Heute Riesen-Demo in Wien

03. Oktober 2018 14:55; Akt: 04.10.2018 16:38 Print

Regierungsgegner rufen in Wien zum Protest

Im Jahr 2000 wurden die Donnerstagsdemos gegen die damalige schwarz-blaue Regierung ins Leben gerufen. Jetzt werden sie wiederbelebt.

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Am Donnerstag (4.10.) wird in Wien demonstriert: Um den Unmut gegen die türkis-blaue Regierung kundzutun findet am 4. Oktober ab 18 Uhr am Ballhausplatz eine Kundgebung statt.

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Laut Polizei erwarten die Veranstalter etwa 2.000 bis 4.000 Teilnehmer, die Beamten selbst schätzen die Beteiligung erfahrungsgemäß geringer ein. Man sei aber für alle Eventualitäten gerüstet, hieß es auf Nachfrage. Via Facebook haben knapp 4.500 Personen dem Event zugesagt, mehr als 9.000 Personen sind demnach an der Veranstaltung interessiert (Anm.: Stand: 3.10., 15 Uhr).

"Ihr werdet euch noch wundern"

"Es ist Zeit für eine Standortbestimmung, für den Austausch, für den Zusammenschluss. Um uns gemeinsam bereit dafür zu machen, einen gesellschaftspolitischen Gegenentwurf zur grausamen 'illiberalen Demokratie' zum Sprechen zu bringen. Es ist Zeit, dass wir uns versammeln und zeigen, dass wir mehr sind und mehr wollen, mehr voneinander, mehr vom guten Leben. So soll es ab 4. Oktober heißen: 'Wir sind jetzt zusammen!' Und den Regierenden, Nutznießer_innen und Mitläufer_innen werden wir ausrichten: 'Ihr werdet euch noch wundern, wer da aller geht!" – so die Beschreibung der Veranstaltung via Facebook.

Die Demo am Donnerstag soll "der erste Streich" sein, bevor künftig weitere Protestaktionen an unterschiedlichen Orten der Stadt geplant sind.

Lesen Sie hier: Jelinek ruft mit Text zu Demo gegen Regierung auf >>>

Unterstützt wird die Veranstaltung u.a. von der Schauspielerin Erni Mangold, von der Autorin Stefanie Sargnagel, von Musikern wie Clara Luzia, Mani Obeya von den Sofa Surfers, Gustav sowie den Initiativen "Omas gegen Rechts" und die "Armutskonferenz".

Im Jahr 2000 wurden die Donnerstagsdemos zur Tradition. Wöchentlich haben sich Regierungsgegner versammelt, um ihrem Ärger über das Schaffen von ÖVP und FPÖ Luft zu machen – jetzt wird die Initiative wiederbelebt.

Solidarität für Max Zirngast

Auch die "Free Max Zirngast Solidaritätskampagne" hat angekündigt, am Protest teilzunehmen und die Freiheit des in der Türkei inhaftierten Journalisten zu fordern. Zirngast wurde am 11. September in Ankara festgenommen.

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(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Patriot5611 am 03.10.2018 15:57 Report Diesen Beitrag melden

    Frische Luft ist gesund und macht

    den Kopf frei. Wünsche eine fröhliche Wanderung - und - bitte kein fremdes Eigentum kaputt machen und keine Unschuldigen verletzen.

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  • Wer am 03.10.2018 18:47 Report Diesen Beitrag melden

    sind die

    Noch nie etwas von diesen angeblichen Künstlern gehört.

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  • Franz am 04.10.2018 04:12 Report Diesen Beitrag melden

    Total unnötige Demos

    Diese Demos sind gegen eine gut arbeitende, jedoch nicht linke Regierung. Zur Erinnerung: Die letzte Nationalratswahl haben die Linken nicht gewonnen, sondern verloren. Wo bleibt das Demokratieverständnis?

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Bertolo am 04.10.2018 15:36 Report Diesen Beitrag melden

    Warum gegen türkis/blau ?

    zur heutigen (4.10.18) DEMO gegen türkis/blau: Ich verstehe nicht, warum man diese Regierung bekämpft. Sie ist voll funktionsfähig, arbeitet MITEINANDER statt gegeneinander und bemüht sich, das Österreich (so weit das halt überhaupt noch geht) primär für Österreicher zu sorgen hat. Ich wäre theoretisch eher ein Linker, aber beim Zuwanderungsthema habe auch ich nach Jahrzehnten meine Meinung ändern müssen! Es ist grob fahrlässig, anderen unser Land zu überlassen. Und bei dieser demoskopischen Entwicklung werden wir am Ende sowieso die Kontrolle verlieren! Kurz ist der Beste seit Kreisky!!!

    • Arbeiten tun sie, ja am 04.10.2018 18:52 Report Diesen Beitrag melden

      aber nur für die Eliten

      Die religiösen (in Ö. unheimlich mächtig) und die wirtschaftlichen Eliten. Für die Bauern, Kapitalisten und Großkonzerne. Für die tut man Alles, nur für die arbeiten die Rechten. Das Volk ist für die Rechten ein notwendiges Übel um gewählt zu werden, ansonsten wird es ignoriert.

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  • Dora am 04.10.2018 15:14 Report Diesen Beitrag melden

    Demonstrationsrecht

    Wenn ich diese Kommentare hier lese, frage ich mich schon, wie verbittert die Leute sind. Warum ist jemand, der auf eine Demonstration geht, ein Sozialschmarotzer? Warum wird den Menschen unterstellt, dass sie nicht arbeiten, nur, weil sie eine andere Meinung haben. Ich weiss, dass diese Regierung demokratisch gewaehlt wurde und trotzdem bin ich mit ihrer Arbeit nicht zufrieden. Ich bin berufstaetig, ich zahle Steuern und ich gehe demonstrieren. Demokratie bedeutet, dass man sein Meinung sagen darf. Noch!

    • Selector am 04.10.2018 18:44 Report Diesen Beitrag melden

      Verhetzt, nicht verbittert

      Den Blauwählern geht es um Dimensionen besser als jeden Hilfsbedürftigen. Blauwähler kommen in der Regel vom Land und werden daher schon grundsätzlich mit Förderungen die sie gar nicht brauchen, überschüttet. Daher der blaue Hass auf Jeden der eine Hilfsbedürftigkeit hat.

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  • Reinhold am 04.10.2018 12:32 Report Diesen Beitrag melden

    Antidemokraten

    Alle demonstrierer wegen teroristischer betätigun und Anschlag auf die direkte Demokratie,verhaften und anzeigen.

    • Fred von Jupiter am 04.10.2018 14:29 Report Diesen Beitrag melden

      @Reinhold

      Sie kennen offenbar den Unterschied zwischen einem Demonstranten und einem Terroristen nicht, haben auch keinen blassen Schimmer, was demokratische Grundrechte sind, und was eine direkte Demokratie auszeichnet.

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  • Kickl Fan... am 04.10.2018 12:24 Report Diesen Beitrag melden

    Wienerin

    Ich bin mit unserer derzeitigen Regierung sehr einverstanden. .Endlich geschieht etwas um unser Land zu schützen...Die die heUte auf die Straße gehen leben vom Saat sonst hätten sie wohl keine Zeit an einen Wochentag zu demonstrieren. ..

  • Konfusius am 04.10.2018 11:54 Report Diesen Beitrag melden

    Demo zum Entaergern

    Die Demo ist ein hart erarbeitetes Recht, das man nicht in Zweifel ziehen sollte. So sehr sich auch so manche Leute von ihr gestört fühlen.

    • Kalkulierer am 04.10.2018 13:36 Report Diesen Beitrag melden

      Schadenssumme

      Demonstrationen gegen eine ungerechte Sache, finden auch dort Gehör wo sie nicht zehntausende Menschen stört und einen wirtschaftlichen Schaden in Millionenhöhe verursacht..

    • Klar doch, ausgerechnet immer am 04.10.2018 18:43 Report Diesen Beitrag melden

      an Tagen von Demonstrationen

      hätte der Einzelhandel einen Jahrhundertumsatz gemacht. Hätte...

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