesen Beitrag melden

    Schuldfrage

    Man weiß nicht mehr wer am schleichenden Untergang Österreichs mehr Schuld hat - Justiz oder Politiker. Mir tun meine Enkel leid, sehr leid!!!

  • katja am 13.09.2017 14:13 Report Diesen Beitrag melden

    urteil mit herz!

    eine wirklich putzige strafe- 4 monate bedingt!

  • Friedrich Kendrat am 13.09.2017 13:35 Report Diesen Beitrag melden

    nauja...

    wird sich an nix erinnern könne, psychischer Ausnahmezustand, seelische Spannungen, Trauma....man kennt das Gewäsch ja bereits...

  • Markus Humpf am 13.09.2017 13:12 Report Diesen Beitrag melden

    Frechheit

    4 Monate Bewährung dafür dass er Fußgänger, Radfahrer, andere Autofahrer u die Polizei gefährdet? Da passt auch was nicht...

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