"Einbandagiert"

07. Februar 2018 08:11; Akt: 07.02.2018 08:15 Print

Schießstand-Drama: Jetzt spricht Frau des Opfers

Nach der Explosion auf einem Schießstand in Desselbrunn (OÖ) liegt eines der Opfer mit schweren Verbrennungen im Spital. "Heute" sprach mit seiner Gattin.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Am Wochenende erschütterte die Nachricht vom Tod des zweifachen Familienvaters Rudi K. (50) aus Eberstalzell (Bez. Wels-Land) das ganze Land.

Der 50-jährige Hobbyschütze machte mit Betreuer Franz I. (61) Schießübungen auf dem Areal des Jagdschutzverbandes in Desselbrunn (Bez. Vöcklabruck), als im angrenzenden Munitionslager ein Brand ausgebrochen sein dürfte (wir berichteten).

Spekuliert wird, dass eine heiße Patronenhülse das Feuer auslöste. Dies dürfte zu einer explosionsartigen Kettenreaktion geführt haben.

Während seit Montag die Ermittler des Landeskriminalamtes vor Ort die genaue Ursache ermitteln, erholt sich der Betreuer im Landeskrankenhaus Salzburg von seinen schweren Verletzungen.

"Mein Mann ist komplett einbandagiert"

"Heute" erreichte am Dienstag seine Ehefrau am Telefon in Eberstalzell. "Er ist zum Glück außer Lebensgefahr und liegt auf der Normalstation. Er hat schwere Verbrennungen, sein ganzer Körper ist einbandagiert", so die Gattin, die anfügt: "Er war von Anfang an ansprechbar. Ich bin jeden Tag bei ihm, kann rund zwei Stunden bleiben. Sonst darf außer den Ärzten aber keiner zu ihm."

Wie der weitere Vorgang im Krankenhaus ist, konnte die Gattin im Interview nicht beantworten.

Die Ermittlungen am Schießstand werden indes noch andauern. Die Beamten sind nicht mehr vor Ort, das Areal wurde wieder versiegelt. "Wir haben sämtliche relevante Gegenstände mitgenommen und werden diese bei uns im Labor untersuchen", so Spurensicherer Erwin Kepic zu "Heute".

"Pulver-Teppich" löste Explosion aus

Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass eine heiße Patrone aus einem Gewehr Ursache des Unglücks war. Wie orf.at berichtet, dürfte diese beim Einschießen des Gewehres auf einen mit Pulverrückständen kontaminierten Teppich gefallen sein. Beim Versuch der beiden Schützen, den Teppich aus dem Schießstand zu tragen, dürfte sich das Pulver entzündet – und zur Explosion geführt haben.

Das könnte Sie auch interessieren

(mip)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.