Von Zeugen gefilmt

07. Januar 2018 12:01; Akt: 07.01.2018 12:01 Print

Rausch-Polizist baute Crash, wird nun versetzt

Mit 1,6 Promille intus soll ein hochrangiger Welser Polizei-Offizier einen Crash gebaut haben. Jetzt läuft ein Disziplinarverfahren gegen den schluckfreudigen Beamten.

Der Polizist soll mit 1,6 Promille einen Unfall verursacht haben. (Bild: iStock)

Der Polizist soll mit 1,6 Promille einen Unfall verursacht haben. (Bild: iStock)

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Zwei Tage vor Heilig Abend dürfte es der Polizist so richtig krachen haben lassen. Denn wie die OÖ-Krone berichtet, soll der Offizier am 22. Dezember um 7.30 Uhr in der Früh sturzbetrunken ins Auto gestiegen sein.

Unmittelbar danach habe er beim Reversieren seinen Wagen beschädigt. Als er ausstieg, soll er er sichtlich betrunken um das Auto "gewandelt" sein. Verblüffte Augenzeugen sollen ihn dabei sogar gefilmt haben.

Kurze Zeit später waren auch schon die Kollegen vor Ort, nahmen ihrem ertappten Vorgesetzten den Führerschein ab.

"Die Vorwürfe, dass dieser Offizier betrunken einen Unfall mit Sachschaden verursacht hat, kann ich bestätigen. Es ist aber mit seinem eigenen Pkw und außerhalb der Dienstzeit passiert", so der Welser Stadtpolizei-Kommandant Klaus Hübner in einem Krone-Interview.

Die Vorwürfe, dass der Beschuldigte erst eine halbe Stunde vor dem Crash seinen 24-Stunden-Dienst beendet und deswegen nach dem Unfall den Dienstplan manipuliert haben soll, konnten nicht bestätigt werden.

Polizei-Chef Andreas Pilsl zeigt für solche Fehltritte seiner Kollegen kein Verständnis. "Ich habe kein Mitleid", so Pilsl gegenüber der Krone.

Beim Disziplinarverfahren, das in Kärnten geführt wird, droht dem Rauschpolizisten nun eine Geldstrafe in Höhe von fünf Monatsgehältern. Zudem wird in einem Verwaltungsstrafverfahren entschieden, wie lange der Welser seinen Führerschein abgeben muss.

Laut Pilsl wird es kein Zurück mehr nach Wels geben. Der schluckfreudige Offizier ist derzeit in Urlaub und wird am Montag in der Landespolizeidirektion erwartet. Dort soll er sich "freiwillig" für den Dienst im "Wissens- und Qualitätsmanagement" gemeldet haben.

(mip)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • D.N. am 07.01.2018 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Suspendierung???

    Aha, also wird er weiterhin seinen Beruf ausüben! Eine Krähe hackt der anderen bekanntlich kein Auge aus. Wieso ist er im Urlaub und nicht suspendiert ohne Bezüge?

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  • Cotopaxi am 07.01.2018 13:13 Report Diesen Beitrag melden

    Entlarvend

    In Österreich sagt man nicht "Heilig Abend" sondern " Heiliger Abend". Jedem sollte nun endgültig klar sein, dass die HEUTE-Schreiber Deutsche sind. Das erklärt so manches.....

  • Erwin K. am 07.01.2018 13:47 Report Diesen Beitrag melden

    Qualitätsmanagement

    Qualitätsmanagement ist gut, da ist er dann vielleicht zuständig für die Qualität der "Blasinstrumemte"

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Betriebsrat a.D. am 08.01.2018 22:15 Report Diesen Beitrag melden

    Beamte immer besser dran.....

    Die werden noch befördert, diese Rauschkugeln, ich als Personalvertreter hab noch miterlebt wie Mitarbeiter bei Straßenbahn wegen 0,1% und Wachdienstmitarbeiter wegen 0,2% die Fristlose bekamen ohne Unfall.

  • ibindameinug am 07.01.2018 15:08 Report Diesen Beitrag melden

    zweierlei Maß

    Wenn so etwas einen Bediensteten der Wiener Linien, mit Lenkerberechtigung passiert, ist er nicht nur seinen Scheinlos,sondern auch seinen Job.

  • Erwin K. am 07.01.2018 13:47 Report Diesen Beitrag melden

    Qualitätsmanagement

    Qualitätsmanagement ist gut, da ist er dann vielleicht zuständig für die Qualität der "Blasinstrumemte"

    • Na Servas am 07.01.2018 17:18 Report Diesen Beitrag melden

      @Erwin K.

      War vermutlich in Sachen Qualitätsmanagement unterwegs. Er testete die Qualität des österreichischen Alkohols. Also eindeutig: Betriebsunfall.

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  • Ludwig am 07.01.2018 13:34 Report Diesen Beitrag melden

    Harte Drogen im Dienst

    Schlimm wenn sogar schon Polizisten zu harten Drogen wie Alkohol greifen. Dann auch noch ein Fahrzeug lenken. No go. Lebenslänglicher Führerschein entzug währe die einzig richtige Konsequenz.

    • Speedy am 07.01.2018 14:16 Report Diesen Beitrag melden

      @Ludwig

      Wenn Sie einmal mit 1.1 Promille erwischt werden, plädiere ich auch für lebenslänglichen Entzug vom FS. Polizisten sind Menschen wie Sie und Ich. Haben Probleme wie wir und sollen auch gleich behandelt werden.

    • ibindameinuung am 07.01.2018 15:10 Report Diesen Beitrag melden

      Vorbild?

      ...aber sie haben schon eine gewisse Vorbildwirkung!

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  • Cotopaxi am 07.01.2018 13:13 Report Diesen Beitrag melden

    Entlarvend

    In Österreich sagt man nicht "Heilig Abend" sondern " Heiliger Abend". Jedem sollte nun endgültig klar sein, dass die HEUTE-Schreiber Deutsche sind. Das erklärt so manches.....