Kompetenzwirrwarr

10. August 2017 14:23; Akt: 10.08.2017 14:26 Print

Verwirrung um Sperre des Linzer Römerbergtunnels

Verwirrung bei tausenden Linzern! Erst kündigte die Stadt Linz eine Totalsperre des Römerbergtunnels an, kurze Zeit später hieß es: Es gibt keine Sperre!

Der Linzer Römerbergtunnel ist von 12. bis 16 August wegen Sanierungsarbeiten gesperrt. (Bild: Linzwiki)

Der Linzer Römerbergtunnel ist von 12. bis 16 August wegen Sanierungsarbeiten gesperrt. (Bild: Linzwiki)

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Für Verwirrung und Kopfschütteln sorgte am Donnerstag die von der Stadt Linz angekündigte Totalsperre des Römerbergtunnels von 12. bis 16. August. Diese findet nämlich gar nicht statt.

In der Kommunikation zwischen Land OÖ und Stadt Linz dürfte etwas schief gelaufen sein: Donnerstag kurz vor Mittag gab die Stadt Linz in einer Aussendung bekannt, dass der Römerbergtunnel von 12. bis 16. August komplett gesperrt werden soll. Viele Medien berichteten darüber, warnten die Linzer vor Staus auf den Straßen.

Kurz nach 13 Uhr, also rund eineinhalb Stunde nach der Aussendung, erfuhr "Heute" im Telefonat mit der Presseabteilung der Stadt: "Achtung, der Römerbergtunnel wird doch nicht gesperrt! Wir wurden leider nicht vom Land informiert, dass die Sperre verschoben wurde." Kurios: Angeblich hat erst ein Radiosender die Pressestelle der Stadt Linz informiert.

Wenig später folgte eine E-Mail an die Medien:
ACHTUNG: Keine Sperre des Römerbergtunnels!
Die heute im Medienservice der Stadt Linz angekündigte Sperre des Römerbergtunnels von 12. bis 16. August findet nicht statt. Das Land OÖ wird die Arbeiten voraussichtlich zu einem späteren Zeitpunkt durchführen.

Bindermichltunnel wegen Übung gesperrt
Fest steht hingegen die Sperre des Bindermichltunnels in der Nacht auf Samstag: 80 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, Rettung, Polizei und Asfinag üben dort den Ernstfall.

Der Tunnel wird in den Nachtstunden auf Samstag, 12. August, in beide Richtungen komplett gesperrt. Der Verkehr wird über das Linzer Stadtgebiet umgeleitet.

Das Szenario der Übung:
Zehn Autos stoßen zusammen, ein Stau bildet sich, ein Auto geht in Flammen auf, drei Verletzte müssen unter Atemschutz gerettet werden.

Überprüft werden bei dieser Übung der interne Notfallplan, der Einsatzfunk im Tunnel sowie die Zusammenarbeit von Berufsfeuerwehr, Rotem Kreuz, Arbeiter Samariterbund, Polizei und Asfinag.

„Ein brennendes Fahrzeug in einem Tunnel ist für alle Verkehrsteilnehmer eine beängstigende Vorstellung. Für die optimale Schlagkraft sind Übungen wie diese im Tunnel Bindermichl unerlässlich“, sagt Feuerwehrreferent Vizebürgermeister Detlef Wimmer (FPÖ).


(rs)

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