Kammer ist dagegen

03. Januar 2018 13:58; Akt: 03.01.2018 14:13 Print

Kameras im Spital wegen rabiaten Patienten

Nur im Wilhelminenspital gab es im vergangenen Jahr rund 250 Attacken auf Krankenhaus-Mitarbeiter. Die Ärztekammer spricht sich dennoch gegen Video-Überwachung aus.

Im Wilhelminenspital attackierten im vergangenen Jahr 250 Mal Patienten das Personal. (Bild: Helmut Graf)

Im Wilhelminenspital attackierten im vergangenen Jahr 250 Mal Patienten das Personal. (Bild: Helmut Graf)

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Von Beschimpfungen bis hin zu körperlichen Attacken: Allein im Jahr 2017 gab es im Ottakringer Wilhelminenspital ganze 250 Angriffe auf Pflegepersonal oder Ärzte, berichtete der "Standard". Nur im Dezember des Vorjahres hat es laut Mitarbeitern zwei gröbere Attacken gegeben, nahezu täglich kommt es laut Mitarbeitern zu Übergriffen auf das Personal. Auch in anderen Spitalsambulanzen kommt es regelmäßig zu Attacken auf das Personal. Ein eigens eingerichtetes Deeskalationstraining soll den Mitarbeitern helfen, sich in solchen Situationen richtig zu verhalten.

Ärztekammer gegen Kameras, für mehr Personal

Eine Verstärkung der Securitys im Wilhelminenspital gibt es bereits, als weitere Maßnahme wurde Video-Überwachung angedacht. Für die Auswertung der Aufnahmen gebe es strenge Auflagen. Doch: Die Ärztekammer sprach sich jetzt gegen die geplante Videoüberwachung im Spital aus. Stattdessen fordert Ärztekammer-Wien-Vizepräsident Wolfgang Weismüller gegenüber Radio Wien mehr Personal: "Das Aggressionspotenzial der Patienten steigt sicher mit der Wartezeit", glaubt Weismüller. Er sei nicht komplett dagegen, "dass es an besonders neuralgischen Punkten nicht eine Kamera geben könnte, aber das ist keine Lösung des Problems", sagt Weismüller.

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(gem)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Egon am 03.01.2018 14:27 Report Diesen Beitrag melden

    Deeskalationstraining

    Ach wie nett! Ein Deeskalationstraining für Ärzte und Pflegepersonal. Vielleicht sollten auch die österreichischen Steuer- und SV-Versicherungszahler daran teilnehmen. Das verlangt doch die Gastfreundschaft, oder? Das ist der falsche Weg! Wenn jemand ausfallend wird, dann SOFORT aus dem Spital hinauswerfen und der Polizei übergeben. Ach so, die Gefängnisse sind grenzenlos überfüllt. Na, dann gleich in die Herkules.

  • Realistin am 03.01.2018 14:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rabiate Patienten

    Hat nichts mit Wartezeit, sondern mit der Nationalität der Patienten zu tun !!!!!!

  • Wolfgang Winkler am 03.01.2018 14:36 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    dann soll die Ärztekammer auch dafür Sorge tragen dass diese Einwanderer sich auch benehmen und wer nicht pariert - ab ins Freie und keine Behandlung - egal ob Mann oder Frau

Die neusten Leser-Kommentare

  • Monika am 03.01.2018 18:17 Report Diesen Beitrag melden

    afrik. Buschland schneller zu einem Arzt

    Ausrasten ist sicherlich nicht OK. Aber die Frage ist doch eine ganz andere: Was darf eine Mutter in einem "entwickelten Industrieland", die ihr ganzes Leben lang in dieses Sozialsystem eingezahlt hat ertragen müssen? Mit dem kranken Kind, das vor Schmerzen schreit mit der Rettung ins SMZ-Ost um 16h gebracht werden und um 20h mal zu einem Arzt vorgelassen werden! Da kommt die Mutter im afrikanischen Buschland schneller zu einem Ärzte ohne Grenzen Team! Für das wichtigste Gut - das Leben und die Gesundheit - sparen wir am Meisten. Sieht man auch, wie die Mutter zuvor stundenl. ihr Kind beruhigt

  • Doris am 03.01.2018 16:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Österreicher als Aufpasser, keine Migranten

    Die meisten Securitys sind doch auch rabiate Typen, mit erkauften positiven Leumundszeugnis in ihren Heimatländern.

  • Mia am 03.01.2018 15:51 Report Diesen Beitrag melden

    Na wer

    wohl diese rabiaten Patienten sind ? Braucht man nur einmal zu raten.

  • Tine am 03.01.2018 14:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sicherheit

    Ich denke, auch die österreichischen Patienten würden sich sicherer fühlen!

  • Paul am 03.01.2018 14:45 Report Diesen Beitrag melden

    Was die AKH-Ambulanzen betrifft, ...

    ... wundert das mich nicht. Und was man dort erlebt kann auch einen "Eingeborenen" zum "Auszucken" bringen :-(