36 Grad Außentemperatur

06. August 2018 19:40; Akt: 06.08.2018 20:24 Print

In Lkw eingepferchte Kälber ringen nach Luft

Tierschützer vom "Verein gegen Tierfabriken" haben am Montagnachmittag einen Kälber-Transporter auf der Autobahn verfolgt. Die Tiere bekamen kaum Luft.

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"Wir verfolgen gerade einen Vorarlberger Tiertransporter mit Kälbern! (...) Die Kälber haben Durst und lecken an den Metallstangen des Transporters!", teilte der VGT Vorarlberg am Montag via Facebook mit. Den Tierschützern war der Tiroler Lkw am Nachmittag auf der Vorarlberger Autobahn aufgefallen.

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Es war zu sehen, wie einige der Rinder verzweifelt an den Gitterstäben leckten und nach Luft schnappten. "Es hatte heute Nachmittag eine Außentemperatur von circa 36 Grad. Das ist eine unzumutbare Belastung für die Tiere", zitiert "Vol.at" Tobias Giesinger vom VGT.

Wasser statt Milch

Die Tierschützer haben die Polizei informiert, weil ein Langstreckentransport bei diesen Temperaturen illegal sei. Stunden später habe die Autobahnpolizei den Transporter dann kontrolliert, kurz darauf allerdings wieder weiterfahren lassen. "Laut Polizei hatte der Transporter vorschriftsmäßig Wasser dabei – nur können die Kälber kein Wasser trinken, sind sie ja noch Babys, Wasser-Tränken sind deshalb völlig sinnlos, Milch-Tränken sind nicht vorhanden und wären auch nicht möglich", so Giesinger.

Der VGT hat den Laster schließlich aus den Augen verloren, nachdem die Tierschützer ebenfalls von der Polizei gestoppt wurden. "Offensichtlich sollten wir daran gehindert werden, dem Tiertransporter weiter nachzufahren", meint Giesinger, der sich von der Politik mehr Unterstützung erhoffe.

Tierleid beenden

Vor Monaten habe der VGT die gängige Praxis aufgezeigt, für die Vorarlberger Milchindustrie unbrauchbare Kälber in Massentierhaltungen in Italien, Spanien und Polen zu schicken. Seither habe sich nichts geändert, "die armen kleinen Tiere müssen sogar bei der größten Hitze ohne Nahrung stundenlang am Transporter ausharren. Wir erwarten uns von der Politik endlich mehr als große Worte, nämlich eine Lösung, um dieses Tierleid endlich zu beenden!"

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Stephanie F. am 06.08.2018 21:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Furchtbar!!

    Wann hört so etwas endlich auf?? Diese Lebewesen können sich nicht wehren!!

  • Peace am 06.08.2018 20:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Umdenken und Konsum minimieren.

    Seid dem immer mehr Artikel über dieses unnötige Tierleid veröffentlicht wird, esse ich automatischer immer und immer weniger Fleisch. Lieber weniger Fleisch und dafür welches wodurch kein Tier leiden musste als viel Fleisch mit schlechtem Gewissen essen. Ist nicht notwendig. Ich hab immer gerne Fleisch gegessen. Aber nun esse ich wahnsinnig gerne Obst statt zB ein wurstbrot etc. Fühl mich auch wohler. Ist zu empfehlen.

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  • Daniel am 06.08.2018 21:11 Report Diesen Beitrag melden

    Das Ende ist schlimmer

    Dort wo sie geschlachtet werden leiden sie mehr..

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Antonietta/Tumminello am 08.08.2018 07:49 Report Diesen Beitrag melden

    Vegan für die Umwelt,Gesundheit + Tiere!

    Eine vegane Ernährung ist deutlich umweltfreundlicher als die übliche, fleisch- und käsebetonte Durchschnittskost: Sie verbraucht weniger Energie, Rohstoffe und Wasser, belegt weniger Landfläche und erzeugt deutlich weniger Klimagase. Aus ethischer Sicht ist die vegane Ernährung die konsequenteste Art, verantwortlich mit unserer Mitwelt umzugehen und so wenigen Mitlebewesen wie möglich durch unsere Lebensmittelauswahl zu schaden.

  • Martin Herbert am 07.08.2018 22:19 Report Diesen Beitrag melden

    Pflanzenkraft versus Tiertransporte

    Unbeschreibliches Leid für absolut unnötigen "Genuss". Heute gibt es für fast alles, eine pflanzliche Alternative. Wir leben in einer Welt, in der wir wählen können. Täglich. Macht euch nicht mitverantwortlich für diesen Wahnsinn! Esst mehr Pflanzen!!! Ihr werdet euch besser fühlen. Und bald nicht mehr vermissen. Versprochen!

  • Ann-Kathrin am 07.08.2018 11:47 Report Diesen Beitrag melden

    Jeder kann etwas tun

    Kälbertransporte sind eine unglaubliche Frechheit! Dabei werden - von der Muttermilch abhängige und damit unversorgbare - Babies (1 bis wenige Tage alt) - stundenlang und kilometerlang - ohne Pause (klar, der Fahrer macht eine Pause, aber die Kälber bleiben im Transporter) - auf engstem Raum zusammengedrängt - und im Moment sogar bei großer Hitze - völlig unnötigerweise (nur, weil ihre Mütter sie zur Welt bringen, damit wir unsere Milch trinken können) transportiert. Findest du schlimm? Dann tu was dagegen! Wie wärs mit weniger Milchprodukten? Bei Bio passiert leider das selbe.

  • Michaela S. am 07.08.2018 11:37 Report Diesen Beitrag melden

    Tiertransporte

    Dieser unnötige Wahnsinn muss ein Ende haben! Lasst Mutter und Kind zusammen. Die Natur hat das Leben dieser Tiere anders vorgesehen. Esst mehr Pflanzen! Heutzutage braucht niemand Fleisch oder Milchprodukte. Es ist schlecht für die Umwelt, schadet der Gesundheit und löst unendliches Leid aus.

  • Lara am 07.08.2018 09:03 Report Diesen Beitrag melden

    Überall gehört mehr Nachgedacht

    Langsam aber sicher fängt die Menschheit an umzudenken, das wird auch Zeit. Da muss man auch mal die Köche ansprechen, immerhin sind die es auch mit ihren Kochsendungen usw..die uns das Fleisch immer wieder schmackhaft zeigen. Solange die Köche das Fleisch anbieten wird auch der Mensch schwerer umdenken. Gegessen wird das was auf der Karte ist und später auch irgenwie zur Sucht nach mehr. Gewöhnen können wir uns an alles. Es ist nur halt einfacher wenns wer anderer macht und wir nur bezahlen. Deswegen sollten da auch die Köche sich mitverändern.