Pistolen und Kalaschnikows

20. Oktober 2016 12:01; Akt: 28.10.2016 03:42 Print

Lkw mit 200 Waffen an Salzburger Grenze gestoppt

Die deutsche Polizei kontrollierte bei der Einreise von Salzburg aus einen Lastwagen und machte eine schockierende Entdeckung: 200 Pistolen und Sturmgewehre lagen in Kisten auf der Ladefläche.

 (Bild: Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

(Bild: Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

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Die deutsche Polizei kontrollierte bei der Einreise von Salzburg aus einen Lastwagen und machte eine überraschende Entdeckung: 200 Pistolen und Sturmgewehre lagen in Kisten auf der Ladefläche.


Die Waffen, darunter mehrere AK-74 ("Kalaschnikow"), in dem Klein-Lkw einer österreichischen Spedition waren in Kisten verpackt und allesamt scharf - der Lenker aus Slowenien wurde festgenommen. Die Polizisten im bayrischen Bad Reichenhall alarmierten sofort ihre Kollegen in Österreich und Slowenien, denn sie vermuteten eine Lieferung für Terroristen.

Der Fahrer hatte zwar Frachtpapiere, die seine Ladung auswies, doch die Beamten wollten auf Nummer sicher gehen. Fast 14 Stunden dauerten die Nachforschungen an, zahlreiche Behörden wie das bayrische Wirtschaftsministerium wurden kontaktiert. Dann war klar: Der Waffentransport ist legal.

"Die Spedition hatte die notwendigen Genehmigungen für das Kriegsmaterial", sagte Polizeisprecher Stefan Sonntag. "Solche Transporte gibt es immer wieder, doch in Zeiten wie diesen wollten wir sicher gehen, dass alles seine Richtigkeit hat."

Gestartet war der Lkw in Österreich, das Ziel war ein Waffenhändler in Luxemburg. Die Polizei ließ den Lenker wieder weiter fahren - wenn auch mit großer Verspätung.

Jörg Michner

 

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