40.000 neue Jobs

17. November 2017 11:31; Akt: 17.11.2017 11:41 Print

Beste Chancen für HTLer, Lehrlinge, FH-Absolventen

In den nächsten fünf Jahren schaffen Wiener Betriebe rund 40.000 Jobs, rechnet die Wirtschaftskammer Wien. Vor allem in den Branchen Technik, Informatik und Tourismus.

Vor allem Techniker, Informatiker und Touristiker werden gesucht. (Bild: keine Quellenangabe)

Vor allem Techniker, Informatiker und Touristiker werden gesucht. (Bild: keine Quellenangabe)

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"Bildung ist und bleibt die stärkste Waffe gegen die Arbeitslosigkeit. In den Betrieben werden auch zukünftig zehntausende gut ausgebildete Mitarbeiter gesucht", so Stefan Ehrlich-Adám, Spartenobmann der Industrie in der Wirtschaftskammer Wien. Die Bildungbedarfsanalyse hat ergeben, dass in den kommenden fünf Jahren mehr als 40.000 Jobs vakant werden, so die Wiener Wirtschaftskammer am Freitag.

Die Bildungsbedarfsanalyse führte das Institut Jaksch & Partner im Auftrag der Wirtschaftskammer Wien durch. Befragt wurden 1.500 Betriebe aller Sparten, die derzeit mehr als 100.000 Mitarbeiter beschäftigen.

Die wichtigsten Ergebnisse:

Lehre:
- Die Nachfrage nach Lehrlingen steigt. In den nächsten drei bis fünf Jahren werden die Betriebe rund elf Prozent mehr Lehrlinge brauchen als sie heute bereits ausbilden.
- Fast zwei Drittel der Betriebe beklagen das schlechter werdende Niveau.
- Zehn Prozent der Betriebe konnten darum ihre Lehrstellen im vergangenen Jahr nicht besetzen. Das sind umgerechnet rund 600 Lehrstellen!
- In 29 Prozent der Unternehmen sind ehemalige Lehrlinge mit Führungsaufgaben betraut.
- Der Anteil an Lehrlingen mit internationalem Background liegt bei 29 Prozent. 92 Prozent der Betriebe haben mit ihren internationalen Lehrlingen gute Erfahrungen gemacht.

Polytechnikum

- 73 Prozent der Betriebe bewerten das Bildungsniveau der Absolventen von Polytechnischen Schulen als mangelhaft bis schlecht.
- Die Legitimation wird in Frage gestellt, die Betriebe wünschen sich Ersatz: 20 Prozent fordern ein weiteres Schuljahr nach der 4. Klasse Hauptschule bzw. AHS, 39 Prozent wollen ein Berufseinführungsjahr, 41 Prozent eine Kombination aus Schul-, und Berufsausbildung.

AHS-Absolventen

- 22 Prozent der Unternehmen haben Jobs im Angebot, die sich an AHS-Absolventen richten
- 78 Prozent der Betriebe empfehlen AHS-Absolventen ein technisches Studium

HAK-Absolventen

- Die Nachfrage an HAK-Absolventen wird um 7 Prozent steigen.
- Besonders die Praxisrelevanz wird von 62 Prozent als gut bewertet.

HTL-Absolventen

- Bis 2022 wird der Bedarf an HTL-Absolventen um 14 Prozent steigen.
- Bereits jetzt herrscht aus der Sicht von einem Drittel der Betriebe ein Mangel an HTL-Absolventen, insbesondere in den Bereichen Informatik, IT und Elektrotechnik/Elektronik.

Fachhochschul-Absolventen

- Den relativ größten Zuwachs wird es bei FH-Absolventen geben: Die Anzahl wird in den Betrieben um rund 20 Prozent steigen.
- Durchschnittlich absolvieren in den Wiener Betrieben 2,4 Mitarbeiter eine FH berufsbegleitend, mehr als die Hälfte der Betriebe sprechen sich dafür aus, ihre Mitarbeiter bei diesem Vorhaben zu unterstützen.
- Rund zwei Drittel der Betriebe würden es begrüßen, wenn FH-Studien komplett in englischer Sprache angeboten werden.
- Den größten Bedarf an FH-Absolventen gibt es in den Bereichen Technik, Informatik und Tourismus.

Universitäts-Absolventen

- Bei der Anzahl an Jobs für Uni-Absolventen rechnen die Betriebe in den nächsten Jahren mit einer 9-prozentigen Steigerung.
- Besonders gefragt sind Studierende der Fachrichtungen Ingenieurswissenschaften (42 Prozent) und Informatik (33 Prozent).
- Ein Überangebot herrscht bei Absolventen der Wirtschaftswissenschaften (42 Prozent), Geisteswissenschaften (20 Prozent) und Sozialwissenschaften (17 Prozent).
- Nur 16 Prozent der Unternehmen haben Jobs speziell für Bachelor-Absolventen.

Digitalisierung/Weiterbildung

- Laut Personalisten ist das Arbeitsumfeld der FH-Absolventen (62%) und der Uni-Absolventen (60%) am stärksten von der Digitalisierung geprägt.
- Lehrlinge sind am Wenigsten – nämlich nur 31 Prozent –
betroffen
- Drei Viertel der Unternehmen forciert Weiterbildung in diesem Bereich.
- In 91 Prozent der Unternehmen finden Schulungen statt.
- Bei Lehrlingen werden pro Jahr durchschnittlich in 7,02 Schulungstage pro Jahr investiert – um zwei mehr als bei Mitarbeitern und Führungskräften.

(Red)

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  • Yve Stritzi am 17.11.2017 13:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hm

    War eh schon immer so

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  • Yve Stritzi am 17.11.2017 13:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

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