Am Stadtrand billiger

16. Juli 2012 20:07; Akt: 29.11.2016 14:17 Print

Parkpickerl: Experten für gestaffelte Tarife

Gegenwind in Tornadostärke ließ die rot-grüne Stadtregierung in Sachen Parkpickerl zurückrudern. Am Dienstag wollen Bürgermeister Michael Häupl und Stadtvize Maria Vassilakou eine mögliche Lösung für den Streit um die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung präsentieren.

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Experten sind sich großteils einig, dass das ursprünglich von der Stadt ab 1. Oktober geplante Modell ein ziemlicher Murks ist. Hauptkritikpunkte: zu hohe Gebühr, keine Parkplatzgarantie trotz Pickerl, zu wenig Garagenplätze. Die Autofahrerclubs ÖAMTC und ARBÖ präferieren deshalb Zonenmodelle ohne Parkzeitbegrenzung. "Richtung Stadtrand sollte das Parken billiger werden", so ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer.

Gestaffelte Tarife und billigere Garagen

Ähnlich ARBÖ-Wien-Chef Günther Schweizer: "Je nach Überparkung soll es gestaffelte Preise geben." Weiters fordern beide Autoclubs mehr und billigere Garagen. Auch hier sei die Stadt gefordert – etwa über Förderungen. Beim Verkehrsclub Österreich (VCÖ) ist man zwar klar für die Ausweitung des Parkpickerls ab 1. Oktober. Aber: Gestaffelte Tarife als "Nachschärfung" hält auch der VCÖ für sinnvoll.

Für Verkehrsexperten Herrmann Knoflacher sind Zonenmodelle hingegen nur bedingt sinnvoll. Er befürwortet ein flächendeckendes Parkpickerl mit maximal zwei Tarif-Zonen. Die Heute-Leser sind gegen eine Pickerl-Ausweitung im Herbst: Beim Online-Voting stimmten 78,3 % dagegen.