Polizeihunde im Einsatz

05. Dezember 2017 16:44; Akt: 05.12.2017 17:05 Print

Diesen Spürnasen entgeht kein Verbrechen

Mit ihrem Spürsinn jagen die Vorarlberger Polizeihunde nicht nur Verbrecher. "Safira of Flying Porkies" und ihre Artgenossen lassen dabei auch Herzen schmelzen.

Suchtgiftspürhund "Iyankee von Nacheron" und die mittlerweile 6 Monate alte Junghündin "Safira of Flying Porkies" wurden auf Facebook vorgestellt. (Video: LPD Vorarlberg)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Derzeit gibt es innerhalb der Vorarlberger Polizei elf Diensthundeführer mit insgesamt zehn einsatzfähigen Hunden, fünf zusätzliche Junghunde befinden sich in Ausbildung.

"Iyankee von Nacheron" und die mittlerweile sechs Monate alte Junghündin "Safira of Flying Porkies" sind nur zwei davon. Der belgische Schäfer "Iyankee" ist mit seinen acht Jahren bereits ein Routinier im Aufstöbern von Straftätern. "Neben den Gehorsamsübungen, muss er auf Kommando Personen suchen können", erzählt seine Halterin in einem Video der Polizei (siehe oben). Je nach rechtlicher Voraussetzung, dürfe er dann auch zubeißen. Sein Spezialgebiet: Einbruchsalarme und die Suche nach den Tätern. Er findet sogar das Diebesgut und etwaige Tatwaffen.

Die Ausbildung des Hundes zusammen mit dem Polizeidiensthundeführer dauert insgesamt zwei Jahre und wird in drei Module aufgeteilt. In dieser Zeit wird jeder Polizeidiensthund zunächst als Schutz-, Fährten- und Stöberhund ausgebildet. Junghündin "Safira of Flying Porkies" hat diesen Weg noch vor sich. Auch sie soll, wie ihr Vorbild "Iyankee", später mal als Personenspürhund eingesetzt werden.


Diensthund "Bobby" mit seinem Hundeführer Bertram H. (Bild: LPD Vorarlberg)

Polizeidiensthunde sind trainiert, verborgene Personen im Freien und in Gebäuden zu suchen, sowie weggeworfenen oder verlorenen Gegenständen, an denen frischer menschlicher Geruch anhaftet, dem Hundeführer anzuzeigen. Dies führt zur Auffindung von Personen in Gebäuden und im Freien, beispielsweise versteckten Straftätern oder verirrten bzw. abgängigen Menschen.

Für die Polizisten hat der Hundeeinsatz noch einen weiteren wichtigen Aspekt: Die eigene Sicherheit. Durch Einbeziehung des Stöberhundes bei Durchsuchungen in Gebäuden und in Freigeländen können die Gefahren beim Einschreiten für die eingesetzten Exekutivkräfte herabgesetzt werden.

Erst viel später wird der Diensthund in einem Spezialgebiet ausgebildet: Suchtmittelspürhund, Leichen- und Blutspürhund, Brandmittelspürhund oder Lawinenverschüttetensuchhund.

In Vorarlberg ist jede Nacht eine uniformierte Diensthundestreife unterwegs. Da strafbare Handlungen aber nicht nur in der Nacht passieren, werden auch tagsüber Diensthundestreifen eingeteilt.

(rcp)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.