Angriff auf Kulturverein

04. Januar 2017 16:32; Akt: 16.01.2017 03:43 Print

"Rechtsextreme versuchten bei uns einzubrechen"

Großer Ärger beim Kulturverein "w23" in der City: Rechtsextreme sollen seit kurz vor dem Jahreswechsel mehrmals versucht haben, gewaltsam in die Räumlichkeiten einzubrechen. Der Schaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro.

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Großer Ärger beim Kulturverein "w23" in der City: Rechtsextreme sollen seit kurz vor dem Jahreswechsel mehrmals versucht haben, gewaltsam in die Räumlichkeiten einzubrechen. Der Schaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro.
Seit dem 30. Dezember soll es zu einer Reihe von Angriffen auf die Räumlichkeiten des Kulturvereins "w23" kommen. "Diese ereigneten sich nach dem gleichen Schema wie ein Einbruchsversuch Ende November: Erneut wurde versucht, sich mit massivem Kraftaufwand Zutritt durch den eben erst reparierten Metallrollbalken zu verschaffen. Dabei wurde dieser erheblich beschädigt. Auch die Schlösser der Rollbalken wurden wieder verklebt. Der Sachschaden beläuft sich mittlerweile auf mehrere tausend Euro", heißt es in einer Stellungnahme.

Der Übergriff soll im Zusammenhang mit einer aggressiven und systematischen Angriffsserie stehen, als der Eingangsbereich der "w23" mit roter Farbe großflächig beschmutzt und mit rechtsextremen Parolen beschmiert wurde.

Angriffe häufen sich

Seit der Eröffnung vor zehn Jahren soll der Raum Ziel von mehreren Angriffen durch Rechtsextreme geworden sein. Regelmäßig finden dort Diskussionsveranstaltungen, Filmabende, Lesungen und Workshops statt, außerdem gibt es die "Bibliothek von unten" und das "Archiv der sozialen Bewegungen". Die "w23" ist ein selbstverwalteter Raum mit feministischem, antirassistischem und antifaschistischem Selbstverständnis.

„Die Zuspitzung autoritärer Verhältnisse in den letzten Jahren bestärkt Rechtsextreme darin, zunehmend aggressiv gegen alle vorzugehen, die sie als Feinde wahrnehmen, auch mit roher Gewalt. Diese ist im Rechtsextremismus angelegt – es ist anzunehmen, dass die Angriffe nicht bei zerstörten Rollbalken enden werden“, so die Stellungnahme des "w23".

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