Ärger im Gemeindebau

22. Mai 2017 05:00; Akt: 22.05.2017 09:44 Print

Matches, Müll: "Bei uns daheim ist die Hölle los!"

von Clemens Oistric - Familie und Freunde von "Alvorado"-Werbetestimonial Karl Pfeifer sind verzagt: "Unsere Nachbarn sind unzivilisiert und laut. Niemand hilft."

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Gebrüll bis tief in die Nacht, lautstarke "Ländermatches" (Österreich gegen Türkei) Halbwüchsiger inklusive Trillerpfeife, zugemüllte Wege – zwischen Engerthstraße und Handelskai in der Wiener Leopoldstadt gärt es gewaltig!

"Es wird nur beschwichtigt"

„In unserem Gemeindebau ist die Hölle los und niemand hilft uns“, sagen Familie und Freunde von Werbe-Tesimonial und Schauspieler Karl Pfeifer (Alvarado). Oft schon alarmierten Mieter am Lößlweg 1 die Polizei und schickten Beschwerden an Wiener Wohnen. „Ohne Erfolg“, wie Familie Pfeifer und Nachbarn gegenüber „Heute“ schildern: „Es wird nur beschwichtigt.“
"Dabei", so die Betroffen, "werden die Zustände hier von Jahr zu Jahr unerträglicher. Wenn Mieter sterben, werden die Wohnungen an Migrantenfamilien vergeben – wogegen absolut nichts einzuwenden wäre, wenn sie sich wie zivilisierte Menschen benehmen würden. Doch das ist hier leider nicht der Fall", schildert Karl Pfeifer, bekanntes Gesicht aus der Alvarado-Kaffeewerbung.

"Geht's doch einfach sch..."

Nachbarin Elisabeth M. pflichtet ihm bei: "Den ganzen Tag wird vor unserer Türe auf einem Kleinkinderspielplatz ein Ball gegen das Gitter gedroschen, Sandkisten zugemüllt – und wenn man was sagt, giften die Kinder und Teenager frech zurück: 'Geht's doch einfach sch..., wir machen was wir wollen!' – es ist furchtbar!"
Vor einigen Wochen, so die Pensionistin, hätte einer der Rädelsführer provokant gebrüllt: "I hock eich olle um!"

Ball frontal ins Gesicht

Unlängst kickten Teenager wieder neben der Sandkiste des Kleinkinder-Spielplatzes (!), obwohl ein "Käfig" zum Kicken in Gehweite ist. Beatrix Pfeifer, die gerade aus dem Haus ging, bekam die Kugel direkt ins Gesicht: „Ich musste mit der Rettung ins AKH gebracht werden, sehe seither Schatten und Schleier und auch meine Brille ging kaputt. Und was war die Reaktion der Kinder? Keine Entschuldigung, wie man das normalerweise annehmen würde, sie haben mich auch noch ausgelacht.“
Die Mieterin zürnt: „Ich traue mich mit meinen kleinen Enkelkindern nicht mehr vor die Türe.“ Auch mit unserem Hund fahren wir mit dem Auto äußerln – in den Prater."

"Würden gerne ausziehen"

Die Betroffenen hier sind sich einig: "Es ist unerträglich geworden. Eigentlich würden wir gerne wegziehen, aber wir wohnen doch schon seit 1960 hier. In unserem Alter will man eigentlich nicht mehr woanders hin verpflanzt werden."

Unterschriften-Aktion brachte nichts

Was die verzagten Mieter am Lößlweg möchten? "Ruhe, einfach Ruhe." Bereits 50 von ihnen schrieben daher Beschwerden an "Wiener Wohnen", wandten sich wiederholt an die "Wohnpartner" – 36 Parteien begehrten gar eine Mietzinsminderung wegen der massiven Lärmbelastung. Doch der Antrag wurde von „Wiener Wohnen“ abgelehnt, wie ein Schreiben, das "Heute" vorliegt, beweist. Begründung: „(...) eine Änderung der Wohnsituation in einer ständig ändernden Umwelt vor allem durch äußere Einflüsse kann seitens des Vermieters nicht geändert werden.“

Es steht daher zu befürchten, dass sich auch an der betrüblichen Lage von fünfzig verzweifelten Bewohnern der Anlage am Lößlweg so bald nichts ändern wird …

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gerlinde am 22.05.2017 06:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leben im Gemeindebau

    Ein Anfang wäre, am 15. Oktober die richtige Partei zu wählen! Weiters nicht locker lassen: Wiener Wohnen, Polizei benachrichtigen, .... Zusammenschluss aller Österreicher, .... Interessant wäre, wie viele es noch sind! G

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  • Chris am 22.05.2017 05:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Karl Marx Hof

    Dank rot grün!!

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  • Markus B. am 22.05.2017 07:19 Report Diesen Beitrag melden

    Meinung

    same shit here...kinder bis spät am abend im Hof und wenns heimkommen sollen brüllen die mütter nach ihnen quer durchn bau! Fussballspielen und radfahren verboten...wenn intressierts. Und dann könnens alle ned grüssen, wehe ich hab nicht gegrüsst in dem Haus wo i aufgwachsen bin. Aber von Respekt und Erziehung findet man bei "dennen" sowieso nicht

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Robert am 22.05.2017 18:56 Report Diesen Beitrag melden

    Ing

    Am Schöpfwerk, genau gleich. Trotz Fussball spielen Verbot die Kinder schlagen mit volle Wucht gegen die Wände wo sogar "Fussballspielen verboten" Tafel hängt. Fenster bleiben ganze Zeit zu. Ich wünsche Österreich viel Erfolg mit neue Welle von "Architekten und Anwälten"

  • TONI am 22.05.2017 18:07 Report Diesen Beitrag melden

    Dommesgasse

    habt ihr keinen MBR

    • Andi Müller am 22.05.2017 19:10 Report Diesen Beitrag melden

      Mag.

      Geh bitte, was macht denn der? Nichts, außer wichtig sein. WW interessiert Vieles nicht mehr. Je mehr Migrantenfamilien, an die sie Wohnungen vergeben ohne viel zu investieren, Die Miete erhaltens dann zumindest mit Sicherheit, denn diese kommt aus dem Topf des Staates. Jeder Migrant, der halbwegs gebildet und kultiviert ist, verzichtet auf eine Gemeindewohnung.

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  • Ernstl am 22.05.2017 17:10 Report Diesen Beitrag melden

    hättets richtig gewählt

    42,73 Prozent haben in Wien 2 rot gewählt also registrieren euch nicht auf!

    • Werner Leidenfrost am 23.05.2017 21:08 Report Diesen Beitrag melden

      PFFFFFF ah eh

      Lieber Ernstl das Proplem das du ansprichst ist das wahrscheinlich über 42 Prozent die Rot gewählt haben sagen wir mal sogenannte neue Österreicher sind Fakt und Punkt denn die alten Österreicher haben eh anders gewählt Danke

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  • christina-maria am 22.05.2017 16:36 Report Diesen Beitrag melden

    Gemeindebau

    Geh, Leute, seid doch auch etwas tolerant! Immer nur auf Ausländer, Kinder und Rot/Grün schimpfen, das kann es doch echt nicht sein! Billig Wohnen, aber wegen jeder Kleinigkeit Zeter und Mordio schreien! Bitte, Leute!.....

    • Chris King am 22.05.2017 20:26 Report Diesen Beitrag melden

      Bitte Leute!

      Wenn ich seh, wie lange einheimische "Zöglinge" auf eine Gemeindewohnung warten, einige stehen schon seit einem Jahrzehnt auf der Liste, & dann seh und hör,wie nur mehr Migranten einziehen wo man nur hin schaut is kein Wunder. Und zu Rot/Grün - ein gewisser Herr Faymann hat, vor seiner bekannten Zeit, mitgeholfen, den 10. Wiener Bezirk zum Ausland zu machen. Mehr braucht man nicht sagen. Diese "Kleinigkeiten" sind Auslöser für Gewalt, "Rechts"wählen und blöd schaun, wenn so was wie in Tulln passiert. Daher würd ich an Ihrer Stelle erst mal bissl nachdenken, bevor man mit den Augen rollt ;)

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  • Claudia B am 22.05.2017 16:02 Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Und glauben Sie sind alleine wir Leben im Gemeindebau im 21 Bez die Hölle täglicher Lärm bis spät in die Nacht keiner nimmt Rücksicht nur laute gebrülle schimpfen schreien und wenn man was sagt muss man Angst haben nur das Problem wir haben keine Angst und so wie der eine Herr schon geschrieben hat und hätte man damals die Ohren langgezogen aber da wird alles akzeptiert es wird statt besser inner alles schlimmer man braucht sich nur die Donauinsel ansehen nicht viel besser aber es wird alles geduldet