Post von Wienerin wird viraler Hit

10. Januar 2017 12:39; Akt: 07.02.2017 03:42 Print

Anordnung macht Beauty Salon zur Peepshow

Ein Wiener Beauty Salon bietet ab sofort Intim-Waxing in der Geschäftsauslage an, weil das Arbeitsinspektorat es so fordert. Salon-Besitzerin und ehemalige "Miss Earth Austria" Katia Wagner postete die Ankündigung nach einem Besuch der Behörde. Die Aktion wurde sofort zum viralen Hit auf Facebook.

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(Bild: Facebook)

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Ein Wiener Beauty Salon bietet ab sofort Intim-Waxing in der Geschäftsauslage an, weil das Arbeitsinspektorat es so fordere. Salon-Besitzerin und ehemalige "Miss Earth Austria" Katia Wagner postete die Ankündigung nach einem Besuch der Behörde. Die Aktion wurde sofort zum viralen Hit auf Facebook.


Mitarbeiter des Arbeitsinspektorats bemängelten offenbar, dass in den Behandlungsräumen, in denen Intimhaarentfernung mit Wachsstreifen durchgeführt werden, kein "Sichtkontakt ins Freie" bestehe. Darauf kontert die Betreiberin der "Beauty Bar" in der Postgasse: "Ich meinte zwar bisher, dass bei der Intim-Enthaarung ein diskreter Behandlungsraum ohne Zuschauer im Interesse unserer Kunden sei, aber Sie wissen es offenbar besser", schreibt sie.

Der Vorgabe folgend bietet sie nun "Brazilian Waxing" in der Auslage an und hat sogar ein Angebot an das Amt: 

"Die ersten 10 ArbeitsinspektorInnen, die mir beweisen, dass ich offenbar zu prüde bin, um diese Anordnung zu verstehen, und die zu einem Intim-Waxing in der Auslage bei uns heute vorbeikommen, erhalten ein Pofalten-Waxing gratis dazu!" 

Das Facebook-Posting wurde sofort zum viralen Hit. Innerhalb kurzer Zeit wurde der Beitrag mehr als 500 Mal geteilt.

Gegenüber "Heute" betont der Pressesprecher des Sozialministeriums, Christoph Ertl, dass der Beauty Salon keinesfalls die Gesundheitsbestimmungen erfülle. So verfüge der Arbeitsbereich im 1. Stock nur über ein Fenster, die Belüftung des Raumes sei mangelhaft.

Auch gebe es für die rund 30 Mitarbeiter keinen Notausgang, vielmehr sei die Eingangstüre gleichzeitig der Notausgang. Dies ist verboten. "Insgesamt bietet sich ein chaotisches Gesamtbild", so Ertl im Interview mit "Heute". Daher habe man dem Besitzer die Mängelliste überreicht.