600 Fälle drohen

15. Juli 2012 19:23; Akt: 16.07.2012 01:02 Print

Rathaus stellt Rekord an Frühpensionen auf

Im Wiener Rathaus geht weiter die akute "Frühpensionitis" um. Seit Jahresbeginn hat die Stadt schon 363 Gemeindebedienstete in den vorzeitigen Ruhestand versetzt. Damit droht bis Jahresende ein Rekord von weit mehr als 600 Frühpensionierungen.

storybild

(Bild: Fotolia)

Fehler gesehen?

Im Wiener Rathaus geht weiter die akute "Frühpensionitis" um. Seit Jahresbeginn hat die Stadt schon 363 Gemeindebedienstete in den vorzeitigen Ruhestand versetzt. Damit droht bis Jahresende ein Rekord von weit mehr als 600 Frühpensionierungen.

Ein besonders schwarzer Tag war der vergangene Freitag: "Da sind gleich 50 Beamte auf einen Schlag in die Frühpension verabschiedet worden – allesamt aus gesundheitlichen Gründen", so VP-Mandatar Wolfgang Ulm, Mitglied der Personalkommission des Gemeinderates. Das durchschnittliche Antrittsalter dieser Frühpensionisten liegt bei gerade einmal 53,23 (!) Jahren.

"Diese Politik kostet die Steuerzahler viele Millionen Euro pro Jahr", so Ulm. Er wirft der Stadt vor, als Dienstgeber "völlig zu versagen". Ziel eines vernünftigen Personalmanagements müsse sein, die Zahl der Frühpensionierungen auf die Hälfte zu reduzieren.  

Robert Zwickelsdorfer