Stadträtin warnt:

27. Juli 2018 13:45; Akt: 27.07.2018 13:55 Print

"12-Stunden-Tag treibt Frauen in Altersarmut"

Anlässlich des morgigen Equal Pension Days findet Frauenstadträtin Gaál klare Worte gegen den 12-Stunden-Arbeitstag.

Stadträtin Kathrin Gaál setzt sich für Frauen ein.  (Bild: picturedesk.com)

Stadträtin Kathrin Gaál setzt sich für Frauen ein. (Bild: picturedesk.com)

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Der morgige "Equal Pension Day" markiert jenen Tag, an dem Männer bereits so viel Pension erhalten haben, wie Frauen erst bis zum Jahresende erreicht haben werden. Schuld an dem fehlenden Geld sind Teilzeitarbeit, Karenz- und Kinderbetreuungszeiten sowie schlechtere Entlohnung.

"In Österreich erhalten Frauen durchschnittlich nur 57,35 Prozent der Pension der Männer. Von allen Bundesländern schneidet Wien zwar mit dem 27. August und dem Gewinn von zwei Tagen im Vergleich zum Vorjahr noch am besten ab, aber das Ziel der Geschlechtergerechtigkeit ist damit noch lange nicht erreicht", erklärt Wiens Frauenstadträtin Kathrin Gaal (SP).

"12-Stunden-Tag vergrößert Pensionslücke"
Die Lücke bei der Pension von Frauen im Vergleich zu jener von Männern würde durch den 12-Stunden-Tag, der mehr Frauen in die Teilzeit treibt, noch vergrößert werden: "Die Mehreinnahmen der Wirtschaft, werden mit der künftigen Altersarmut von heute jungen, berufstätigen Frauen erkauft. Wer durch Geringfügigkeit zu wenig Beiträge eingezahlt hat, wird in der Pension einmal mehr wieder vom Ehegatten abhängig sein", so Gaal.

Abhängigkeitsspirale für die Frauen
Auch die Lohnschere hat Auswirkungen auf die Pension. Frauen verdienen in Vollzeit für die gleiche Tätigkeit über 22,2% weniger als Männer in derselben Position. Schwer wiegt auch der getrennte Arbeitsmarkt, weil in sogenannten Frauenbranchen die Gehälter oft unter jenen der Männer liegen. Mit dem Wiedereinstieg nach der Karenz verringert sich ein zumeist niedrigeres Einkommen der Frau oftmals weiter durch Teilzeitbeschäftigung, warnt die Frauenstadträtin.

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(pet)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • zuhörerin am 27.07.2018 14:21 Report Diesen Beitrag melden

    repeat

    ....und warum hat die spö daran so tatenlos über jahre nichts verändert? das ungleich blah blah kann man seit glawischnigzeiten schon singen! damit kann man niemand mehr ködern!

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  • Leser am 27.07.2018 14:03 Report Diesen Beitrag melden

    Antwort: Plan A, Seite 34

    Dann sollte sich die Stadträtin an Kern wenden. Er hat den 12-Stunden-Tag in seinem Plan A fixiert. Seite 34, zum Nachlesen.

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  • Kopf Schüttel am 27.07.2018 14:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der bezahlungsschmäh

    Bitte um nennung einiger firmen, die frauen um 22,2 % weniger bezahlen als den männern. Bitte um konkrete beispiele. Sonst ist das nur lügenstatistik.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Tini am 30.07.2018 23:58 Report Diesen Beitrag melden

    Abhängigkeitsspirale

    Das soll einer verstehen. Zuerst suchen sich Frauen einen Mann, der gut verdient, um nicht arbeiten zu müssen, aber dann wiederum kritisierten sie, daß sie nicht vom Mann abhängig sein wollen.

  • Tini am 30.07.2018 23:51 Report Diesen Beitrag melden

    12-Stunden-Tag,

    Wieso sollte der 12-Stunden-Tag Frauen in Teilzeit treiben?

    • Biker1220 am 21.08.2018 12:12 Report Diesen Beitrag melden

      12-Stunden Tag

      Willkommen im Klub, das versteht wohl keiner

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  • Frauen in Österreich am 28.07.2018 20:59 Report Diesen Beitrag melden

    Emanzepierte

    Wieso die Frauen in der Eu sind doch Emanzepiert.Sie wollen ja gleichgestellt werden wie Männer.Was is jetzt zurück zum Ursprung.Papa verdient die Kohle und Mama soll die Kinder erziehen.Die wissen auch nicht was sie wollen .Wenn's brenzlig wird dann wird zurückgerudert.

  • Peter am 28.07.2018 20:51 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Wahnsinn. Die Frau kann AUCH nicht sinnerfassend lesen.

  • Klaus Tanzer am 28.07.2018 18:14 Report Diesen Beitrag melden

    Frauenpension

    Dass Frauen 5Jahre frueher in Pension gehen, daran haben wohl auch die arbeitenden Maenner schuld. Das alleine sind schon mehr als 10%. Und dass Firmen fuer gleiche Arbeit den Frauen weniger als den Maennern zahlen, kann sich gar keine Firma leisten.