Täter verschuldet

29. Dezember 2017 09:08; Akt: 29.12.2017 09:25 Print

Kein Geld für die Opfer von Austro-Amokläufer

Bei einem Amoklauf in Nenzing in Vorarlberg wurden im Mai 2016 zwei Menschen getötet und zwölf verletzt. Nun steht fest: die Opfer bekommen nichts.

Eine tödliche Schießerei hat sich in der Nacht auf Sonntag, 22. Mai 2016, auf einem Konzertgelände in Nenzing in Vorarlberg ereignet. Ein 27-jähriger Mann schoss wahllos in die Menge, tötete zwei Menschen und verletzte zwölf weitere. Anschließend begab sich der Täter zum nahe gelegenen Parkplatz und richtete sich selbst. (Bild: picturedesk.com)

Eine tödliche Schießerei hat sich in der Nacht auf Sonntag, 22. Mai 2016, auf einem Konzertgelände in Nenzing in Vorarlberg ereignet. Ein 27-jähriger Mann schoss wahllos in die Menge, tötete zwei Menschen und verletzte zwölf weitere. Anschließend begab sich der Täter zum nahe gelegenen Parkplatz und richtete sich selbst. (Bild: picturedesk.com)

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Bei dem Amoklauf schoss ein 27-jähriger Vorarlberger nach einem Beziehungsstreit bei dem Konzert eines Motorradklubs wahllos in die Menge. Er hatte Gewehre aus seinem Auto geholt und mehrfach abgedrückt. Zwei Männer starben, zwölf wurden angeschossen. Als Mitglieder einer Motorradgruppe das Gespräch mit dem Amokläufer suchten, richtete er sich selbst.

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Bis heute konnte nicht geklärt werden, woher der Mann seine Gewehre hatte. Fest steht aber: für die Opfer des Amoklaufs und deren Angehörige wird es keinerlei Entschädigung oder Geld geben. Der Amokläufer, Vater zweier minderjähriger Kinder, war mit 422.000 Euro verschuldet, berichten die "Vorarlberger Nachrichten".

Weil wegen den Schulden niemand das Erbe des Mannes annahm, kann auch für die Opfer und deren Angehörige kein Trauerschmerzensgeld oder die Bestattungskosten ausgezahlt werden. Unterstützung hatte es im Mai 2016 nur vom Verein "Weißer Ring" gegeben, der sich um Verbrechensopfer kümmert.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Erika S. am 29.12.2017 11:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Geld???

    Ja typisch halt. Die Unschuldigen waren zur falschen Zeit am falschen Ort ^^ . Es sollte doch aus irgendeinem Topf, Mittel da sein um Begräbniss zu finanzieren und den Hinterbliebenen Schmerzensgeld zu zahlen? Für viele neue Gäste ist ja auch genug Geld vorhanden.

  • zisch09 am 29.12.2017 10:24 Report Diesen Beitrag melden

    traurig

    Das macht mir nur traurig. Das unser Staat nichts bei solche Geschichten nichts unternimmt.

  • Walter Brenner am 29.12.2017 14:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schulden

    wie kann einer mit 27 422tsd schulden haben. da gehört schon vorher polizeilich was geregelt.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Walter Brenner am 29.12.2017 14:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schulden

    wie kann einer mit 27 422tsd schulden haben. da gehört schon vorher polizeilich was geregelt.

    • Reg B am 30.12.2017 00:56 Report Diesen Beitrag melden

      Frau

      Seit wann bitte ist die Polizei für Privatschulden zuständig? Nur so interessehalber.

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  • Erika S. am 29.12.2017 11:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Geld???

    Ja typisch halt. Die Unschuldigen waren zur falschen Zeit am falschen Ort ^^ . Es sollte doch aus irgendeinem Topf, Mittel da sein um Begräbniss zu finanzieren und den Hinterbliebenen Schmerzensgeld zu zahlen? Für viele neue Gäste ist ja auch genug Geld vorhanden.

  • Gottfried von Dreien am 29.12.2017 10:52 Report Diesen Beitrag melden

    Darum

    hat mein Großvater bereits im Kindergarten angefangen zu sparen damit die Enkelkinder ein anständiges Begräbnis bekommen

  • zisch09 am 29.12.2017 10:24 Report Diesen Beitrag melden

    traurig

    Das macht mir nur traurig. Das unser Staat nichts bei solche Geschichten nichts unternimmt.

  • Elke am 29.12.2017 09:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Arbeiten gehen und sparen

    Es geht wieder einmal nur um das Geld. Gut das sie nichts bekommen.

    • Sonja am 29.12.2017 10:31 Report Diesen Beitrag melden

      Erst nachdenken - und dann schreiben!

      Vielleicht erwischt Sie es auch einmal, dass sie Opfer von Attentäter oder Amokläufer werden und so schwer verletzt, dass sie nicht mehr arbeiten können. Was dann? Ob Sie dann auch sagen: Gut dass ich nichts bekomme - arbeiten gehen und sparen!

    • @Silvia am 29.12.2017 11:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Elke

      Weisst du auch, um was es hier geht? - Traurig, eine solche Bemerkung!!

    • Patrick am 29.12.2017 15:15 Report Diesen Beitrag melden

      Sonja

      es is aber schon ein GROßER unterschied. ob man schwer verletzt und ein leben lang nicht arbeiten kann oder tot ist. wennst dann behindert oder so bist musst dein restliches leben versorgt usw werden..

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