Ausschreibung

14. März 2018 13:46; Akt: 14.03.2018 13:55 Print

Donaukanal: 50 Interessenten für 6 Lokale

Halbzeit für die Neuvergabe am Wiener Donaukanal. Während die 50 abgegebenen Anträge gesichtet werden, sammeln Bürgerinitiativen weiter Unterschriften.

Heuer werden sechs Lokal-Flächen am Wiener Donaukanal neu vergeben. (Bild: Helmut Graf)

Heuer werden sechs Lokal-Flächen am Wiener Donaukanal neu vergeben. (Bild: Helmut Graf)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Weil heuer für sechs Flächen die Mietverträge ablaufen, werden nun in einem Verfahren neue Pächter gesucht – "Heute" hat berichtet. Bei der ausschreibenden Stelle, der "Donauhochwasserschutz Konkurrenz" (DHK), vertreten durch ihre geschäftsführende Stelle "via donau - Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH haben sich bis dato 50 Interessenten gemeldet.

Konkret geht es um sechs Bestandsflächen, die noch bis Herbst 2018 durch die Lokale Tel Aviv Beach, Adria Wien, Feuerdorf, Badeschiff Vorkaifläche, Central Garden und Hafenkneipe besetzt sind.

"Folgen den Empfehlungen des Rechnungshofs"

Bei der "via donau" erklärt man: "Die Kurien haben entschieden, dass gewerblich genutzte Flächen am Donaukanal einer transparenten Interessentensuche zugeführt werden sollen. Die Kurien folgen somit den Empfehlungen des Rechnungshofs".

Die Suche nach neuen Pächtern erfolgt in einem zweistufigen Evaluierungsverfahren. Die öffentliche Interessentensuche ist seit Mitte November 2017 im Laufen, bis 15. Dezember 2017 konnten Interessenten ihre Konzepte einreichen. Rund 100 Interessenten haben die Ausschreibungsunterlagen bezogen, rund 50 davon haben Teilnahmeanträge für die Interessentensuche abgegeben.

Bald Start für zweite Stufe

Derzeit läuft die Evaluierung dieser Teilnahmeanträge für einen bevorstehenden Start der 2. Stufe des Auswahlverfahrens – diese 2. Stufe hat aktuell noch nicht begonnen, es laufen die entsprechenden Vorbereitungen dazu.

Noch ergingen keine Zu- oder Absagen an die Teilnehmer der 1. Stufe, heißt es von der "via donau". Die Teilanträge werden dabei von einer Expertenkommission aus den Bereichen Architektur, Vergabe- und Vertragsrecht sowie Tourismus und Gastronomie bewertet. Mit einer Entscheidung wird in den nächsten Wochen gerechnet.

Neben einem ausführlichen Businessplan und einer detaillierten planlichen Darstellung sind in Stufe 2 des Verfahrens auch ein Angebot über den Mindestbestandzins und Umsatzbestandzins – zumindest sechs Prozent des Nettoumsatzes – verlangt.
Genau dies hatte in der Vergangenheit für Kritik und die Befürchtung gesorgt, dass nur noch große, finanzstarke Lokale zum Zug kommen könnten.

Bürgerinitiativen sorgen sich um Donaukanal

Während dessen befürchten Bürgerinitiativen wie „Rettet den Donaukanal“, "Donaucanale für Alle" oder „Pro Donaukanal“ weiter die Verkommerzialisierung des Donaukanals. In einer Online-Petition werden Unterschriften gesammelt. Darin wird unter anderem die Einbindung der Bürger, die Einhaltung des Masterplans Donaukanal und der Donaukanalpartitur sowie die Einbindung der umliegenden Bezirke und der befassten Magistratsabteilungen gefordert.


Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

(lok)

Themen
Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tobias29 am 15.03.2018 11:16 Report Diesen Beitrag melden

    Wien wie es leibt und lebt

    alles angeschmiert, Fäkalgeruch weil keine öffentlichen Toiletten, Alibi Geländer wo kleine Kinder ins Wasser fallen oder gar keines. Aber Deutsch ist die Fremdsprache Nummer eins geblieben

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Tobias29 am 15.03.2018 11:16 Report Diesen Beitrag melden

    Wien wie es leibt und lebt

    alles angeschmiert, Fäkalgeruch weil keine öffentlichen Toiletten, Alibi Geländer wo kleine Kinder ins Wasser fallen oder gar keines. Aber Deutsch ist die Fremdsprache Nummer eins geblieben