50-50-Chance?

23. März 2012 11:28; Akt: 07.04.2013 17:52 Print

Favoriten entscheidet über Parkpickerl

Nachdem sich Penzing am Donnerstag als inzwischen fünfter Wiener Bezirk außerhalb des Gürtels für die Einführung des Parkpickerls ausgesprochen hat, steht jetzt lediglich noch im 10. Bezirk eine Entscheidung aus.

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+++ Parkpickerl kommt auch in Penzing +++

Diese soll nächste Woche fallen, kündigte der stellvertretende Bezirksvorsteher Josef Kaindl (S) am Freitag an. Die Chance, dass auch in Favoriten das Anrainerpickerl kommt, bezeichnete der Vize-Bezirkschef als "50 zu 50". Laut Kaindl sind die angeforderten Informationen der für Stadtplanung zuständigen Magistratsabteilung 18 mittlerweile großteils im Bezirk eingetroffen.

Für Montag ist ein Treffen mit der grünen Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou anberaumt. Danach tagt die Parkraummanagementkommission, ein mit der Materie befasstes Gremium der Stadt. Am Dienstag könnte dann in der Bezirksvertretung bereits eine Entscheidung für oder gegen das Pickerl fallen, kündigte der Bezirksvorsteherstellvertreter an. Sollte es kommen, dann aber jedenfalls nicht flächendeckend, hieß es.

+++ Facebook-Revolte gegen Parkpickerl +++

Befürworter und Gegner

Kaindl sieht bei den Favoritnern ein relativ ausgeglichenes Verhältnis von Befürwortern und Gegnern. In den von Parkplatznot stark betroffenen Gebieten überwiege allerdings die Pro-Fraktion, zeigte er sich überzeugt. Dieser Einschätzung widerspricht eine von der Wiener ÖVP in Auftrag gegebene und am Freitag in einer Pressekonferenz präsentierte Umfrage.

Befragt wurden 900 Bürger in drei Bezirken, die das Parkpickerl mit 1. Oktober einführen werden: Penzing, Ottakring und Hernals. Laut schwarzer Umfrage sprach sich die Mehrheit gegen Parkgebühren aus. Im 14. Bezirk betrug die Ablehnung demnach 81 Prozent, in Ottakring 71 Prozent und in Hernals zwei Drittel.

+++ Wiener Parkpickerl wird billiger +++

Der Umfrage zufolge glaubt auch ein Großteil der Anrainer, dass die Parkplatznot mit der Einführung des Pickerls nicht gelöst werde. Nur 27 Prozent der Befragten hegt die Hoffnung, dass das Angebot an Stellplätzen dadurch größer werde.

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