12 Jahre nach Zwischenfall

13. November 2017 13:45; Akt: 13.11.2017 14:21 Print

Sexuelle Belästigung: Grün-Politiker "gefeuert"

Wegen angeblicher sexueller Belästigung hat der Innsbrucker Gemeinderatsklub Mesut Onay ausgeschlossen. Dieser wittert eine Intrige.

Die Grünen haben Mesut Onay nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung ausgeschlossen. (Bild: picturedesk.com)

Die Grünen haben Mesut Onay nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung ausgeschlossen. (Bild: picturedesk.com)

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Mesut Onay ist ab sofort nicht mehr Mitglied des grünen Innsbrucker Gemeinderatsklubs. Wegen des Vorwurfs der sexuellen Belästigung (der Fall datiert aus dem Jahre 2015) wurde er ausgeschlossen. Bei einer Pressekonferenz am Montag erklärte Onay, dass er sich als Opfer einer politischen Intrige sehe.

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Sind Komplimente schon sexuelle Belästigung?

Als wahren Grund für seinen Ausschluss vermutet er die Gemeinderatswahl im nächsten Jahr. Er habe sich für Georg Willi als Bürgermeisterkandidat ausgesprochen, alle anderen Mitglieder des Rates für die amtierende Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider. Es sei der Anfang einer "emotionalen Trennung im Klub" gewesen.

Vermutet persönliche Gründe

"Die Grünen haben von Anfang an von den Vorwürfen gewusst und sogar begrüßt, wie offen ich damit umgegangen bin", so Onay. Daher vermutet er persönliche Gründe.

Zum Vorfall im Jahr 2005 sagte er, dass es sich um eine "Grenzüberschreitung" gehandelt hätte, die er damals nicht so wahrgenommen habe. Ein Parteiausschluss sei kein Thema. Vorerst wolle er als freier Mandatar im Gemeinderat weiterarbeiten. Außerdem werde er auf seinen Listenplatz bei der Wahl im kommenden Jahr verzichten. "Wenn ich es schaffe, bis Anfang Jänner ein Programm auf die Beine zu stellen", werde er mit einer eigenen Liste antreten.

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(lu)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hubert Huber am 13.11.2017 15:37 Report Diesen Beitrag melden

    Max Maier

    11 Jahre verjährt, wenn überhaut etwas war - ja, das ist die Grüninnenbewegung...

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  • Manfred Huber am 13.11.2017 15:53 Report Diesen Beitrag melden

    2005 nicht 2015

    der Fall datiert aus dem Jahre 2005 (!) nicht 2015, wie im Text erwähnt.

  • Markus Rieglhofer am 14.11.2017 10:21 Report Diesen Beitrag melden

    Die Inquisition lebt

    Naja, die Inquisition, die wir schon lange vergessen glaubten, lebt wieder. Ankläger = Richter, der Pöbel nach gestreuten Gerüchte mit Dreschfelgel und Sense unterwegs. Unschuldsvermutung, neutrale Richter, Beweis, alles nicht notwendig. Selbst ein rechtskrãftig Verurteilter Vergewaltiger hat nach 12 Jahren seine Strafe abgebüßt und die Tat darf ihm nicht mehr vorgehalten werden. Das ist dann wohl das Aus der Grünen Koalitation im Land und das Aus für Willis Burgermeisterambitionen. Sollte Onay kandidieren, hat er meine Stimme sicher.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Markus Rieglhofer am 14.11.2017 10:21 Report Diesen Beitrag melden

    Die Inquisition lebt

    Naja, die Inquisition, die wir schon lange vergessen glaubten, lebt wieder. Ankläger = Richter, der Pöbel nach gestreuten Gerüchte mit Dreschfelgel und Sense unterwegs. Unschuldsvermutung, neutrale Richter, Beweis, alles nicht notwendig. Selbst ein rechtskrãftig Verurteilter Vergewaltiger hat nach 12 Jahren seine Strafe abgebüßt und die Tat darf ihm nicht mehr vorgehalten werden. Das ist dann wohl das Aus der Grünen Koalitation im Land und das Aus für Willis Burgermeisterambitionen. Sollte Onay kandidieren, hat er meine Stimme sicher.

  • Manfred Huber am 13.11.2017 15:53 Report Diesen Beitrag melden

    2005 nicht 2015

    der Fall datiert aus dem Jahre 2005 (!) nicht 2015, wie im Text erwähnt.

  • Hubert Huber am 13.11.2017 15:37 Report Diesen Beitrag melden

    Max Maier

    11 Jahre verjährt, wenn überhaut etwas war - ja, das ist die Grüninnenbewegung...

    • Erwin am 13.11.2017 16:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Hubert Huber

      Lieber Herr lass mal lieber die Kirche im Dorf, sexuelle Belästigung oder wie sie das nennen darf nicht verjähren, aber sie haben Recht es gilt die unschuldsvermutung

    • Markus Rieglhofer am 14.11.2017 10:24 Report Diesen Beitrag melden

      Reiner Rufmord

      Verjãhrt aber aus gutem Grund. Selbst ein verurteilter Vergewaltiger hat seine Strafe nach 12 Jahten abgesessen und sie darf ihm nicht mehr vorgehalten werden. Noch weniger eine Grenzüberschreitung, die weder eine Straftat war noch unabhängig beurteilt wurde. Das ist Mittelalter.

    • hans mayerhofer am 15.11.2017 23:48 Report Diesen Beitrag melden

      darf nicht ? wieso?

      also bitte, wenn seit 12 jahren nicht angezeigt wurde, wird das wohl zu vergessen sein. oder frau hat sich das vorgemerkt um es bei guter gelegenheit zu verwenden oder es ist einfach nicht wahr.

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