Von Lawine verschüttet

16. April 2018 13:17; Akt: 16.04.2018 13:17 Print

Geretteter Tourengeher bedankt sich mit Leckerlis

Der 29-jährige Alpinist aus Bayern war ganze 30 Minuten unter den Schneemassen begraben: Die feine Nase von Spürhund "Hazel" rettete sein Leben.

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Lawinenhundeführer Richard Pali und seine achtjährige Australian-Shepherd-Dame "Hazel" bekamen am Sonntag überraschenden Besuch.

"Hazel" und ihr Herrchen aus St. Johann in Tirol hatten bei einem Lawinenabgang in Waidring einen verunglückten Alpinisten aus Bayern finden und lebendig bergen können. Dieser gerettete Alpinist aus dem Landkreis Traunstein fand sich nun persönlich mit einem Korb voller Leckerlis bei seinen beiden Rettern in Tirol ein.

Von Lawine 200 Meter mitgerissen

Dem 29-jährigen begeisterten Kletterer und Tourengeher Ludwig D. war es nun ein großes Anliegen, Richard Pali und seine "Hazel" persönlich kennenzulernen. Bei schönstem Sonntagswetter ließen der 29-Jährige und seine Retter ihre Erinnerung an das Ereignis vor mehr als zwei Wochen Revue passieren.

Ludwig D. befand sich am 30. März mit einem Kollegen auf einer Skitour im Bereich der Guten Wand, wo sich dann unterhalb des Waidringer Nieders (2.302 Meter) ein Schneebrett löste. Der Bayer wurde rund 200 Meter mitgerissen und komplett verschüttet.

"Hazel" fand Verschütteten innerhalb 2 Minuten

Der eingeflogene Lawinenhundeführer Richard Pali konnte schließlich mit Hündin "Hazel" in nur 2 Minuten den Verschütteten in einer Tiefe von etwa 60 Zentimeter finden und gemeinsam mit Notarzt und Flugretter ausgraben.

Der Bayer war nach erfolgreicher Bergung und Beatmung mit einer Körperkerntemperatur von nur mehr 24 Grad vom Flugrettungsteam "Heli 1" ins Klinikum Traunstein geflogen, wo er in einer Woche Krankenhausaufenthalt vital wieder aufgepäppelt wurde und nun vollständig genesen ist.

(red)