650 Autos abgeschleppt

04. Januar 2017 11:52; Akt: 25.02.2017 03:43 Print

2.300 Falschparker blockierten Öffis

Gut sechs Mal täglich sind Straßenbahnen und Autobusse in Wien von falsch geparkten Fahrzeugen an der Weiterfahrt gehindert. 2016 verzeichneten die Wiener Linien insgesamt fast 2.300 Falschparker. In über 650 Fällen mussten Fahrzeuge abgeschleppt werden.

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(Bild: Wiener Linien)

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Ein Ärgernis sind falsch geparkte Fahrzeuge nicht nur für die Wiener Linien, sondern vor allem für die Fahrgäste. Binnen kurzer Zeit sind oft tausende Fahrgäste von Fahrtbehinderungen, längeren Wartezeiten, Umleitungen oder Kurzführungen betroffen. Die Behebung der Störung dauert mitunter bis zu 40 Minuten. Bereits wenige Zentimeter, die ein Auto zu nahe am Gleis parkt, können ausreichen, um eine Straßenbahn an der Weiterfahrt zu hindern. Als Grundregel gilt: Die Betonplatten, auf denen die Gleise liegen, müssen beim Parken frei bleiben, erklären die Wiener Linien.

Falschparkern drohen hohe Strafen: Neben einer Verwaltungsstrafe sind auch Kosten für den Einsatz von Feuerwehr oder Abschleppdienst vom Verursacher selbst zu tragen. Hinzu kommen die Kosten der Überstunden des Personals. Insgesamt können sich die Kosten rasch auf einige hundert Euro belaufen! 2015 störten fast 2.200 Falschparker den Betrieb, 2010 waren es noch 3.600.

Mit Technik gegen Bim-Bremser: Noch bis ins Frühjahr läuft ein Test mit elektronischen Hinweistafeln in der Döblinger Hauptstraße. In einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit dem AIT und der Firma SLR werden Autofahrer mittels Hinweistafeln darauf aufmerksam gemacht, wenn sie zu nahe an den Gleisen parken.