Innovation

17. Juli 2017 05:00; Akt: 17.07.2017 05:51 Print

"Denkende" Ampeln für Wien bald im Test!

von Walter Pohl - Digitalgesteuerte, also quasi „denkende“ Ampeln, sollen ab 2018 den Verkehr in Wien flüssiger gestalten. Ein Probestrecke dafür ist in Planung.

Taster für Fußgänger sollen optisch gesteuert werden  (Bild: Helmut Graf)

Taster für Fußgänger sollen optisch gesteuert werden (Bild: Helmut Graf)

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Man kennt das Problem in Wien zur Genüge: Egal ob Fußgänger, Auto- oder Fahrradfahrer; – an den „Hotspots“ im Strassenverkehr sorgen scheinbar „mutwillige“ Ampelschaltung für gesteigerten Adrenalinausstoss. Auf Durchzugsstrassen springt die Ampel auf rot, der kleine Querverkehr ist längst abgefahren, während die Ampel erst viel später auf Grün springt, was zu künstlich produzierten Staus für die wartenden Fahrzeuge führt.

TU-Graz arbeitet am System

Im Mai dieses Jahres dann die Ankündigung von Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou, die Ampelschaltung flexibler zu gestalten und den Verkehrsfluss dadurch zu optimieren. Wie das funktionieren soll, wird derzeit von der zuständigen MA33 geprüft, gleichzeitig arbeitet die Technische Universität Graz an der Umsetzung eines Systems für „denkende“ Ampeln.

So funktioniert es

Harald Bekehrti, zuständiger Abteilungsleiter bei der MA33, erläutert gegenüber "Heute" das Funktionssprinzip der Ampeln 2.0: „Diese Anlagen werden alle Informationen, wie etwa Verkehrslage und Verkehrsmenge, automatisiert verarbeiten, so dass eine effizientere Netzsteuerung möglich ist.“ Funktionieren soll das unter anderem durch elektronische Sensoren in der Fahrbahn sowie Kameras.

Teststrecken geplant

Vor der Einführung bei allen der derzeit 1.243 Ampeln Wiens soll dieses System auf zwei oder drei „Teststrecken“ auf seine Funktionalität geprüft werden. In Frage kämen dabei stark frequentierte Bereiche wie etwa die „2er-Linie“, Abschnitte des Gürtels oder auch der Wienzeile. Erst nach Evaluierung dieser Daten kann die Technik flächendeckend umgesetzt werden.

„Sehende“ Fußgängerampeln

Parallel dazu werden bereits auch „intelligente“ Fußgänger-Ampeln entwickelt. Im Idealfall sollen sie jene Drucktaster ersetzen, mit denen wartende Passanten den Querverkehr stoppen können, wenn es die Frequenz zulässt. Das Wunderding soll laut MA33 „mit einer optischen Unterstützung erkennen, ob am Gehsteig befindliche Fußgänger die Straße tatsächlich queren wollen, oder aber etwa nur auf jemanden warten.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gerhard am 17.07.2017 07:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schwachsinnige Verkehrspolitik

    Ja ja der Verkehr in wien seit unsere lustige vasilako am Ruder ist geht in wien nix mehr Busspuren Radwege und die genialen Begegnungszonen alles auf kosten der Autofahrer wir bezahlen diesen ausgewachsenen Schwachsinn und als Belohnung bekommen wir rote Ampeln und rasch wachsende 30 er Zonen

    einklappen einklappen
  • Klans Stritzi am 17.07.2017 06:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Das nächste Chaos Is vorprogrammiert

  • Klaus am 17.07.2017 07:45 Report Diesen Beitrag melden

    > 7.000.000.000,- Schulden

    Das ist genau das, was eine um viele Milliarden verschuldete Stadt braucht...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hobbit am 17.07.2017 14:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fußgänger?

    die Erkennung des Fußgängerzone ist vl eine gute Idee aber bei unseren Sommer'n wie viele Leute verstecken sich nicht lieber im Schatten der weiter weg von der Ampel ist, als erkennbar das man die Kreuzung überqueren will also denke ich dass das sehr nach hinten losgeht

  • Russendisko am 17.07.2017 09:38 Report Diesen Beitrag melden

    Hmmm...

    könnt man dann nicht auchen Versuch mit denkenden Politikern probieren ?

  • aculeo am 17.07.2017 09:25 Report Diesen Beitrag melden

    ampel denkt

    eine denkende ampel kann nur gscheiter sein als der ist-zustand !

  • Chris am 17.07.2017 08:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und wir Produzieren das nächste Angriffsziel.. 

    Trifft sich ja gut, wenn man die Ampeln jetzt auch noch vernetzt. Warum schließt man nicht gleich ein AKW an das Öffentliche Internet an ? Ein kleiner Hacker reicht und es gibt Mega Unfälle. Super Idee in der heutigen Zeit. Bravo Vaseline.

  • WolfgangHeute am 17.07.2017 08:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alter Hut wird neu

    Was wird uns da als neue Idee verkauft? Sensorsteuerung gab es doch schon, doch leider wurde Sinnvolles oft aus den Programmen entfernt. Und wenn noch sehende Ampeln noch zu den öffigesteuerten dazukommen dann wird es lustig, dann können die Strampler am Gehsteig auch die Ampeln beeinflussen.

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