Gut zu wissen

08. August 2017 13:03; Akt: 08.08.2017 15:36 Print

Deswegen sollte man das Handy immer dabei haben

Im Juli sind schon fünf Menschen wegen Bergunfällen ums Leben gekommen! Die Initiative "Sicheres Vorarlberg" setzt auf Handy in den Bergen.

Handy kann zum Lebensretter werden. (Bild: Fotolia (Symbolbild))

Handy kann zum Lebensretter werden. (Bild: Fotolia (Symbolbild))

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Klingt trivial, ist aber wichtig: Ein funktionierendes Handy kann bei einem Bergunfall zum Lebensretter werden. Grundvoraussetzung: Es muss genügend Akku haben und eingeschalten sein!

Das wichtigste zu den Notrufnummern

Die Notrufnummer bei einem Unfall lautet 144, da wird man sofort mit der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle, von wo aus die Hilfseinsätze koordiniert werden, verbunden. Trotzdem ist zu beachten, dass diese Nummer nur im eigenen Netz funktioniert, alternativ kann man den Euro-Notruf 112 kontaktieren.

Dieser ist auch ohne PIN-Eingabe verwendbar. Einfach das Handy ausschalten und wieder einschalten, statt dem PIN-Code die Euro-Notrufnummer eingeben - fertig!

Die 112 Rufnummer soll nur dann verwendet werden, wenn 144 nicht zur Verfügung steht, da unnötige Komplikationen oder Verzögerungen entstehen können.

"Funkschatten" zu beachten

Unbedingt beachtet werden muss, dass das alpine Gelände und deren Bereiche klarerweise nicht vollständig mit Mobilfunk versorgt ist. In engen Tälern oder Schluchten ist es meistens sehr kritisch, was den mobilen Empfang angeht, hier spricht man von sogenannten "Funkschatten".

Fünf Menschen bereits verunglückt

Seit Anfang Sommer 2017 sind im Juli wegen jeglichen Bergunfällen bereits fünf Menschen ums Leben gekommen, genauso viele wie im Vergleichszeitraum letzten Jahres. Die Anzahl der Alpinunfälle ist leicht angestiegen - von 64 auf 70.

(hw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bergfex am 09.08.2017 01:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Meisten Unfälle durch Herz-Kreislauf-Versagen

    Ich bin als Alpinist sehr viel in Bergen unterwegs. Ein Handy hilft bei einem Unfall nur bedingt. Bei einem Kreislaufversagen gar nicht. Bei einem Sturz einen Abhang hinunter nicht, weil der Rucksack woanders landet. Bei Verirren auch nicht, weil keine konkreten Angaben zu Standort und oft nur die letzte Funkzelle Aufschluss gibt, die in den Bergen oft kilometerweit entfernt ist. Bei Schlechtwetter auch nicht, weil die Helfer nicht ausrücken, um sich nicht selbst zu gefährden. Tatsächlich hilfreich ist ein Notfall-Handy, dass einen Sturz registriert und selbsttätig Hilfe-SMS versendet.

  • Calimero am 09.08.2017 16:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kahlenberg

    Ein richtiger Bergsteiger hat ein Irdium Satelliten-Handy ! Wer keines hat sollte im Wohnzimmer auf und ab gehen*lach*

Die neusten Leser-Kommentare

  • Calimero am 09.08.2017 16:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kahlenberg

    Ein richtiger Bergsteiger hat ein Irdium Satelliten-Handy ! Wer keines hat sollte im Wohnzimmer auf und ab gehen*lach*

  • Bergfex am 09.08.2017 01:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Meisten Unfälle durch Herz-Kreislauf-Versagen

    Ich bin als Alpinist sehr viel in Bergen unterwegs. Ein Handy hilft bei einem Unfall nur bedingt. Bei einem Kreislaufversagen gar nicht. Bei einem Sturz einen Abhang hinunter nicht, weil der Rucksack woanders landet. Bei Verirren auch nicht, weil keine konkreten Angaben zu Standort und oft nur die letzte Funkzelle Aufschluss gibt, die in den Bergen oft kilometerweit entfernt ist. Bei Schlechtwetter auch nicht, weil die Helfer nicht ausrücken, um sich nicht selbst zu gefährden. Tatsächlich hilfreich ist ein Notfall-Handy, dass einen Sturz registriert und selbsttätig Hilfe-SMS versendet.