Leistungen bezogen

21. August 2018 13:13; Akt: 21.08.2018 13:29 Print

Sozialwohnung auf Airbnb vermietet - Rauswurf

Ein 78-Jähriger bot seine vier Wände Online zum Vermieten an, lebte jedoch offenbar eigentlich in Serbien. Das Problem: Der Mann bezog Sozialleistungen aus Österreich.

In Salzburg bot der Mann seine Wohnung auf Airbnb an. (Bild: zVg)

In Salzburg bot der Mann seine Wohnung auf Airbnb an. (Bild: zVg)

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In der Mozartstadt wurde eine 70 Quadratmeter große Wohnung für Urlauber als Unterkunft angeboten. Dabei handelt es sich um ein Gebäude der Gemeinnützigen Salzburger Wohnbaugesellschaften (GSWB). Der Vermieter: Sozialleistungsempfänger. Dadurch, dass er die Wohnung aber auf Airbnb anbot, konnte er sich ordentlich Taschengeld dazuverdienen. Das Ganze ist jedoch alles andere als legal.

Hinzu kommt noch, dass der 78-Jährige gar nicht in der Wohnung leben soll. Lediglich am Monatsanfang würde er in Salzburg seine Leistungen in bar abholen. Anschließend würde er wohl nach Serbien fahren. Ohne Wohnsitz in Österreich stehen ihm aber keine Sozialleistungen zu, so die Polizei Salzburg in einer Presseaussendung.

Kein Geständnis

Seit vier Jahren hätte der Serbe die Sozialwohnung vermietet. Nun ist damit Schluss. Der Mietvertrag wurde mit sofortiger Wirkung gekündigt. Auch die Mindestsicherung soll der Pensionist nicht mehr erhalten.

Der bereits entstandene Schaden durch den Betrug beläuft sich im fünfstelligen Bereich. Der 78-Jährige zeigt sich nicht geständig. Er wird wegen schweren Betrugs bei der Staatsanwaltschaft Salzburg angezeigt.

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(slo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mike am 21.08.2018 13:37 Report Diesen Beitrag melden

    Nachbarn in Not

    Unsere "netten", erfindungsreichen Nachbarn in Not ...

  • horst am 21.08.2018 13:45 Report Diesen Beitrag melden

    weiter so

    einer von vielen,da sieht man wie unser System Arbeitet.

    einklappen einklappen
  • Fred von Jupiter am 21.08.2018 13:41 Report Diesen Beitrag melden

    Echt jetzt?

    Na super! Ein in Österreich nicht sesshafter Serbe, der in Serbien lebt, jetzt auch keinen Scheinwohnsitz mehr hat, wird angeklagt. Na, das wird ihn aber jucken!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Kannitverstan am 17.09.2018 14:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sozialleistung nachwerfen?

    Das gibt es in ganz Österreich. Vorbild dürfte der wiener Gemeindebau sein. Der wird oft sogar als Zweitwohnsitz zum Eigenheim in süd ost Europa genutzt.

  • erik am 30.08.2018 11:45 Report Diesen Beitrag melden

    zuerst Einheimische

    Aber wehe ein Einheimischer macht sowas, nicht nur das man alles mögliche nachweisen muss sondern auch noch Bittsteller wird. Bei den neuen ist alles anders!!!

  • Doris am 22.08.2018 08:31 Report Diesen Beitrag melden

    Nur die Spitze des Eisbergs

    Alle meine türkischen Arbeitskollegen haben es sich zur Aufgabe gemacht, nur drei Monate zu arbeiten, um dann AMS-Bezug zu kassieren und mit diesem Geld in ihrer Heimat ihr Haus (fertig) zu bauen. Während der Abwesenheit wohnen Flüchtlinge in deren Wohnungen, weil nur diese bereit sind mehr zu zahlen, als sie selbst für die Miete aufbringen müssten. Sie sagen, es fällt nicht auf, weil es sich um Gemeindewohnungen handelt und dort (fremde) Ausländer nicht auffallen.

    • Seitenblick am 30.08.2018 11:09 Report Diesen Beitrag melden

      Alles kostenlos

      Wie wahr. Österreich ist ein Selbstbedienungsladen ohne Ende

    einklappen einklappen
  • Heimat am 21.08.2018 21:08 Report Diesen Beitrag melden

    nette Nachbarn

    Das ist schon seit Jahren so. Von Krankenstand an der Adria feiern bis zum monatlichen Urlaub in der marokkanischen Heimat. Grenzkontrolle bitte.

  • Noxx am 21.08.2018 20:37 Report Diesen Beitrag melden

    Air bnb

    Da kann man air bnb ja dankbar sein von allein wären unsere nick knattertons ja nie dagunter gestiegen.... pscht kleiner tipp ... des is net der einzige