Tiertransporter gestoppt

20. März 2018 18:19; Akt: 20.03.2018 20:40 Print

511 Ferkel und 109 Kälber in Lkw gepfercht

Im Zuge einer Fahrzeugkontrolle haben Beamte in Bludenz in der Nacht auf Dienstag einen völlig überladenen Tiertransporter aus dem Verkehr gezogen.

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Beamte der Autobahnpolizeiinspektion Bludenz hielten am Dienstag kurz nach Mitternacht einen auf der Walgauautobahn in Richtung Tirol fahrenden Tiertransporter an. Der Sattelschlepper, der insgesamt 511 Ferkel und 109 Jungkälber auf engstem Raum geladen hatte, kam aus den Niederlanden und war nach Verona in Italien unterwegs.

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Zur Kontrolle wurde laut Polizeiangaben auch ein Amtstierarzt beigezogen. Dabei wurden aufgrund des Platzmangels Übertretungen nach dem Tiertransportgesetz festgestellt. Außerdem wies das Fahrzeug einige technische Mängel vor und der Lenker hatte die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten nicht eingehalten.

Die zusammengepferchten Tiere wurden ausgeladen und auf mehrere Transporter verteilt. Die Ferkel wurden auf das Zugfahrzeug und den Anhänger verteilt. Die Kälber wurden zur Viehmarkthalle Dornbirn Schoren gebracht. Sie sollen zu einem späteren Zeitpunkt weitertransportiert werden. Der Lenker konnte seine Fahrt gegen 4.15 Uhr wieder fortsetzen.

Liste der Missstände ist lang

"Vier Pfoten" weist immer wieder auf Missstände beim Tiertransport hin. "Jährlich werden über eine Milliarde Geflügel und 37 Millionen lebende Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen und Pferde grenzüberschreitend innerhalb der EU und in bzw. aus Drittstaaten transportiert. Dabei kommt es zu massiven Tierschutzproblemen durch zu lange Transportzeiten und schlechte Transportbedingungen. Vor allem die zur Schlachtung bestimmten Tiere werden oft über mehrere Tage unsachgemäß transportiert, wobei es zu schweren Verletzungen und Todesfällen kommt", heißt es seitens der Tierschutzorganisation.

(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rob am 20.03.2018 18:40 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Furchtbar und wiederwärtig wie grauslich manche Menschen mit unseren Mitgeschöpfen umgehen es ist zum fremdschämen

    einklappen einklappen
  • M.arion am 20.03.2018 18:59 Report Diesen Beitrag melden

    Alle sind wieder mal schwer

    erschüttert und schockiert bis zum nächsten Einkauf, wo dann das Schnitzelfleisch im Angebot ist. Oder glaubt ihr wirklich, dass euer Schnitzel oder Kalbsbraten nicht eben die gleichen Qualen durchlitten hat.

  • Ennio P am 20.03.2018 20:16 Report Diesen Beitrag melden

    Tierquälerei

    Wann verbietet man endlich Lebend- Tiertransporte

Die neusten Leser-Kommentare

  • Billig ist teuer am 20.03.2018 21:39 Report Diesen Beitrag melden

    Mahlzeit

    Schade das die 5 Sterne Hauben Köche am Arlberg nichts damit kochen können, die fliegen den Kaviar und Hummer erst ein.

  • Nur Regional? am 20.03.2018 20:23 Report Diesen Beitrag melden

    Nichts Neues

    Es gibt Schiffe die schicken Rinder und Schafe in Arabische Länder.

    • Rita Nitsch am 20.03.2018 22:10 Report Diesen Beitrag melden

      Frau

      Unglaublich, was der Mensch für Geld in der Lage ist zu tun, die Politik versagt immer auch angesichts von Greultaten wenn es ums Geld geht. Jedes kleine Vergehen wird bestraft aber angesichts dieser Dimension von Leiden und Verbrechen geschieht nichts

    • Die Plastikkarte am 20.03.2018 22:54 Report Diesen Beitrag melden

      Der Öko Fußabdruck

      Danke für die Worte wie arm sind wir reichen oder wie reich sind wir armen.

    einklappen einklappen
  • Ennio P am 20.03.2018 20:16 Report Diesen Beitrag melden

    Tierquälerei

    Wann verbietet man endlich Lebend- Tiertransporte

  • Sandmann am 20.03.2018 19:19 Report Diesen Beitrag melden

    Das Kasperltheater mit übertriebenem

    Tierschutz und Umweltschutz muß letztenendes der Konsument mit übehöhten Preisen zahlen. In den USA zahlt man für Fleisch gut die Hälfte wie in Österreich.

    • Fred von Jupiter am 20.03.2018 23:09 Report Diesen Beitrag melden

      @Sandmann

      Höhere Preise wären wahrscheinlich ein wichtiger Anreiz weniger Fleisch, dafür mehr Gemüse zu essen, was für Gesundheit und Umwelt vorteilhaft wäre.

    einklappen einklappen
  • Ist Er am 20.03.2018 19:16 Report Diesen Beitrag melden

    Mag.

    Es lebe der freie Warenverkehr in der EU!