Bürgerinitiative vs Stadt Wien

01. September 2012 12:01; Akt: 03.04.2013 18:17 Print

6-Jahres-Streit um Steinhof endet endlich

Seit sechs Jahren streiten die Bürgerinitiative "Steinhof erhalten" und die Stadt Wien über die Bebauung der Wiener Steinhofgründe. Nun ist endlich ein Ende der Streitereien in Sicht.

 (Bild: Hertel)

(Bild: Hertel)

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Seit sechs Jahren streiten die Bürgerinitiative "Steinhof erhalten" und die Stadt Wien über die Bebauung der Wiener Steinhofgründe. Nun ist endlich ein Ende der Streitereien in Sicht.

Der zähe Streit dürfte endlich ein Ende finden. Beide Parteien konnten sich laut profil darauf einigen, dass eine Expertenkommission entscheiden soll. Für diesen Kompromiss brauchten die Streithanseln fünf Monate Mediation. Bis Ende des Jahres sollen die Experten entscheiden was mit dem Otto-Wagner-Areal passiert.

Schon am Dienstag (4. September) wollen die Regierungsvertreter, der stadtnahe Bauträger Gesiba und die Bürgerinitiative eine Vereinbarung unterschreiben. Darin verpflichten sie sich, dem Vorschlag der Kommission zu folgen. Und damit auch wirklich alles mit rechten Dingen zugeht, darf die Bürgerinitiative ihren Senf dazugeben, wenn die Stadtverwaltung die Experten bestellt.

ÖVP glaubt nicht an Einigung

Die Kultursprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Isabella Leeb glaubt nicht an ein baldiges Ende des Streits. "Unseren Informationen zufolge, und wir sind im direkten Gespräch mit der Bürgerinitiative, gibt es keine Einigung. Im Gegenteil warten alle nach wie vor auf ein Handeln der Verantwortlichen in der Stadtregierung", so Leeb.

Diese setzt aber keine Aktivitäten, obwohl seit Wochen eine Expertise auf dem Tisch liegt und belegt, dass eine Aufnahme des Otto Wagner Spitals in das UNESCO Weltkulturerbe möglich ist, kritisiert Leeb.

Dicke Luft seit 2006

Der Konflikt um die Neugestaltung der Steinhofgründe, im Zuge derer Wohnungen und ein Rehabilitationszentrum geplant sind, dauert schon seit 2006 an.

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