Neues Heim für Obdachlose

16. April 2018 13:21; Akt: 16.04.2018 15:29 Print

1. Wiener VinziDorf: Ersten Wohn-Module sind da!

Insgesamt 24 alkoholkranke Obdachlose werden im 1. Wiener VinziDorf in Meidling ein neues Zuhause finden. Im Herbst wird die Eröffnung gefeiert.

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Die ersten Wohn-Module stehen bereits, bald ist es soweit: Nach 15 Jahren ist die Realisierung des ersten Wiener VinziDorfes in der Hetzendorfer Straße 117 (Meidling) in der finalen Phase, vergangene Woche stand die Gleichenfeier am Programm. Noch laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren, bereits im Herbst sollen die ersten obdachlosen Bewohner einziehen.

Das VinziDorf Wien wird nach dem Grazer Vorbild errichtet und hat eine Kapazität von 24 Plätzen – davon 16 bungalowartige Wohn-Module im Garten und acht Wohn-Einheiten. Alle Zimmer sind mit einem eigenen Sanitärbereich ausgestattet und haben eine durchschnittliche Größe von 8,6 Quadratmetern. Im Nebengebäude sind zudem ein Aufenthaltsraum und eine Küche geplant.

HTL-Schüler fertigen Wohn-Module aus Holz

Das Bau-Projekt entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Wiener Architekturbüro Gaupenraub, die Einzelteile der Wohn-Module aus Holz werden von Schülern der HTL Mödling angefertigt und vor Ort unter Aufsicht der Lehrkräfte und der Bauaufsicht aufgestellt.

Aufgenommen werden obdachlose, alkoholkranke Männer, die
– aus verschiedensten Gründen – das bestehende Angebot der Wiener Wohnungslosenhilfe nicht annehmen können oder nicht aufgenommen werden. Sie werden im VinziDorf rund um die Uhr von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut. Die Bewohner werden auch in finanziellen und sozialrechtlichen Belangen sowie dem Aufbau eines sozialen Netzwerkes unterstützt.

Projekt wird nur durch Spenden finanziert

Das Bauprojekt erhält keine Unterstützung aus öffentlicher Hand und wird ausschließlich mit privaten Spenden realisiert. So stellte etwa der Lazaristen-Orden das Grundstück zur Verfügung. Innerhalb von zwei Jahren wurde zudem mehr als eine Million Euro mittels privater Spenden gesammelt. Die finalen 500.000 Euro für den Bau erhielt die Vinzenzgemeinschaft durch ein zinsloses Darlehen.

"Ich bin dankbar, dass die Hürden der Vergangenheit genommen werden konnten und der Bau unseres VinziDorf Wien nun so wunderbar voranschreitet. Das VinziDorf-Konzept ist eine Idee, die den einzelnen Menschen in seiner schwierigen Lebenssituation annimmt und ihm nicht nur einen Platz zum Schlafen sondern ein Zuhause gibt. Wir geben all jenen Heimat, Hoffnung und Würde, die dieser am meisten bedürfen", beschreibt Pfarrer Wolfgang Pucher den Grundgedanken der Einrichtung.

Spenden und Mitarbeiter gesucht

Für das VinziDorf werden noch ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht. Auch Geld- sowie Sachspenden (Bauholz, Spenglerbleche, Geländer, Fußbodenbeläge, Betonsteine, Rasensteine für Außenbereich, Malerfarbe, Eingangs- und Gartentore) werden noch benötigt.

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(cz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Schande für Österreich am 16.04.2018 16:10 Report Diesen Beitrag melden

    Alkoholismus Voraussetzung ??

    Warum nur für Alkoholkranke Obdachlose. Sind das die "VIP" der Obdachlosen? Es gibt leider genug Obdachlose auch Frauen die nicht alkoholiker sind und die extrem hohen "Mieten" von der Wohnungslosenhilfe nicht aufbringen können. (zum Beispiel 360EUR für ein 18 m² Zimmer pro Monat) und somit obdachlos bleiben müssen an die wird nicht gedacht. Nur an Säufer und an Männer. Die Armen "Kranken". Selbst da wird die kranke Gesellschaft nochmal in verschiederne Klassen gespalten

  • Paul Anka am 16.04.2018 15:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Obdachlos

    24 alkoholkranke Obdachlose. Jetzt schon mein Beileid an die angrenzenden Nachbarn.

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  • Olga am 17.04.2018 07:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Krankes System

    Sorry, aber meine Freude hält sich in Grenzen. Unser einer, der - aus welchem Grund auch immer - wohnungslos wird, bekommt keine Hilfe oder im besten Fall eine Holzbaracke, während Migranten sofort Wohnungen erhalten, keine Miete zahlen und alle möglichen finanziellen Beihilfen wie zB Kindergeld erhalten, obwohl der Nachweis für Kinder nie erbracht wurde. Ich kenne eine irakische Familie, die nur nach Österreich anreist, um Sozialleistungen zu kassieren, aber den Rest der Zeit in ihrer Heimat lebt.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Olga am 17.04.2018 07:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Krankes System

    Sorry, aber meine Freude hält sich in Grenzen. Unser einer, der - aus welchem Grund auch immer - wohnungslos wird, bekommt keine Hilfe oder im besten Fall eine Holzbaracke, während Migranten sofort Wohnungen erhalten, keine Miete zahlen und alle möglichen finanziellen Beihilfen wie zB Kindergeld erhalten, obwohl der Nachweis für Kinder nie erbracht wurde. Ich kenne eine irakische Familie, die nur nach Österreich anreist, um Sozialleistungen zu kassieren, aber den Rest der Zeit in ihrer Heimat lebt.

  • Schande für Österreich am 16.04.2018 16:10 Report Diesen Beitrag melden

    Alkoholismus Voraussetzung ??

    Warum nur für Alkoholkranke Obdachlose. Sind das die "VIP" der Obdachlosen? Es gibt leider genug Obdachlose auch Frauen die nicht alkoholiker sind und die extrem hohen "Mieten" von der Wohnungslosenhilfe nicht aufbringen können. (zum Beispiel 360EUR für ein 18 m² Zimmer pro Monat) und somit obdachlos bleiben müssen an die wird nicht gedacht. Nur an Säufer und an Männer. Die Armen "Kranken". Selbst da wird die kranke Gesellschaft nochmal in verschiederne Klassen gespalten

  • Paul Anka am 16.04.2018 15:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Obdachlos

    24 alkoholkranke Obdachlose. Jetzt schon mein Beileid an die angrenzenden Nachbarn.

    • Andreas Achleitner am 16.04.2018 16:11 Report Diesen Beitrag melden

      Typisch Wien

      Die armen Nachbarn tun mir leid. Aber kein Wunder werden sogar Obdachlose in verschiederne Klassen gespalten, weil mit dennen kann mans ja machen die haben 0.00% Change sich zu wehren egal auf welcher Eberne

    einklappen einklappen
  • seven am 16.04.2018 14:27 Report Diesen Beitrag melden

    Hundehütten

    Für solche Hundehütten braucht es HTL Schüler ! Jeder 10 Jährige kann solche Häusln zeichnen und bauen. Absolut Menschenunwürdig da Obdachlose reinzustecken.

    • Serendipity am 16.04.2018 15:19 Report Diesen Beitrag melden

      In der Seestadt

      gibt's für Studenten derartige Pop up Dorms. Ist scheinbar die neueste Entwicklung am Wohnungsmarkt.

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