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01. Mai 2018 16:40; Akt: 01.05.2018 17:47 Print

Wiener Hauptbahnhof wird über Nacht gesperrt

Zwischen 1.30 und 4 Uhr früh bleiben die Eingänge des Wiener Hauptbahnhofs verschlossen. Die Caritas hofft auf eine alternative Bleibe für Obdachlose.

Der Wiener Hauptbahnhof am 12. April 2018. (Bild: picturedesk.com)

Der Wiener Hauptbahnhof am 12. April 2018. (Bild: picturedesk.com)

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"Geputzt wird sowieso jede Nacht, aber auch Lampen müssen beispielsweise immer wieder ausgetauscht werden. Das ist wesentlich einfacher, wenn sich niemand am Bahnhof aufhält", erklärt der Sprecher der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), Roman Hahslinger, gegenüber dem "Standard" die künftige Sperre des Wiener Hauptbahnhofs.

Jede Nacht, zwischen 1.30 Uhr und 4 Uhr früh, werden ab 2. Mai die Pforten von Österreichs größtem Bahnhof verschlossen bleiben – dauerhaft, wie Hahslinger bestätigt. Man wolle die Zeit für die nötigen "Reinigungs- und Instandhaltungsarbeiten" nutzen.

Weil sich gerade in den lauen Sommernächten vermehrt Obdachlose über Nacht am Hauptbahnhof einfinden, sucht die Caritas nun nach alternativen Schlafplätzen. "Wir haben mit den Sozialorganisationen begleitende Maßnahmen besprochen", so Hahslinger weiter. Man habe bereits im Vorfeld Sozialarbeiter über die kommende Sperre informiert und auch Flugblätter in verschiedensten Sprachen verteilt.

Seitens der Caritas fordert man zusätzliche Notquartierplätze für betroffene Obdachlose. "Gerade auch dann, wenn es für die Betroffenen schwieriger wird, sich im öffentlichen Raum aufhalten zu können", wird Caritas-Sprecher Martin Gantner in dem Bericht zitiert.

(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bärli am 01.05.2018 17:55 Report Diesen Beitrag melden

    Immigrantenheime

    Was heißt, die Caritas HOFFT auf Alternativen für Obdachlose? Es gibt immer weniger Immigranten/sog. "Ayslwerber", also immer mehr lehrstehende Unterkünfte. Die bieten sich dafür ja geradezu an, noch dazu, wo sie den Obdachlosen bisher zugunsten der Immigranten vorenthalten wurden. Oder ist das der Caritas nicht möglich, weil sie für die bisherigen Bewohner viel Geld bekommen haben und für die Obdachlosen nicht?

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  • Heimatland am 01.05.2018 18:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Caritas fordert

    Ich lese gerade +die Caritas FORDERT+: Vielleicht sollte jemand der Caritas einmal erklären, welchen Zweck Bahnhöfe erfüllen. Sie sind ein Ort für Bahnreisende und Mitarbeiter der Bahn! Auch die Sitzgelegenheiten wurden dafür geschaffen und nicht für Obdachlose, Migranten und Alkoholkranke.

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  • Heinz B. am 01.05.2018 18:24 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach nur grauslich

    Na dann schlafen sie halt nicht mehr, ihren Rausch, auch des nächtens hier, aus, sondern nur tagsüber, wo sie zu 100 % nie von den den zahlenden Fahrgästen eigentlich zustehenden Sitzplätzen im Wartebereich entfernt werden. Bestenfalls werden sie dabei "wohlwollend" von den untätigen ÖBB-Securities beäugt anstelle des Bahnhofes verwiesen zu werden. Da werden dann schon mal Weinflaschen ausgeleert am Boden und andere Verunreinigungen ungeahndet getätigt. Einfach nur grauslich.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Tine am 02.05.2018 09:42 Report Diesen Beitrag melden

    Hotel

    Die Caritas ist eines der reichsten Unternehmen - sollen die doch eines ihrer unzähligen Grundstücke für Asoziale bebauen! Ein Bahnhof ist doch kein Hotel für Obdachlose!

  • Franz Absberg am 02.05.2018 09:22 Report Diesen Beitrag melden

    Missbräuchliche Verwendung verhindern

    Bahnhöfe sind keine Asylunterkünfte auch als Aufenthaltsräume für Migranten zum surfen im Internet sollen sie nicht missbraucht werden. Bahnhöfe sind Visitkarten einer Stadt und sollten einen entsprechend sauberen Eindruck bieten und allen Benützern Sicherheit und Ordnung vermitteln.

  • lucifer am 02.05.2018 08:17 Report Diesen Beitrag melden

    mit Flammenwerfer und Kärcher aufräumen

    Da die römkat.Kirche der größte Grundbesitzer nach dem Staat ist , wird die Caritas wohl das ein oder andere Plätzchen finden....Für die verschiedenen Kirchen-Vereine Spenden ist wie Wasser in die Donau schütten.

  • Bernhard Fessel am 02.05.2018 06:48 Report Diesen Beitrag melden

    Ausspeisestellen schließen

    Die Ausspeisestellen endgültig schliessen . Dann hat sich das Problem mit den osteuopäischen Obdachlosen die betrunken die Bahnhöfe belagern ganz erledigt . Die sind nur da weil sie täglich 2 Mahlzeiten bekommen . Das Geld für Alkohol erbetteln sie sich . In ihrem Heimatland gibt es keine Ausspeisung . Da müssten sie arbeiten .

    • Olympe am 02.05.2018 09:45 Report Diesen Beitrag melden

      Gibt es Arbeit?

      Glauben Sie wirklich, dass Menschen freiwillig ihre Heimat verlassen, um in Österreich als Obdachlose auf zwei kostenlose Mahlzeiten hoffen zu können?

    • Erich Vom Berg am 02.05.2018 09:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Olympe

      In ihrer Heimat haben die Obdachlosen nicht die Freiheit die sie bei uns haben.

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  • Otto am 01.05.2018 23:23 Report Diesen Beitrag melden

    Wenig hilfreich

    Die Caritas kann ja statt in einen Pressesprecher für eitle Selbstdarstellungen besser in Wohnraum investieren. Es ist zynisch und dreist von einer karitativen Organisation, gleichzeitig Hotelbetreiber zu sein und das eigene Klientel in einem völlig ungeeigneten öffentlichen Gebäude einzuquartieren.