Sammelte Geld mit Fake

26. Februar 2018 19:56; Akt: 27.02.2018 08:32 Print

Salzburger "Wut-Wirt" schwindelte FB-User an

Der Salzburger Werner Purkhart sammelte auf Facebook Geld um eine Strafe zu zahlen, für die er die Krankenkasse verantwortlich machte. Tatsächlich beschäftige er Schwarzarbeiter.

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Der "Wut-Wirt" Werner Purkhart sammelte mit einer Schwindelei auf Facebook Geld für seine behördliche Geldstrafe. (Bild: Facebook)

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Der Gastronom Werner Purkhart musste ins Gefängnis. Jedoch nicht wegen einer schweren Straftat, sondern wegen einer Geldstrafe der Salzburger Gebietskrankenkasse von 13.400 Euro, behauptete er auf Facebook. Er habe Mitarbeiter nach seinem Public-Viewing-Event zur EM zu spät abgemeldet, so die Version des Salzburgers und gehe nun lieber ins Gefängnis als die Strafe zu zahlen.

Auf Facebook kam es daraufhin zu einer Welle der Solidarität für den Gastronomen. Es wurden Spenden gesammelt, um seine Geldstrafe zu zahlen. Auch NEOS-Politiker Sepp Schellhorn stärkt dem Häftling den Rücken. "Auf kleine Unternehmer wird hin gehauen, den Großen lässt man alles durchgehen. Ich will Fairness besonders für kleine und mittlere Unternehmer", erklärt er auf Facebook.

"Ein falsches Mascherl"

Doch die Version, die der Gastronom auf Facebook geschildert hatte, dürfte nicht der Wahrheit entsprechen. Die Salzburger Gebietskrankenkasse erklärte, die Veranstaltung nie geprüft zu haben und gar keine Strafen verhängen zu können.

Die Strafe kam tatsächlich von der Finanzpolizei, da Purkhart 15 Mitarbeiter schwarz beschäftigt hatte, wie der "Standard" berichtet. Gegenüber der Zeitung gestand der "Wut-Wirt" ein, der Causa "ein falsches Mascherl" verpasst zu haben. Mit 13.400 Euro erhielt er in den Fällen sogar jeweils nur die Mindeststrafe aufgebrummt.

Schellhorn gesteht Fehler ein

Inzwischen ist Purkhart zur Haftunterbrechung aus dem Gefängnis entlassen worden. Freunde haben zumindest einen Teil der Strafsumme gesammelt. NEOS-Mandatar Schellhorn betonte, Er goutiere Schwarzarbeit in keinster Weise. Und er werde sich bei der Gebietskrankenkasse entschuldigen.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Joseph am 26.02.2018 20:21 Report Diesen Beitrag melden

    NEOS - die Stimme des Volkes

    Na Mahlzeit; wenn die NEOS im Großen genauso gründlich sind, wie im Kleinen, könntens den Grünen schon des Handerl halten

  • Dodo2340 am 26.02.2018 20:29 Report Diesen Beitrag melden

    Betrug, kein Schwindel

    Das ist kein Schwindel, sondern Betrug. Allerdings hätte jedem auffallen bzw einleuchten müssen, dass keine Krankenkasse wegen verspäteter ABmeldung, sondern nur bei verspäteter ANmeldung straft.

  • Lisi Huber am 26.02.2018 21:46 Report Diesen Beitrag melden

    Spendengelder

    Was passiert mit den unter einem falschen Vorwand gesammelten Spendengeldern ?

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • martin k. am 28.02.2018 21:08 Report Diesen Beitrag melden

    ein wisch und schon ist alles vergessen

    wenn das ein roter gemacht hätte der Aufschrei wäre bis nach Mekka zu höhren gewesen. 15 schwarz Arbeiter!!!, egal ein lappsus peanuts er ist ja einer von uns sozusagen

  • Betrug Betrug am 27.02.2018 16:44 Report Diesen Beitrag melden

    Betrug

    So etwas nennt man lügen und betrügen. Schwindel ist etwas Anderes. Wie bei VW, ist Betrug, wird auch Schwindel genannt von den Fake News Nachrichten. Es ist Betrug--Leute.

  • angi am 27.02.2018 09:48 Report Diesen Beitrag melden

    er kann ja wieder sammeln

    wenn das stimmt, sollte er noch weit mehr Strafe ausfassen

  • Meisten So am 27.02.2018 07:08 Report Diesen Beitrag melden

    Schwarzarbeit

    Bei uns macht das fast jeder, ob bei Hausbau, Reparaturen oder in der Gastwirtschaft usw. Warum die Aufregung? Kenne niemanden, der nicht irgendwo irgendwie privat oder beruflich, wo was schwarz macht. Anzeigen helfen nicht viel. Einmal habe ich zur Antwort erhalten: Wollen sie jemanden bestrafen, nein, es ist illegal, was gemacht wird, ist bei uns einfach salopp. Wenn man bei uns in Supermärkten auch schwarz abrechnen könnte, die meisten würden es so haben wollen :) :) :)

  • TrR am 27.02.2018 06:03 Report Diesen Beitrag melden

    Als ob ich es ...

    ... geahnt hätte. Die Sache stinkt doch zum Himmel.