Irrer Fall in Steyr

14. Juni 2018 14:05; Akt: 14.06.2018 14:06 Print

Drogenbauer schlug zu, stahl Schwert und Urne

Ein 30-Jähriger wurde in Steyr verprügelt und ausgeraubt, weil er sich in einen Streit unter Drogen Anbauer einmischte.

Der Streit um eine Cannabis-Plantage hatte für einen 30-Jährigen schmerzhafte Folgen. (Bild: iStock)

Der Streit um eine Cannabis-Plantage hatte für einen 30-Jährigen schmerzhafte Folgen. (Bild: iStock)

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Drei Burschen (20,20 und 23) waren über die Aufteilung der Cannabis-Ernte ihrer Indoor-Plantage im Jänner diesen Jahres in Streit geraten. Drohungen und Erpressungen sollen an der Tagesordnung gestanden sein.

Laut Polizei haben sich die drei über mehrere Monate hinweg immer wieder zu Aussprachen getroffen. Der 20-jährige Hauptbetreiber der Cannabis Plantage soll dabei zum eigenen Schutz von einem 30-jährigen Freund begleitet worden sein.

Im März soll die Situation dann völlig eskaliert sein. Der 20-Jährige soll mit zwei Freunden den 30-jährigen Steyrer vor dessen Wohnhaus abgepasst haben. Mehrere Male sollen ihm die Männer brutal mit der Faust und den Füßen gegen den Kopf und Körper geschlagen und getreten haben. – Anschließend dann die Geldtasche und das Handy geraubt.

Der 30-Jährige wurde so schwer am Kopf und der Hand verletzt, dass er mehrere Male operiert werden musste. Bleibende Folgeschäden sind nicht auszuschließen.

Die Angreifer waren bereits einschlägig vorbestraft. Sie befinden sich derzeit in Untersuchungshaft in der Justizanstalt Garsten, zeigen sich teilweise geständig.

Außerdem: Urne gestohlen
Der 20-Jährige Haupttäter soll auch Schmuck von Gräbern entwendet und später verkauft haben. Bei einer Hausdurchsuchung wurden Teile des gestohlenen Grabschmucks gefunden.

Skurril: Dem Bursch konnte nachgewiesen werden, dass er unter anderem aufwendig gestaltete Schwerter von Grabstätten abgebrochen und sogar ein zwei Meter hohes mit Kupfer überzogenes Holzkreuz mitgenommen hat.

Das Diebesgut wurde mit einer Scheibtruhe vom Friedhof abtransportiert und in der Steyrer Wohnung zwischengelagert ehe es an einen Buntmetallhändler veräußert wurde.

Auch eine Urne hat der 20-Jährige mitgenommen.

Er soll insgesamt 33 Diebstähle mit einer Gesamtschadenssumme von rund 38.000 Euro begangen haben.

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(cru)

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