Kollision mit Pkw

21. Dezember 2016 10:20; Akt: 03.01.2017 03:43 Print

Schneechaos: Fiaker und Pferd bei Unfall verletzt

Der heftige Schneefall sorgte Dienstagabend für rutschige Straßen: Gegen 18 Uhr kam auch ein Fiaker auf der Landstraßer Hauptstraße, Ecke Invalidenstraße (Landstraße) ins Rutschen. Er geriet auf die Gegenfahrbahn und kollidierte frontal mit einem entgegenkommenden Auto.

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Durch den Aufprall wurde der Kutscher, Michael W. (55), über den Pkw geschleudert. Laut seinem Chef, dem "Fiaker Baron" Wolfgang Fasching, erlitt der ehemalige Langzeit-Arbeitslose, der erst seit Sommer als Fiaker arbeitet, dabei mehrere Rippen- und einen Schlüsselbeinbruch. Über die genaue Unfallursache herrscht Unklarheit: "Herr W. ist noch relativ unerfahren. Ich vermute, dass überhöhte Geschwindigkeit den Unfall ausgelöst hat", meint Fasching.

Hengst "Ikarus" wurde eingeklemmt

Für Hengst "Ikarus" wurde die Tierrettung alarmiert, da er bei dem Unfall mit den Hufen unter dem Auto eingeklemmt wurde. Eine zufällig anwesende, weitere Fiaker-Kutscherin und die Feuerwehrmänner beruhigten das verletzte Tier, das sich schließlich wieder aus eigener Kraft auf die Hufe stellen konnte. Eine Passantin kümmerte sich um das unverletzte Pferd "Spider", ein angrenzendes Restaurant versorgte die Vierbeiner mit Wasser und Karotten. Laut Fasching geht es beiden Pferden gut, "Ikarus" hat nur Hautabschürfungen auf drei Beinen davon getragen.

Der Unfallbereich musste von der Berufsfeuerwehr Wien abgesperrt werden. Während des rund 90-minütigen Einsatzes war der Betrieb der Straßenbahnlinie O eingestellt.

Kritik von Tierschützern

Für "Vier Pfoten" ist das ein neuerliche Beweis dafür, dass Pferde im Straßenverkehr nichts verloren haben. "Seit Jahren fordern wir, Fiaker-Fahrten ausschließlich in Grünanlagen zu erlauben. Der Straßenverkehr und die Menschenmassen in der Wiener Innenstadt bedeuten enormen Stress für die sensiblen Tiere. Kommen dann noch ungünstige Bedingungen hinzu, wie etwa schlechte Witterung, ist die Wahrscheinlichkeit für einen Unfall noch größer.", heißt es in einer Stellungnahme.

Die Organisation hat eine Petition ins Leben gerufen, um diese Forderungen zu unterstützen: “