Land OÖ muss sparen

22. Oktober 2017 15:18; Akt: 22.10.2017 15:18 Print

Studiengebühren und Aus für Gratis-Kindergarten

Sparen ist angesagt im Land: ÖVP und FPÖ planen deshalb massive Einschnitte, die wohl auch die Bevölkerung zu spüren bekommen wird.

LH Thomas Stelzer (ÖVP, re.) und LH-Stv. Manfred Haimbuchner  (FPÖ) müssen sparen. (Bild: Land OÖ)

LH Thomas Stelzer (ÖVP, re.) und LH-Stv. Manfred Haimbuchner (FPÖ) müssen sparen. (Bild: Land OÖ)

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Schon am Montag wollen Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) und sein Vize Manfred Haimbuchner (FPÖ) genauere Details zu den geplanten Einsparungen offenlegen.

Klar scheint, dass es – ähnlich wie in der Stadt Linz – quer durch alle Ressorts eine Reduktion der Ermessensausgaben von zehn Prozent geben wird. Durchaus möglich scheint auch eine Reduktion der Parteienförderung.

Aber auch die Bevölkerung wird den Sparkurs zu spüren bekommen. Angedacht sind Studiengebühren für die Fachhochschulen einzuführen. Zudem soll die Nachmittagsbetreuung in den Kindergärten wieder kostenpflichtig werden.

"Man müsse sich von der Gratismentalität lösen", wird ein Verhandler in den OÖN zitiert.

Insgesamt will die schwarz-blaue Landesregierung 260 Millionen Euro im kommenden Jahr einsparen. Oberste Prämisse: Es dürfen keine neuen Schulden gemacht werden.

Kritik kommt von der SPÖ: "Es ist unzumutbar, dass zentrale Inhalte seines massiven Sparprogramms schon vor den ersten Budgetgesprächen auf Regierungsebene veröffentlicht werden. Der angekündigten Rasenmäher-Sparmethode von 10% in allen Bereichen wird die SPÖ nicht zustimmen – insbesondere Einsparungen bei der Bildung lehnen wir ab", stellt SPÖ-Klubvorsitzender Makor klar.



(gs)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Karl Magnus am 22.10.2017 16:30 Report Diesen Beitrag melden

    So nicht!

    "Man müsse sich von der Gratismentalität lösen": Stimmt in Teilbereichen, in anderen ist es eine dreiste Frechheit. Das Geld, das ihr ausgebt, ist vom Steuerzahler erarbeitet!

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  • HC am 22.10.2017 16:07 Report Diesen Beitrag melden

    auf geht`s

    Jetzt wird gestutzt, zuerst im Land, dann im Bund. Überbleiben werden nur mehr die Bonzen

  • Norbert G am 22.10.2017 23:18 Report Diesen Beitrag melden

    Immer auf Kosten von Familien etc...

    Tja, was in der Landesregierung Österreich sitzt hat man auch in die Bundesregierung gewählt...Aber geht eh nur zB auf Kosten der Familien... so werden die immer Politik machen und dass wird man auch die nächsten 5 Jahre sehen...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Wolfgang Roithmeir am 24.10.2017 19:27 Report Diesen Beitrag melden

    Vor der Wahl, nach der Wahl

    Jetzt werden die versprechen eingelöst, die sie uns vor der Wahl gegeben haben! Immer das gleiche Spiel.

  • S. K. am 24.10.2017 16:26 Report Diesen Beitrag melden

    Wofür überhaupt noch arbeiten gehen?

    Ich (Akademikerin, 2 Kinder) habe sowieso schon das Gefühl, das Arbeiten gehen zahlt sich für mich kaum noch aus. Derzeit gehen rund ein Viertel meines Netto-Gehaltes für die Kinderbetreuung (Tagesmutter, Hort) drauf. Wenn unser Kleiner in den Kindergarten kommt, dürfen wir also auch noch mithelfen, den Schuldenberg des Landes abzubauen. Danke, liebe Politiker!! Mich würde es nicht wundern, wenn sich Mütter wieder vermehrt dazu entschließen, gar nicht arbeiten zu gehen. Wofür denn, wenn man einen Haufen zahlen muss, um überhaupt arbeiten gehen zu können.

    • Elfriede Seitz am 25.10.2017 09:53 Report Diesen Beitrag melden

      Frau

      Es wäre ohnedies besser, wenn wieder mehr Mütter zu Hause bleiben würden und die Kinder selber erziehen würden und nicht immer alles auf Tanten oder Lehrerinnen abwälzen würden. Ich war bis zum 12.Lebensjahr meiner beiden Töchter auch zu Hause, habe es nie bereut und bin auch nicht unglücklich gewesen.

    • Frau am 25.10.2017 15:47 Report Diesen Beitrag melden

      Nein, Danke!

      Unsere ochter geht gerne in den Kindergarten, und das werden wir ihr von Personen, die in den 50er Jahren des letzten Jhdts festhängen, nicht nehmen lassen.

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  • Christian Richter am 24.10.2017 15:26 Report Diesen Beitrag melden

    Rechts ist nun mal nicht links

    Hier in Deutschland gibt es auch Studiengebühren, die sich je nach Bundesland in der Höhe unterscheidet. Vor einigen Jahren konnten die Uni's selbst die Höhe bestimmen. Da wurden teilweise über 1000 Euro Semestergebühren verlangt. Völlig überzogen. Mittlerweile wurde dies wieder abgeschafft, nach vielen Protesten. Die Kiga-Gebühren sind hier ähnlich so hoch wie bei euch. Die Regierungsparteien könnten an vielen anderen Stellen Kürzungen vornehmen, wenn man die Höhe von 30 Milliarden Steuerverschwendung bedenkt.

  • Jay Age am 24.10.2017 11:12 Report Diesen Beitrag melden

    Für die "kleinen Leute"

    Tja, mindestens bei FPÖ hat sich ja nichts geändert. Sie sagen zwar eines, machen aber im Parlament was anderes. Einmal bei der Macht wird es nur klarer sichtbar.

  • Michael am 23.10.2017 19:55 Report Diesen Beitrag melden

    Schlechter Scherz

    Als müssten die Eltern nicht schon genug bezahlen - FPÖ ÖVP? Nein danke!

    • h.s. am 26.10.2017 17:49 Report Diesen Beitrag melden

      ka Ausbildung oba gschropn

      wer sich eine Familie nicht leisten kann, soll es bleiben lassen

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