Höchstgericht entschied

11. Oktober 2017 12:32; Akt: 11.10.2017 13:13 Print

OGH hebt Freispruch für Rathgeber auf

Monika Rathgebers Freispruch im zweiten Finanzskandalprozess ist aufgehoben worden. Sie erhielt nun eine Zusatzstrafe von 18 Monaten teilbedingter Haft.

Monika Rathgeber fasste eine Zusatzstrafe von 18 Monaten teilbedingter Haft aus. (Bild: Reuters)

Monika Rathgeber fasste eine Zusatzstrafe von 18 Monaten teilbedingter Haft aus. (Bild: Reuters)

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Eigentlich war Monika Rathgeber einer zusätzlichen Strafe im zweiten Gerichtsverfahren um den Salzburger Finanzskandal entgangen.

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Sie war in einem der beiden Anklagepunkte freigesprochen worden und erhielt keine zusätzliche Strafe zum Urteil des ersten Prozesses (ein Jahr mit elektronischer Fußfessel). Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat am Mittwoch den Freispruch aufgehoben und eine Zusatzstrafe verhängt.

18 Monate teilbedingt

Rathgeber fasste zusätzliche 18 Monate Haft aus, davon sechs unbedingt. Damit befand sie das Gericht in beiden Anklagepunkten mit einem Gesamtschaden von 840.000 Euro schuldig. Das Urteil ist rechtskräftig, da es mit keinen Rechtsmitteln mehr bekämpft werden kann. Rathgeber kann aber die elektronische Fußfessel beantragen, um wie beim ersten Prozess dem Gefängnis zu entgehen.

Die ehemalige Leiterin des Salzburger Referats für Budgetangelegenheiten war eine zentrale Akteurin des Spekulationsskandals, der 2012 aufflog. Durch schweren Betrug und Urkundenfälschung war dem Land Salzburg ein Schaden von 340 Millionen Euro entstanden.

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(lu)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kai P. am 11.10.2017 21:05 Report Diesen Beitrag melden

    Opfer und Täter zugleich

    Meine Auffassung ist, dass sie Opfer und Täter in einer Person ist, mehr Opfer als Täter, daher die insgesamt doch immer noch milde Strafe. Sie hätte rechtzeitig sagen müssen, dass ihr die Sache zu heiß wird. Stattdessen war sie stolz darauf, dass sie mit so viel Geld jonglieren konnte. Aber ein besonderer Mißstand ist sicher, dass sich einige Drahtzieher im Hintergrund die Hände in Unschuld waschen können.

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  • Bertl K. am 11.10.2017 13:24 Report Diesen Beitrag melden

    würde ich

    auch eín derart mildes Urteil geniessen dürfen, wenn ich als Normalsterblicher einen solch hohen Schaden angerichtet hätte ?? Wohl sicher nicht !

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Kai P. am 11.10.2017 21:05 Report Diesen Beitrag melden

    Opfer und Täter zugleich

    Meine Auffassung ist, dass sie Opfer und Täter in einer Person ist, mehr Opfer als Täter, daher die insgesamt doch immer noch milde Strafe. Sie hätte rechtzeitig sagen müssen, dass ihr die Sache zu heiß wird. Stattdessen war sie stolz darauf, dass sie mit so viel Geld jonglieren konnte. Aber ein besonderer Mißstand ist sicher, dass sich einige Drahtzieher im Hintergrund die Hände in Unschuld waschen können.

    • Rapunzel am 11.10.2017 21:56 Report Diesen Beitrag melden

      eigenes finanzielles Interesse

      Sie stellt auch die Zwickmühle, in der sie sich befunden hat, nur teilrichtig dar. Sie hat um die 10.000 Euro Monatseinkommen netto kassiert und das wollte sie nicht hinten lassen. Dass sie nicht in die eigene Tasche gearbeitet hat, stimmt also nicht - oder nur bedingt.

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  • Bertl K. am 11.10.2017 13:24 Report Diesen Beitrag melden

    würde ich

    auch eín derart mildes Urteil geniessen dürfen, wenn ich als Normalsterblicher einen solch hohen Schaden angerichtet hätte ?? Wohl sicher nicht !

    • Abrid am 11.10.2017 13:54 Report Diesen Beitrag melden

      Opfer

      Sie ist meiner Meinung nach selbst Opfer, die Frau Burgstaller hat einen Posten in der Kammer, Herr Schaden in die Pension geflüchtet, ja sie als kleine Referatsleiterin hat das von alleine gemacht genau - Für mich ein Bauernopfer.

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