Neue Spur zu Felzmann?

09. Mai 2018 13:52; Akt: 09.05.2018 13:52 Print

Überfall und verdächtiger Brief lassen Stiwoll zittern

Vom Stiwoll-Killer fehlt seit über einem halben Jahr jede Spur. In der Oststeiermark brodelt aber nach wie vor – und allen voran wegen eines aktuellen Vorfalls – die Gerüchteküche.

Bildstrecke im Grossformat »
Die Suche der Polizei nach dem Steirer lief wochenlang auf Hochtouren. Schwerbewaffnete Polizeieinheiten durchkämmten die Gegend um Thal bei Graz. Nach dem mutmaßlichen Täter, Friedrich Felzmann (66), wird europaweit gefahndet. Die Suche der Polizei nach dem 66-jährigen Steirer läuft weiterhin auf Hochtouren. Am Freitag (3. November) durchkämmten schwerbewaffnete Polizeieinheiten die Gegend um Thal bei Graz. Auch die Ermittler haben sich zwischendurch eine Auszeit verdient und beweisen, dass man auch mit einem martialischen Sturmgewehr um den Hals zarte Rehleins füttern kann - herzig! Am Freitag (3. November) wurde in Arnold Schwarzeneggers Heimatdorf Thal bei Graz ein Großalarm ausgelöst. Zeugen wollen den immer noch flüchtigen Friedrich F. vor der örtlichen Volksschule gesehen haben. Thal liegt nur wenige Kilometer vom Tatort in Stiwoll entfernt. Vom mutmaßlichen Schützen fehlt auch am Dienstagmittag noch jede Spur. 25 Spürhunde, ein Hubschrauber und 50 Polizeifahrzeuge suchen auf Hochtouren nach dem Mann, der am Sonntagvormittag in seiner Heimatgemeinde Stiwoll drei Personen mit einer Langwaffe angeschossen und zwei davon getötet hat. Am Montag (1. November) fand die Polizei den Kleintransporter von Friedrich Felzmann in einem nahen Waldstück. Am Montag fand die Polizei den Kleintransporter von Friedrich F. in einem nahen Waldstück. Hier schoss der mutmaßliche Täter auf seine drei Opfer. In Stiwoll fielen am Sonntagmorgen Schüsse. Zwei Personen wurden getötet. Die gesamte Umgebung wurde vorerst großflächig gesperrt. Zahlreiche Rettungsfahrzeuge waren im Einsatz. Hier fielen die Schüsse. Auch die Cobra fahndete nach dem mutmaßlichen Täter.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Wie die "Kleine Zeitung" berichtet, hat ein Unternehmer aus der Südoststeiermark bereits Anfang des Jahres einen anonymen Brief erhalten, in dem geschrieben stand: "Ich lebe und ich werde dich holen". Aufgegeben wurde die Sendung in Fürstenfeld, unterschrieben mit dem Namen Friedrich Felzmann.

Umfrage
Denken Sie, dass der Stiwoll-Killer noch lebt?
13 %
33 %
40 %
14 %
Insgesamt 4082 Teilnehmer

Der Adressat soll offenbar länger im Clinch mit dem mutmaßlichen Doppelmörder gelegen sein. Deshalb stünde sein Name laut dem Bericht auch auf der Gefährderliste der Polizei.

Das alles wird bekannt, nachdem eine 31-Jährige Frau am Montag in einem Ort in der Südoststeiermark beim Joggen von einem Mopedfahrer überfallen wurde. Was der eine Fall mit dem anderen zu tun hat? Die junge Frau ist die Tochter des "gefährdeten Unternehmers".

Erinnerungen kommen hoch

Klar, dass angesichts dessen in Stiwoll und Umgebung wieder ordentlich gemunkelt wird. Zwar ist mittlerweile schon längst erwiesen, dass es sich bei dem anonymen Schreiben von Jahresbeginn nicht um eine Botschaft von Felzmann handelt – die Handschrift sei eine andere, die Polizei vermutet einen Trittbrettfahrer. Nichtsdestotrotz kommen die Erinnerungen bei der Bevölkerung nun wieder hoch.

Dass die Ermittler auch mehr als ein halbes Jahr nach der Bluttat in Stiwoll nicht wirklich weiter sind und nach wie vor im Dunkeln tappen, was den Aufenthaltsort von Friedrich Felzmann betrifft (sofern er noch lebt), macht die Bedenken nur noch nachvollziehbarer und einen schlechten Scherz wie jenen mit dem angeblichen Schreiben des Doppelkillers nur pietätloser.

Suche nach Stiwoll-Killer Friedrich F.

Zusammenhang zwischen Überfall und Bluttat?

Die Polizei sucht nach dem anonymen Briefschreiber und nach etwaigen Zusammenhängen zwischen der Stiwoll-Bluttat und dem Überfall auf die 31-jährige Joggerin, der übrigens dank ihrem Hund nichts passiert ist: Ein Mopedlenker blieb an ihrer Seite stehen, sprach sie an und schlug ihr plötzlich mit dem Helm auf den Kopf. Anschließend versuchte er die Frau ins Gebüsch zu zerren. Die Beamten vermuten, dass er die Steirern vergewaltigen wollte. Ihr Hund vertrieb den Kerl aber glücklicherweise noch rechtzeitig.

Die 31-Jährige konnte den Angreifer auf einem Foto bereits identifizieren. Es soll sich dabei um einen 16-jährigen Lehrling handelt. Dieser streitet die Tat allerdings ab, er wird von der Polizei vernommen. Die Beamten sprechen laut "Kleine Zeitung" von einigen Ungereimtheiten, die noch geklärt werden müssten.

Lesen Sie hier mehr zum Thema "Doppelmord in Stiwoll" >>>

>>> Stiwoll-Killer: Polizei tappt noch immer im Dunkeln

>>> Stiwoll: Jäger trauen sich nicht mehr in den Wald

>>> Stiwoll-Killer bedrohte auch die eigene Familie

>>> "Soko Friedrich" glaubt, Stiwoll-Killer lebt noch

>>> Stiwoll-Killer jetzt unter Europas "Most Wanted"

>>> "SoKo Friedrich" sucht nun nach Stiwoll-Killer

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

(red)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • gottfried918 am 09.05.2018 14:41 Report Diesen Beitrag melden

    Wer suchet der findet

    Wenn der noch lebt Hut ab, Rambo ist ein nichts dagegen!

  • G. Lehner am 09.05.2018 14:32 Report Diesen Beitrag melden

    Man muß ihn einfach für tot erklären

    und die Pensionszahlungen an sein Konto einstellen.

    einklappen einklappen
  • P.S. am 09.05.2018 15:17 Report Diesen Beitrag melden

    Niemand zittert in Stiwoll

    In Stiwoll zittert keiner . Der Fritz war ein eigenbrötlerischer Dolm der zum Mörder wurde aber deswegen zittert in Stiwoll niemand . Überlegts ihr auch bevor einen Artikel eintipts ?

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ingeborg am 10.05.2018 10:10 Report Diesen Beitrag melden

    Felzmann

    Felzmann hat sicher einen Bunker wo man nicht danach suchen würde oder noch nicht gesucht hat!

  • shabeskeer am 09.05.2018 18:36 Report Diesen Beitrag melden

    shabeskeer

    und das mit diesen breif hört sich an ,das ja die alten die das wiedermal vorausgesagt haben keine konsequenzen davontragen müssen

  • Ich am 09.05.2018 17:17 Report Diesen Beitrag melden

    .!.

    Alle Konten einfrieren damit er nichts mehr beheben kann. Auf die Most Wanted Liste setzen und nach einer kurzen Zeit hat er nichts mehr und wird gefunden. In Amerika funktioniert es doch auch

    • Claudsch P. am 09.05.2018 17:59 Report Diesen Beitrag melden

      Tagträumer

      Wenn er wo Geld beheben würde , wüsste es die Polizei als erstes .

    einklappen einklappen
  • Susimaus am 09.05.2018 16:29 Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Könnte er nicht die gefundene Leiche im Müllsack aus Tirol sein? Pssen würde es. Vieleicht war alles ganz anders als angenommen.

  • P.S. am 09.05.2018 15:17 Report Diesen Beitrag melden

    Niemand zittert in Stiwoll

    In Stiwoll zittert keiner . Der Fritz war ein eigenbrötlerischer Dolm der zum Mörder wurde aber deswegen zittert in Stiwoll niemand . Überlegts ihr auch bevor einen Artikel eintipts ?

    • Marlene am 09.05.2018 20:05 Report Diesen Beitrag melden

      Berechtigte Angst!

      Die Leute haben sehr wohl Angst! Da läuft ein irrer Mörder frei herum, der nichts mehr zu verlieren hat!

    • Marlene am 10.05.2018 08:24 Report Diesen Beitrag melden

      Irre nicht unterschätzen

      Die Anwohner sagten im Interview etwas anderes!

    • Penelope am 10.05.2018 18:03 Report Diesen Beitrag melden

      @Marlene

      Was passiert wohl mit Menschen die man über Jahre ihrer Freiheiten und Rechte beraubt... irgendwann beginnen sie sich zu wehren. Wenn man als unbescholtener, steuerzahlender Bürger auf rechtsstaatlichem Wege nicht mehr zu seinen Rechten kommt bzw. diese von staatlicher Seite ständig untergraben werden... lies mal die "Zehn Angebote des evolutionären Humanismus". In diesem Staat ist leider einiges faul und gewisse Grenzen sind schon lange überschritten.

    einklappen einklappen