Beim Künstlerhaus

10. November 2017 15:03; Akt: 10.11.2017 15:37 Print

ÖAMTC-Alternative zu "Spurkiller-Radweg"

Dem neuen Radweg beim Künstlerhaus in der Wiener City könnte eine Fahrspur zum Opfer fallen – "Heute" berichtete. Der ÖAMTC präsentierte nun eine Alternative.

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Knapp neben dem Künstlerhaus – in der Mitte des breiten Gehsteigs – führt derzeit ein Radstreifen entlang. Weil es immer wieder zu Konflikten zwischen Fußgängern und Radlern kommt, soll die Gefahrenstelle im Zuge der anlaufenden Sanierung des Künstlerhauses entschärft werden. Bei der von der Stadt bevorzugten Variante würde dem Bauvorhaben aber eine Fahrspur zum Opfer fallen. Die Bezirke Innere Stadt und Landstraße, sowie die Wirtschaftskammer und der ÖAMTC laufen gegen diese Lösung Sturm.

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Soll dem neuen Radweg beim Künstlerhaus ein Fahrstreifen geopfert werden?
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Nein zu "Stau nach Plan" in der Lothringer Straße

"Für den ÖAMTC ist dieser Plan von Verkehrsstadträtin Vassilakou nicht akzeptabel, denn der Wegfall einer Fahrspur könnte zu Stoßzeiten zu Rückstauungen bis zum Schwarzenbergplatz führen", sagt ÖAMTC-Jurist Nikolaus Authried Nein zu "Stau nach Plan" in der Lothringer Straße.

Aus Sicht des Autofahrerclubs bietet der betroffene Abschnitt mit rund 13 Metern Breite ausreichend Platz für alternative Lösungsansätze, um den Bedürfnissen der rund 14.000 Kfz pro Tag in Fahrtrichtung Secession und den ca. 500 Radfahrern pro Tag Rechnung zu tragen.

ÖAMTC: "Wichtige Ausweich-Route bei Ring-Demos"

ÖAMTC-Verkehrsexperten erarbeiteten nun einen Alternativvorschlag (siehe Bildstrecke): Sie schlagen vor, den Radweg vom Künstlerhaus wegzurücken und rund um den U-Bahn-Aufgang in zwei Ein-Richtungs-Radwege aufzuteilen. Zudem könnte dieser dann als Zwei-Richtungs-Radweg bis über den Schwarzenbergplatz weitergeführt werden.

"Diese Variante stellt eine Verbesserung für den Radverkehr dar, ermöglicht Fußgängern gleichzeitig ein sicheres Queren und nimmt dem Kfz-Verkehr keinen Raum", so Authried. "Drei Fahrstreifen sind vor allem deswegen von großer Bedeutung, weil die Lothringer Straße bei den rund 100 Demos und Veranstaltungen pro Jahr am Ring die Ausweichstrecke ist."

Zudem würde die vom Club ausgearbeitete Variante nur kleinere Baumaßnahmen erfordern und wäre dadurch in der Realisierung deutlich günstiger als der Plan der Stadt Wien, hieß es am Freitag.

(Red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Maverick am 10.11.2017 17:57 Report Diesen Beitrag melden

    Günstig

    Günstige Lösungen kommen für die Pleite-Griechin nicht infrage. Schließlich ist es ja nicht ihr Geld.

  • mcgyver am 10.11.2017 20:41 Report Diesen Beitrag melden

    scherzchen,

    weil sich die Radfahrer soviel um die Radwege bzw. um die STVO scheren; die fahren sowieso wie sie wollen..... alles nur ein hinausgeschmissenes Geld.....

  • zimbo am 10.11.2017 18:10 Report Diesen Beitrag melden

    Politik der verbrannten Erde!

    Sie werden sie zu sechst raustragen müssen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • WolfgangHeute am 11.11.2017 14:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Augenmaß verloren

    Ich fände es schön, wenn mit gleicher Ausdauer die Radfahrer angehalten würden Gehsteige und Fußwege nicht zu benutzen. Überall gibt es schon Radautobahnen, gegen alle Einbahnen fahren sie. Nur wenn die Fußgänger sich Stramplerfrei bewegen wollen, das geht nicht.

  • Hansi am 11.11.2017 07:59 Report Diesen Beitrag melden

    Meine Fragen

    Es gibt doch einen Fahrrad-Beauftragten der Stadt? Was tut der eigentlich? Hat der nichts zu reden? Wieso werden nicht die Betroffenen vor Ort befragt? Der Gehsteig dort ist gefühlte 100 m breit! Die meisten Radfahrer fahren den Ring entlang, vergleichsweise nur wenige vom Karlsplatz Ri Schwarzenbergplatz. Müssen wir diese Entscheidung der Vassilakuh überlassen, die in all den Jahren völlige Inkompetenz bewiesen hat? Und eines regt mich jedes Mal auf, wenn ich ihr zuhören muss: Ich verstehe sie kaum. Wir sollten nur Politiker anstellen, die fließend Deutsch sprechen. Geht das euch auch so?

    • Egon am 11.11.2017 12:11 Report Diesen Beitrag melden

      Ja! Richtig!

      Ich könnte noch vieles ergänzen, nur allein meine hervorragende Kinderstube, die nicht jeder hat, verbietet mir weitere Details in Bezug auf Vasillaku

    einklappen einklappen
  • Pferdetaxi am 11.11.2017 07:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Will sich Vasilakou ...

    ... noch schnell ein letztes Denkmal setzen, über das man noch lange spricht? Die Pleite Wiens ist so gross, dass solche Ideen noch lange auf Eis liegen müssten!

  • Evelyne Besenschwinger am 11.11.2017 02:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Durchsetzungsschwach

    Wie beim Radweg Zweierlinie wird sich der ÖAMTC auch dieses Mal leider nicht durchsetzen können und alsbald kein Wort mehr darüber verlieren.

  • mcgyver am 10.11.2017 20:41 Report Diesen Beitrag melden

    scherzchen,

    weil sich die Radfahrer soviel um die Radwege bzw. um die STVO scheren; die fahren sowieso wie sie wollen..... alles nur ein hinausgeschmissenes Geld.....