Seestadt Aspern

16. Juni 2017 15:09; Akt: 16.06.2017 15:27 Print

1. Wohnhaus für Lesben, Schwule - und Heteros

In der Seestadt Aspern in Wien entsteht ein Wohngebäude für Menschen mit verschiedenen sexuellen Orientierungen.

Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ) mit Nick Allen, Peter Traschkowitsch und Manfred Lang, Initiatoren des ersten integrativen LSBTI-Wohnprojekts Que(e)rbau.
 (Bild: PID/Jobst)

Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ) mit Nick Allen, Peter Traschkowitsch und Manfred Lang, Initiatoren des ersten integrativen LSBTI-Wohnprojekts Que(e)rbau. (Bild: PID/Jobst)

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Der Name ist Programm: "Que(e)rbau" heißt das neue Wohnprojekt in der Maria-Tusch-Straße 2 in der Seestadt Aspern. 20 geförderte Wohnungen – davon 13 SMART-Wohnungen – wurden vom Bauträger WBV-GPA errichtet. Einziehen kann jeder, der alternativ leben will.

"Que(e)r" steht für eine selbst gewählte Identität und Lebensform. Nicht nur Menschen mit LSBTI-Hintergrund (Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Trans, Inter) sind in dem neuen Wohnprojekt willkommen. Auch heterosexuelle Wiener und Wienerinnen können einziehen.

Gelebte Vielfalt im queeren Wohnprojekt

Das Projekt ist das erste queere Wohnhaus des Landes. "Der geförderte Wiener Wohnbau steht für gelebte Vielfalt, die unterschiedlichste Wohnformen ermöglicht und unterstützt. Que(e)rbau ist ein weiteres innovatives Beispiel dafür. Individuell gestaltete Wohnungen in einem gemeinsam geplanten Haus schaffen beste Voraussetzungen für ein Zusammenleben, das für alle Bewohnerinnen und Bewohner eine Bereicherung darstellt“, sagt Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ).

Lässig: Alle Que(e)rbau-Wohnungen und Wohngemeinschaften sind mit privaten Freiräumen ausgestattet. Zu den Gemeinschaftsräumen zählen außerdem ein Vereinscafé und eine Dachterrasse, aber auch das Stiegenhaus – ein lichtdurchflutetes Atrium in der Mitte des Baukörpers – dient als Begegnungszone für die Bewohner.

Queeres Vorzeigeprojekt
Peter Traschkowitsch, Bundesvorsitzender der SoHo, freut sich: "Allen Beteiligten ist es mit großem Engagement gelungen, ein Vorzeigeprojekt zu schaffen, das nicht nur für die Wiener LSBTI-Community von großer Bedeutung ist, sondern österreichweit Furore machen wird."

Auf dem Bauplatz D22 sind von der WBV-GPA außerdem ein weiteres Gebäude mit 40 geförderten Wohnungen und ein Wohnheim für behinderte Kinder und Jugendliche geplant.

Die Monatsmiete beträgt 6,95 Euro pro Quadratmeter, die durchschnittlichen Eigenmittel liegen bei 493,94 Euro pro Quadratmeter. Bei den SMART-Wohnungen betragen die monatlichen Kosten 7,41 Euro pro Quadratmeter, die durchschnittlichen Eigenmittel liegen bei 59,89 Euro pro Quadratmeter. Die Stadt Wien unterstützte die Realisierung aller drei Projekte auf Bauplatz D22 mit Fördermitteln im Umfang rund fünf Millionen Euro bei Gesamtbaukosten von rund 15 Millionen Euro.

(gem)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Vota am 16.06.2017 15:37 Report Diesen Beitrag melden

    Na und?

    Wo ist da jetzt der Unterschied zu nem anderen Wohnbau? Habe nicht gewusst dass in anderen Bauten Schwule und Lesben verboten wären? Das kann man also überall haben, schwule oder lesbische Nachbarn (homosexuelle würde es übrigens politisch korrekt heißen ;)

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  • Liz am 16.06.2017 16:31 Report Diesen Beitrag melden

    Wozu?

    Was hat das denn mit Gleichberechtigung zu tun, wenn man noch extra darauf hinweisen muss, dass dieser Wohnbau für Lesben, Schwule etc gebaut wurde? Genau sowas braucht man nicht um Gleichberechtigung zu schaffen, sondern die Selbstverständlichkeit, dass jeder in der Gesellschaft so leben darf wie er es möchte.

  • Leonhard am 16.06.2017 19:40 Report Diesen Beitrag melden

    Naujo

    das musste ja sein...wo sie doch sooooo unfassbar diskriminiert werden, permanent, wieder und andauernd...da ist ja ein "Wohnhaus" das wirklich Mindeste...sollt aber auch bald mal Wohnhäuser für blonde Menschen geben, für Linkshänder, Teetrinker, oder solche die gerne Schokolade essen...ja das wär echt lustig...hahaha

Die neusten Leser-Kommentare

  • Luzifer from Hell am 18.06.2017 13:49 Report Diesen Beitrag melden

    1. Wohnhaus für Lesben, Schwule - und Heteros

    ??? Muss WOFÜR extra beworben werden ??? In Wien leben sicher unzählbar viele davon alle unter einem Dach, was keiner mitbekam und niemanden interessierte. Nun aber schaft man angeblich ein einzigartiges Haus allein für Solche, um wen provozieren zu wollen ? Um WAS damit, ausser angeblich nicht gewollter Spaltung, vermeiden zu wollen, wirbt man dafür sogar seitens Wr. Wohnen ?!?!

  • Hasan Amudi am 17.06.2017 14:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schule

    und jetzt bauen wir noch eine eigene Schule damit die Kinder von Lesben und Schwulen nicht gemobt werden! ... Ironie of

  • HagenA am 17.06.2017 08:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wen intresiert's ?

    In meinem Gemeindebau gibt's diese Mischung schon seit 1937! Warum extra deklarieren? Ist es nicht egal wie jeder lebt in seinen 4 Wänden?

  • Hilde am 17.06.2017 08:11 Report Diesen Beitrag melden

    Aussagen

    Wenn ich diese Kommentare in diesem Forum lese, denke ich mir, dass hier Menschen schreiben, die intellektuell eher schwach ausgestattet sind, ein Heute-Forum eben, FPÖ-Wähler, hier kann man sich nicht viel erwarten, den Schwule oder Lesben sind keine Kranke, auch keine Aussätzigen und nicht andersartig. Ich geniere mich für diese Aussagen.

    • Hans Hanf am 17.06.2017 08:27 Report Diesen Beitrag melden

      man glaubts kaum

      Gut zusammengefaßt, nur Masochismus treibt mich immer wieder hierher.

    einklappen einklappen
  • Lara am 16.06.2017 20:12 Report Diesen Beitrag melden

    Österreich

    Ich kann es nicht glauben, was hier für ein Mist gepostet wird, ich schäme mich für dieses Land.

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