Geld oder Haft

15. Februar 2018 13:32; Akt: 15.02.2018 13:53 Print

Veranstalter wegen Public Viewing im Häf'n

Ein Salzburger veranstaltete bei der EM 2016 ein Public Viewing. Seine Mitarbeiter meldete er zu spät ab - statt die Strafe zu zahlen, geht er aus Protest ins Gefängnis.

Der Veranstalter konnte die Strafe nicht zahlen. (Bild: Screenshot Facebook)

Der Veranstalter konnte die Strafe nicht zahlen. (Bild: Screenshot Facebook)

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Seit Donnerstag ist Werner Purkhart im Gefängnis. Zwei Monate lang muss er eine Ersatzfeiheitsstrafe in Einzelhaft antreten. Der Grund geht auf das Jahr 2016 zurück.

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Während der Europameisterschaft veranstaltete der Jung-Vater ein Public Viewing im Volksgarten. Zwölf Mitarbeiter wurden dabei zu spät abgemeldet. Purkhart erklärt sein Versäumnis damit, dass er zum damaligen Zeitpunkt nicht gewusst hätte, ob Österreich im Turnier weiterkommt oder ob das Wetter passt. Die Mitarbeiter wären alle geringfügig angemeldet und nach der EM abgemeldet worden.

Gefängnis statt Ratenzahlung

Zu spät für die Gebietskrankenkassa. Die schickte dem Veranstalter eine saftige Rechnung in der Höhe von 13.400 Euro zu. Eine hohe Strafe, die sich jedoch im gesetzlichen Rahmen befindet.

Zunächst versuchte der Salzburger, die immense Summe mit einer Ratenzahlung zurückzuzahlen. Doch auch die ist dem Veranstalter zu hoch gewesen, weshalb er nun beschloss, stattdessen ins Gefängnis zu gehen.

Gleichzeitig bedeutet die Haftstrafe, dass er nun zwei Monate lang von seinem dreijährigen Sohn getrennt ist: "Durch die Scheibe/via Telefonhörer ist ihm ein Besuch nicht zuzumuten. Danke hierfür", ärgert sich der Salzburger auf Facebook.

Purkhart zeigt wenig Verständnis für das Strafausmaß: "Dieses Strafsystem ist eine existenzbedrohende Schmähung der Selbständigen in Österreich. Da bin ich leider nicht dabei, nicht mit mir." Und weiter: "Die Höhe der Strafe ist für mich dermaßen absurd, dass es nicht in Frage kommt, hierfür Geld zu verschwenden."

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(slo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Harald am 15.02.2018 14:42 Report Diesen Beitrag melden

    Vurschrift is Vurschrift

    Ein Typisches Österreichisches Beispiel nach dem Motto "Vurschrift is Vurschrift". Ein Typ mit Initiative, macht Aktion und was Erntet er? Strafe oder Häf'n, ich währe auch in Häf'n gegangen. Bei 13.400 Euro da hat´s an Beamten aber ordentlich her´grissen. So bringt man ein Land nicht voran!

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  • Wolfgang das W am 15.02.2018 14:44 Report Diesen Beitrag melden

    Zu spät abgemeldet...

    ...ist meiner persönlichen Meinung besser...als nie angemeldet....und keinesfalls in diesem Ausmaß strafwürdig. Wenn die Erklärung zudem so plausibel klingt. PS: So wird man eben bestraft...wenn man auf gute Leistungen unserer Nationalelf hofft. ;-)

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  • Nil am 15.02.2018 16:24 Report Diesen Beitrag melden

    Beamten was sonst

    Dieser Arbeitgeber verschafft Leuten Arbeit und wird dafür bestraft. Er hat nur einen Fehler gemacht er ist Österreicher, wenn er ein Ali wäre hätte er noch eine Förderung bekommen. So bringt der Staat sämtliche kleine Selbstständige um, und keiner mehr traut sich mehr selbstständig z7 werden weil er mit einen Bein im Häfen ist.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Martina am 16.02.2018 06:41 Report Diesen Beitrag melden

    Mei der Oame

    Aiaia da muss schon mehr dahinter stecken. In der Papierform der Heute steht, dass er auch drei Arbeiter zu spät angemeldet hat und dass dies bei einer Kontrolle aufgeflogen ist. Sorry, aber wenn er Schwarzarbeiter beschäftigt, ist er selbst schuld! Er wird auch keine Beschwerde erhoben haben (oder auch die zu spät?) oder um Herabsetzung ersucht haben. Wahrscheinlich war er zu bockig um sich darum zu kümmern!

  • Dosi am 15.02.2018 19:48 Report Diesen Beitrag melden

    Kaum zu glauben-unsere Gesetzgebung

    IRRE! Unsere Herzlich Willkommen Akademiker werden bei Gewaltdelikten auf freiem Fuß angezeigt - dieser Mann bekommt eine Geldstrafe die sich gewaschen hat. Er hat meiner Meinung nach niemanden geschadet! Durchhalten!

  • Ehklar am 15.02.2018 17:20 Report Diesen Beitrag melden

    Nur ich

    Die Strafe ist ein Witz! Aber in seiner Goldgräberstimmung hat er nicht auf die WGKK geachtet. Die Mitarbeiter waren ja nur Geringfügige. Genau das ist mir aber ein Rätsel, wie er DAS im Rahmen der Geringfügigkeit schaffen wollte.

  • angi am 15.02.2018 17:03 Report Diesen Beitrag melden

    das ist Österreich

    es ist keinerlei Schaden entstanden, weder für den Staat noch für die GKK; unglaublich unsere Gesetze

  • Nil am 15.02.2018 16:24 Report Diesen Beitrag melden

    Beamten was sonst

    Dieser Arbeitgeber verschafft Leuten Arbeit und wird dafür bestraft. Er hat nur einen Fehler gemacht er ist Österreicher, wenn er ein Ali wäre hätte er noch eine Förderung bekommen. So bringt der Staat sämtliche kleine Selbstständige um, und keiner mehr traut sich mehr selbstständig z7 werden weil er mit einen Bein im Häfen ist.