Feuerdrama in Köflach

27. Dezember 2017 10:07; Akt: 27.12.2017 12:45 Print

Familie verliert alles, Freundin bittet um Hilfe

Nach der Brand-Tragödie in Köflach, bei der drei Personen, darunter ein erst zweijähriger Bub, ums Leben kamen, ruft eine Freundin der Familie zu Spenden auf.

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Am Stefanitag ereignete sich die schlimme Familientragödie: Ein abgelegenes Bauernhaus im steirischen Köflach geriet, wie "heute.at" ausführlich berichtete, aus noch ungeklärter Ursache in Brand. Bei dem Feuer kamen drei Personen ums Leben, darunter ein erst zweijähriger Bub. Seine 70-jährige Großmutter und deren 77-jährige pflegebedürftige Bekannte starben ebenfalls in den Flammen.

Sechs Familienmitglieder, Eva Sch. (29), ihr älterer Sohn Andre (7), ihr Partner Michael S. (33) und dessen drei Kinder Elisabeth (5), Marian (7) und Adrian (8), konnten dem Feuer in letzter Minute entkommen. Die 29-Jährige verliert bei dem Brand ihre Mutter und ihren Sohn. Es ist bereits der zweite tragische Schicksalsschlag für die junge Frau. Vor fünf Jahren war ihr damaliger Freund bei einem Traktorunfall, ebenfalls auf dem Anwesen in Graden bei Köflach, getötet worden.

Familie hat alles verloren

Eine Freundin der 29-Jährigen will der Familie nun helfen und bittet via Facebook um Spenden für die Hinterbliebenen. "Das Schlimmste, was Eltern passieren kann, ist heute eingetreten. Meine beste Freundin hat ihren 2-jährigen Sohn Maximilian und ihre Mama und eine Frau, die bei Ihnen lebte, heute bei einem Großbrand verloren. (...) Sie stehen vor dem Nichts. Bitte unterstützt die Familie, die alles verloren hat", schreibt die Frau.

Der Beitrag, der am späten Abend des 26. Dezembers veröffentlicht wurde, ist schon über 2.800 Mal geteilt worden.

Sieben Feuerwehren standen seit dem frühen Morgen des Stefanitags im Einsatz, um den Brand zu bekämpfen. Zum Bauernhaus, der auf einem Hang liegt, führt allerdings nur ein schmaler Weg, oben gibt es kein Löschwasser. Diese Bedingungen erschwerten die Löscharbeiten enorm. Trotz des Großeinsatzes brannte das Anwesen bis auf seine Grundmauern nieder. Nach Stunden der Suche konnten die drei vermissten Personen nur noch tot geborgen werden.

Ursachensuche geht weiter

Der Grund für das Feuer ist nach wie vor unklar. Die Ermittlungen laufen. Am Mittwoch wird der Brandentdecker, der 33-jährige Michael S., befragt. Die drei Todesopfer werden obduziert.

Lesen Sie hier: Feuerdrama in Köflach: Zweijähriger stirbt im Gitterbett

(ek)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • carl am 27.12.2017 12:03 Report Diesen Beitrag melden

    da ist es sehr dunkel

    wo ist das Geld von licht ins dunkel ???????

  • Erna Schmidt am 27.12.2017 10:49 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich!

    @wiener62 Ich bin gerade total weg wegen deinem Posting. Erstens weißt du nicht, ob es eine Versicherung gibt, zweitens dauert es Ewigkeiten bis man dann was bekommt und drittens, die Familie hat Ihre Großmutter, Sohn und eine Bekannte verloren, alle Erinnerungen, Fotos usw. Sie konnte sich nur in Nachtgewand retten. Bitte ein wenig mehr Pietät. Wäre bei dieser tragischen Katatrophe angebracht. Sabrina Zingl: Bitte um Veröffentlichung eines Spendenkontos!

  • Daniela Maier am 27.12.2017 10:41 Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Bitte veröffentlich das Spendenkonto, da nicht jeder das Fratzenbuch nutzt. Der Familie wünsche ich viel Kraft. Tiefstes Mitgefühl für die Mutter.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mitzi am 27.12.2017 20:00 Report Diesen Beitrag melden

    Mitgefühl

    An alle Negativ-Drücker, dass ihr euch nicht schämt, Kommentare, die Mitgefühl und Hilfestellung ausdrücken, mit Daumen unten zu bewerten.

  • Calimero am 27.12.2017 19:11 Report Diesen Beitrag melden

    Tragödie

    Da hier schon wieder von Undankbarkeit die Rede ist : Geldspenden und nicht nur Sachspenden sind sehr wichtig ! Was soll denn die Familie machen mit 70 Hosen , 35 Ruderleiberl , 17 Bratpfannen und 50 paar Schuhe usw.

  • Helmut Dirk am 27.12.2017 17:03 Report Diesen Beitrag melden

    dunkel auch beim Staat

    @carl, wo ist die Hilfe vom Staat, der täglich !!! für die 8400 minderjährigen, unbegleiteten Immigranten 798.000 ausspuckt? Die 10 mio von LiD werden an so viele Familien verteilt, dass diese durchschnittlich nur 500 erhalten. Der Fall ist sehr tragisch, dennoch wird es weitere derartige Fälle noch nach Weihnachten geben, weil viele Leute nich lernfähig sind.

  • Clara am 27.12.2017 15:07 Report Diesen Beitrag melden

    Solidarität bitte, kein Hickhack

    Hier geht es nicht nur um Schadensersatz etc., sondern um ein Zeichen des Mitgefühls und der Solidarität zu setzen. Selbst wenn der Familie 3 Mio auf dem Spendenkonto blieben, bitte nicht neidig sein (!), sie würden es sicher gerne gegen die verlorenen Lieben eintauschen. Wie soll diese Familie jemals wieder "frohe"Weihnachten feiern können? Danke dem Krisenteam, die leisten wertvolle Arbeit (hat uns auch schon mal zum richtigen Zeitpunkt geholfen). Viel Kraft den Hinterbliebenen!

  • der realist am 27.12.2017 14:24 Report Diesen Beitrag melden

    hr

    Oh gott.. einfach nur traurig.. hier geht es in erster Linie um die toten.. dann erst um das materielle.. hoffe sehr denen wird diesbezüglich geholfen.. aber den Schmerz für die Angehörigen kann ihnen niemand nehmen.. alles alles gute u viel kraft den Angehörigen. Hab jetzt Tränen in den Augen. . Obwohl MANN